Bundesliga 2013/14, 7. Spieltag
19:00 - 31. Spielminute

Tor 1:0
Flum
Rechtsschuss
Vorbereitung Aigner
Frankfurt

19:17 - 45. + 3 Spielminute

Tor 1:1
Lasogga
Kopfball
Vorbereitung Calhanoglu
HSV

19:38 - 46. Spielminute

Gelbe Karte
Arslan
HSV

19:46 - 54. Spielminute

Tor 2:1
Russ
Rechtsschuss
Vorbereitung Anderson
Frankfurt

20:04 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Inui
für Barnetta
Frankfurt

20:06 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Zoua
für Beister
HSV

20:13 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Oczipka
Frankfurt

20:17 - 86. Spielminute

Tor 2:2
Jansen
Rechtsschuss
Vorbereitung Arslan
HSV

20:19 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Lakic
für Kadlec
Frankfurt

20:23 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Jiracek
für Calhanoglu
HSV

20:23 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Russ
Frankfurt

SGE

HSV

Erster Heimpunkt für Frankfurt - HSV bleibt auswärts sieglos

Jansen rettet van Marwijks Einstand

Hamburgs Heiko Westermann und Johannes Flum (re.).

Des Einen Leid und des Anderen Freud: Hamburgs Heiko Westermann und Johannes Flum (re.). picture alliance

Eintracht-Coach Armin Veh wechselte nach dem 2:0-Pokalerfolg über Bochum zweimal: Flum kehrte für Inui zurück, während Oczipka links hinten anstelle von Djakpa verteidigte. Dagegen vertraute Hamburgs neuer Trainer Bert van Marwijk auf dieselbe Elf, die unter Rodolfo Esteban Cardoso gegen Fürth im Pokal mit 1:0 erfolgreich gewesen war.

In der gewohnt stimmungsvollen Commerzbank-Arena zu Frankfurt entwickelte sich zunächst ein zähes, ja fast langweiliges Duell zweier Mannschaften, die beide vor allem darauf bedacht waren, keine Fehler zu produzieren. Das führte dazu, dass lange Zeit nichts Nennenswertes vor den Toren geschah, ehe nach 18 Minuten Aigner fast für den Paukenschlag sorgte: Barnetta brachte den Ball von rechts im Zentrum beim Ex-Löwen an, der dann per Kopfballaufsetzer an der Latte scheiterte.

Der 7. Spieltag

Danach ergriffen die Hessen das Kommando und setzten sich rund um den HSV-Sechzehner fest. Das Problem der SGE war jedoch, dass sie zu limitiert und damit berechenbar war - meist wurde auf lange Bälle gesetzt, was die Hamburger Abwehr nicht sonderlich auf die Probe stellte. Gefährlicher wurde es, wenn die Hausherren über die Flügel kamen. Auf diese Weise fiel dann auch das 1:0: Aigner tankte sich auf der rechten Seite gegen Djourou durch und flankte anschließend flach nach innen. Im Fünfer grätschte Kadlec noch vorbei, doch am linken Pfosten stand Flum goldrichtig (31.).

Die Führung war hochverdient, auch weil der HSV schlicht und ergreifend viel zu passiv gewesen war. Und auch nach dem Rückstand konnte der Bundesliga-Dino aus dem Spiel heraus keinen Druck entwickeln. Nach ruhenden Bällen strahlten die Hanseaten aber durchaus Gefahr aus (van der Vaart, 33.). Gefälliger waren dennoch die Hessen, die in der 39. Minute hätten erhöhen können - Adler parierte allerdings gegen Kadlec und durfte dann noch vor der Pause über ein Tor seiner Mannschaft jubeln: Calhanoglu fand mit seiner Ecke Lasogga in der Mitte, der per Kopf zum äußert glücklichen 1:1-Halbzeitstand einnetzte (45.+3).

Duplizität der Ereignisse in Durchgang zwei

Pierre-Michel Lasogga

Erzielte aus dem Nichts das 1:1: Pierre-Michel Lasogga. Getty Images

Die Hessen hatten zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt den Ausgleich kassiert, zeigten sich davon aber unbeeindruckt und gaben auch nach dem Seitenwechsel gegen zu passive Hamburger weiter den Takt vor. Aigner wurde noch wegen Abseits zurückgepfiffen (50.), doch vier Minuten später machte es Russ besser: Im Anschluss an einen Freistoß landete der Ball über Flum und Anderson beim 28-Jährigen - 2:1.

Nach dem neuerlichen Rückstand machte der HSV keine Anstalten, mehr nach vorne zu investieren. Erst nach einer Stunde Spielzeit wurde den Gästen offenbar bewusst, dass sie die Schlagzahl erhöhen mussten, wollten sie etwas Zählbares aus der Bankenmetropole mitnehmen. In der Tat wachten die Hanseaten nun auf und näherten sich über van der Vaart (64.) dem neuerlichen Ausgleich an.

Insgesamt wurde das Match offener, auch weil die Hamburger jetzt dagegenhielten. Frankfurt stand jedoch meist gut geordnet und setzte darüber hinaus über Konter immer wieder Nadelstiche (Aigner, 69., 85.). Wie schon im ersten Durchgang wurden die Hausherren in der Schlussphase aber kalt abgeduscht! Diesmal war es Jansen, der sich mit einer feinen Einzelaktion gut im gegnerischen Sechzehner behauptete und mit einem Schlenzer ins lange Eck den schmeichelhaften Treffer zum 2:2-Endstand markierte (86.).

Die Frankfurter Eintracht ist am kommenden Donnerstag (21.05 Uhr) in der Europa League bei APOEL Nikosia (Zypern) gefordert und muss am Sonntag darauf (17.30 Uhr) in Freiburg antreten. Am selben Tag, nur zwei Stunden zuvor, wird es für den Hamburger SV in Nürnberg wieder ernst.

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Spektakel in Sinsheim - Debakel in Braunschweig