Bundesliga 2013/14, 9. Spieltag
17:40 - 10. Spielminute

Tor 1:0
Werner
Linksschuss
Vorbereitung Ostrzolek
Augsburg

18:05 - 35. Spielminute

Tor 1:1
Arnold
Linksschuss
Vorbereitung Diego
Wolfsburg

18:10 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Diego
Wolfsburg

18:11 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Ostrzolek
Augsburg

18:12 - 42. Spielminute

Tor 1:2
Luiz Gustavo
Kopfball
Vorbereitung R. Rodriguez
Wolfsburg

18:41 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Arnold
Wolfsburg

18:46 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Verhaegh
Augsburg

18:52 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Milik
für Halil Altintop
Augsburg

18:57 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Perisic
für Arnold
Wolfsburg

18:57 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
de Jong
für Ostrzolek
Augsburg

19:04 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Kutschke
für Olic
Wolfsburg

19:07 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Holzhauser
für Moravek
Augsburg

19:13 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Ochs
Wolfsburg

19:19 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Klose
für M. Schäfer
Wolfsburg

FCA

WOB

VfL bricht den Auswärtsbann

Arnolds Kracher würgt FCA-Motor ab

Luiz Gustavo nickt ein

Die Entscheidung in Augsburg: Luiz Gustavo nickt zum 2:1 ein. picture alliance

FCA-Trainer Markus Weinzierl setzte nach der 1:4-Niederlage bei Schalke 04 auf zwei Neue. Für Klavan feierte Hong sein Startelf-Debüt, des Weiteren kam Moravek für Vogt im Mittelfeld zum Zug.

Wolfsburgs Coach Dieter Hecking brachte im Vergleich zur 0:2-Pleite gegen Braunschweig dreimal neues Personal: Für Träsch (Haarriss im Mittelfuß), Polak sowie Koo (Sprunggelenksverletzung) rückten Ochs, Medojevic (beide Startelf-Debüt) und Arnold ins Team.

Wie so oft in Augsburg, gab der FCA von Beginn an Gas und kreierte gleich eine Großchance: Altintop scheiterte nach Werners Zuspiel frei vor dem Tor an Benaglio (4.).

Das große Plus der immens einsatzfreudigen Hausherren in der Anfangsphase war das blitzschnelle Umschalten nach Ballgewinn. Wie auch in der 10. Minute, als dieselben Protagonisten bei einem Konter Benaglio auf den Plan riefen, der auch noch den Schuss des vorher im Abseits stehenden und nachsetzenden Ostrzolek parierte. Aber aus dem Hintergrund rauschte Werner heran und jagte das Leder kompromisslos aus acht Metern in die Maschen - 1:0.

Werner trifft zum 1:0

Da war noch alles in Ordnung: Tobias Werner erzielt mit seinem zweiten Saisontor die frühe FCA-Führung. imago

Typisch die Situation nach einem abgewehrten Diego-Freistoß wenig später: Hahn schaltete am rechten Flügel den Turbo ein, nach seiner Hereingabe traf Werner das Leder mit dem schwächeren rechten Fuß nicht richtig. Da war mehr drin (14.).

Und der VfL? Tat sich unglaublich schwer. Zu wenig Tempo, zu wenig Passsicherheit brachte die Hecking-Elf ein gegen die dynamischen und zweikampfstarken Fuggerstädter. Mehr als zwei Halbchancen (Schäfer, Diego) entsprangen den Bemühungen der Gäste in den ersten 20 Minuten nicht.

Augsburg hatte alles unter Kontrolle, fuhr seine Angriffe oft nach demselben Strickmuster mit einem quirligen Hahn, dem nach zwei Flügelläufen lediglich das Timing beim Zuspiel auf Werner fehlte (29., 31.). Bei letzterer Chance setzte der Torschütze nach, aber Altintop setzte seinen 16-Meter-Schuss knapp daneben und verpasste so ebenfalls das verdiente 2:0.

Wolfsburg, bis dorthin in nahezu allen Belangen unterlegen, lieferte dann bis zur Pause ein Musterbeispiel an Effizienz. Zunächst knallte Arnold, der nach Diegos Querpass im Zentrum zu viel Platz und Zeit hatte, einen Fernschuss aus 25 Metern trocken flach zum Ausgleich ins rechte Eck (35.).

Und sichtlich angeknockte passten ein zweites Mal nicht auf: Luiz Gustavo nickte den Ball nach Rodriguez' Freistoßflanke in der Mitte völlig freistehend zum 1:2 unter die Latte ein (42.).

Der 9. Spieltag

Personell unverändert kamen die Teams aus der Kabine. Die Weinzierl-Elf schaltete wieder den Vorwärtsgang ein, die Niedersachsen erwarteten den Gegner in guter Grundordnung und zeigten sich defensiv wesentlich aufmerksamer als noch in Durchgang eins. Der FCA reklamierte einmal Handelfmeter (Knoche, 48.), einmal Foulelfmeter (Callsen-Bracker, 53.), Referee Felix Zwayer ließ jeweils richtigerweise weiterlaufen.

Sporadisch meldete sich auch der VfL vor dem gegnerischen Tor an, neben zwei Freistoßsituationen tauchte auch Ochs gefährlich vor dem Tor von Manninger auf (55.). Ihr Hauptaugenmerk richteten die "Wölfe" aber auf die Defensive, was gut gelang: Augsburg ließ die zündende Idee vermissen, den Abwehrriegel der Gäste zu knacken. Milik ersetzte Altintop (64.), weil der FCA bis Mitte des zweiten Abschnitts noch keine ernsthafte Ausgleichschance erspielt hatte.

Aber es änderte sich nichts am Geschehen. Die Hecking-Schützlinge lieferten in der von Taktik geprägten zweiten Hälfte eine solide Defensivleistung ab. Der VfL hielt den Kontrahenten, der im ersten Durchgang viel investiert hatte, meist fern vom eigenen Strafraum und stand nach Diegos Solo und Mannigers Glanzparade - der ersten Möglichkeit nach der Pause - dicht vor der Entscheidung (82.).

Auf die Schlussoffensive der Augsburger warteten die heimischen Fans vergeblich. Längst war dem FCA das Benzin ausgegangen, um nochmals mit Vollgas wenigstens einen Punkt zu retten, so dass der VfL seinen ersten Auswärtssieg feiern konnte.

Augsburg gastiert am kommenden Samstag (15.30 Uhr) in Leverkusen, die "Wölfe" empfangen ebenfalls samstags (18.30 Uhr) Werder Bremen.

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Torreigen in Hamburg - Wolfsburger Aufholjagd