Bundesliga 2013/14, 8. Spieltag
15:46 - 17. Spielminute

Tor 0:1
van der Vaart
Linksschuss
Vorbereitung Westermann
HSV

16:46 - 59. Spielminute

Tor 0:2
Lasogga
Rechtsschuss
Vorbereitung van der Vaart
HSV

16:48 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Beister
für Zoua
HSV

16:49 - 63. Spielminute

Tor 0:3
Lasogga
Rechtsschuss
Vorbereitung van der Vaart
HSV

16:52 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Feulner
für Frantz
Nürnberg

16:53 - 67. Spielminute

Tor 0:4
Lasogga
Rechtsschuss
HSV

16:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Stark
für Kiyotake
Nürnberg

17:00 - 74. Spielminute

Tor 0:5
Arslan
Rechtsschuss
HSV

17:03 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Pogatetz
Nürnberg

17:07 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Jiracek
für Arslan
HSV

17:10 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Rudnevs
für Lasogga
HSV

FCN

HSV

Nürnberg bleibt sieglos - Van Marwijk erster Dreier

Lasogga tritt in Olics Fußstapfen

Rafael van der Vaart (li.) trifft gekonnt zum 1:0

Tolles Tor: Rafael van der Vaart (li.) trifft gekonnt zum 1:0. Getty Images

Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger hatte beim 3:3 in Bremen auf Frantz (Grippe) und Nilsson (Magen-Darm-Probleme) verzichten müssen. Beide waren nun aber wieder fit und fanden sich ebenso in der Startelf wieder wie Drmic. Dabanli, Stark und Esswein mussten dafür auf die Bank. Auf der Gegenseite hatte HSV-Coach Bert van Marwijk angekündigt, nicht großartig wechseln zu wollen. Im Vergleich zum 2:2 in Frankfurt gab es nur eine Änderung: Zoua erhielt den Vorzug vor Beister (Bank).

Sowohl den Nürnbergern als auch den Hamburgern war die jüngste sportliche Talfahrt anzumerken. Beide Teams waren von Beginn an stark darum bemüht, eigene Fehler - vor allem in der Defensive - auf ein Minimum zu begrenzen. Der Club war zu Beginn etwas aktiver, die erste Chance hatte jedoch der HSV nach einem Geistesblitz von van der Vaart - Lasogga scheiterte an Schäfer (8.). Auf der Gegenseite hatte Pekhart Pech, als er den Außenpfosten traf (11.).

Der 8. Spieltag

Im Großen und Ganzen wiesen beide Mannschaften eine ähnliche Spielanlage aus. Sowohl der FCN als auch der HSV hofften auf schnelle Konter, leisteten sich im Passspiel dafür aber zu viele Fehler. Auch deshalb blieb es vor den Toren lange Zeit weitgehend ruhig.

Das änderte sich grundlegend in der 17. Minute: Westermann flankte gut von rechts an den Elfmeterpunkt zu van der Vaart, der per Drop-Kick volley sehenswert vollendete - 1:0. War die Führung zu diesem Zeitpunkt noch schmeichelhaft, so verdiente sich der HSV den Vorsprung im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs. Der FCN offenbarte vor allem im Angriff große Schwächen und konnte folglich keine klaren Möglichkeiten kreieren. Mit Ausnahme von Pekharts geblocktem Schuss in der 40. Minute war offensiv von den Gastgebern nichts zu sehen.

Nach dem Seitenwechsel bricht der Club auseinander

Nürnbergs Mike Frantz im Duell mit Marcell Jansen (re.)

Zerreißprobe: Nürnbergs Mike Frantz im Duell mit Marcell Jansen (re.). Getty Images

Etwas besser waren da schon die Hanseaten, die über Konter immerhin mehrere Halbchancen hatten, diese aber ungenutzt ließen. Insgesamt waren die Hamburger jedoch keineswegs herausragend, allerdings war das gegen verunsicherte Franken auch nicht nötig. Eine routinierte und sachliche Abwehrleistung reichte den Norddeutschen vollkommen aus, um den knappen Vorsprung in die Pause mitzunehmen.

Auch in Bremen hatte der Club eine desolate erste Hälfte gespielt, konnte sich nach Wiederanpfiff dann aber mächtig steigern. So manch ein Nürnberg-Fan hoffte auch gegen Hamburg auf diesen Effekt, nur blieb er diesmal aus. Zwar fehlte es den Franken nicht am Willen, nur reichte das gegen diese Hamburger eben nicht aus. Der Club konnte sich offensiv überhaupt in nicht in Szene setzen, ganz im Gegensatz zum HSV. Jansens Kopfball rauschte noch drüber (52.), ehe Lasogga ein lupenreiner Hattrick glückte. Zuerst vollendet der 21-Jährige einen Konter mustergültig mit einem trockenen Schuss aus 14 Metern ins lange Eck (60.), dann stand er bei einer Ecke im Fünfer goldrichtig (63.) und nutzte zu guter Letzt einen groben Schnitzer von Nilsson eiskalt aus, um aus der zweiten Reihe unter Mithilfe des rechten Innenpfosten auf 4:0 zu stellen (67.).

Im 1704. Bundesligaspiel des HSV war das erst der zweite Hattrick überhaupt, nur Ivica Olic war beim 4:1 gegen Stuttgart am 20. Oktober 2007 das gleiche Kunststück gelungen. Dem Club war das herzlich egal, für ihn war es ein gebrauchter Tag, bei dem dann auch noch der Kapitän patzte: Schäfers Befreiungsschlag landete bei Arslan, der umgehend aus fast 40 Metern per Lupfer zum 5:0 traf (74.). Danach schaltete der HSV einen Gang runter, während die Hausherren nur noch darauf warteten, dass das Elend ein Ende fand. Schiedsrichter Markus Schmidt hatte dann auch Mitleid und pfiff pünktlich ab.

Beide Mannschaften verabschieden sich nun in die Länderspielpause. Nürnberg greift erst wieder am Samstag, den 19. Oktober, ab 15.30 Uhr in Frankfurt ins Geschehen ein, Hamburg empfängt tags darauf (15.30 Uhr) den VfB Stuttgart.

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Hummels im Pech - Debakel in Nürnberg