Bundesliga 2013/14, 2. Spieltag
16:08 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
Huntelaar
Schalke

16:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Szalai
für Huntelaar
Schalke

16:39 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Jones
Schalke

16:45 - 55. Spielminute

Tor 1:0
Knoche
Linksschuss
Vorbereitung Perisic
Wolfsburg

16:50 - 61. Spielminute

Tor 2:0
Vieirinha
Linksschuss
Wolfsburg

16:52 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Pukki
für Clemens
Schalke

16:56 - 67. Spielminute

Tor 3:0
Naldo
Rechtsschuss
Wolfsburg

17:02 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
M. Meyer
für Farfan
Schalke

17:05 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Polak
für Luiz Gustavo
Wolfsburg

17:09 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
M. Schäfer
für Olic
Wolfsburg

17:15 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Kutschke
für Perisic
Wolfsburg

17:20 - 90. + 1 Spielminute

Tor 4:0
Kutschke
Rechtsschuss
Vorbereitung M. Schäfer
Wolfsburg

WOB

S04

Schalke in der Defensive nach der Pause desolat

Luiz Gustavo führt VfL zum Kantersieg

Marco Höger, Klaas Jan Huntelaar, Luiz Gustavo (v.li.)

Kaum unter Vertrag, schon im Einsatz: Luiz Gustavo (re.), hier gegen Marco Höger (li.) und Klaas Jan Huntelaar. Getty Images

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking stellte nach der 0:2-Pleite in Hannover dreimal um. Arnold (Rote Karte; zwei Spiele Sperre) und Klose (Gelb-Rot-Sperre) waren nicht einsatzberechtigt und wurden von Knoche und Perisic ersetzt. Zudem spielte auch Neuzugang Luiz Gustavo, der erst am Freitag vorgestellt worden war und nur ein Mannschaftstraining absolviert. Der brasilianische Nationalspieler ersetzte Polak.

S04-Coach Jens Keller nahm im Vergleich zum 3:3 gegen den Hamburger SV zwei Wechsel in seiner Anfangsformation vor: Felipe Santana kam in der Abwehr für Matip zum Einsatz. Im defensiven Mittelfeld spielte Höger an Stelle von Neustädter.

Der VfL übernahm zu Beginn die Initiative. Gegen die abwartend agiertenden Gelsenkirchener hatten die Wolfsburger Mühe, um zu Torchancen zu kommen. Und so waren es die "Knappen", die mit ihrer ersten Offensivaktion zur ersten kleineren Gelegenheit kamen. Draxlers Direktabnahme im Strafraum wurde aber gerade noch abgeblockt (13.). Kurz darauf hatten auch die Niedersachsen ihre erste Chance: Hildebrand zeigte sich aber bei einem Freistoß von Naldo aufmerksam (17.).

Der 2. Spieltag

Nachdem die Partie dann Mitte der ersten Hälfte kurz verflachte, nahm das Spiel in der Schlussphase der ersten 45 Minuten deutlich an Fahrt auf. Denn plötzlich agierte auch S04 offensiver. Für Wolfsburg verzog Koo aus der Distanz nur knapp (34.). Kurz darauf vergab Vieirinha völlig freistehend die Führung: Nach starker Vorarbeit von Rodriguez über links traf der Portugiese seine Volleyabnahme rechts am Fünfmeterraum nicht richtig (36.).

Doch auch Schalke hätte vor der Pause beinahe noch jubeln können. Denn Huntelaar kam nach einem hohen Zuspiel halblinks im Sechzehner frei zum Abschluss, scheiterte mit links jedoch am rechten Innenpfosten (40.). So blieb es zur Halbzeit, trotz mehr Spielanteilen seitens des VfL, bei einem durchaus leistungsgerechten Remis.

Knoche eröffnet den Torreigen

Nach dem Seitenwechsel blieb bei den Gelsenkirchenern Huntelaar in der Kabine. Der Niederländer hatte sich kurz vor der Pause nach einem Zusammenprall mit Benaglio das rechte Knie gehalten, spielte aber weiter. Szalai kam in die Partie und setzte sofort Akzente. Zunächst legte der Ungar beinahe Draxler die Führung auf, der am langen Pfosten aber einen Tick zu spät heranrauschte (48.). Nur wenig später bediente Szalai Clemens, der frei aus halblinker Position aber an Benaglio scheiterte (50.).

Joel Matip, Ivan Perisic, Naldo, Luiz Gustavo (v.li.)

Hatten allen Grund zum Jubel: Torschütze Naldo (Mi.) mit seinen VfL-Kollegen. Getty Images

Die Tore jedoch sollten auf der Gegenseite fallen. Eine Balleroberung von Koo, der Jones die Kugel wegstibitzte, brachte dem VfL einen Eckball ein. Nach diesem verlängerte Perisic zum am Fünfmeterraum völlig freistehenden Knoche, der den Ball per Schienbein in die Maschen bugsierte (55.). Danach wirkte Schalke leicht geschockt. Ein verunglückter Klärungsversuch brachte den Niedersachsen prompt in der 61. Minute bereits das 2:0 ein. Vieirinha kam halbrechts im Strafraum an den Ball, düpierte Fuchs per Übersteiger und schoss maßgenau ins linke Toreck ein. Ein sehenswerter Treffer (61.).).

Doch damit noch nicht genug. Nachdem Hildebrand gegen eine Direktabnahme von Diego in der 66. Minute gerade noch parieren konnte, folgte nur Sekunden später das 3:0, erneut war ein Eckball von rechts durch Diego der Ausgangspunkt. Naldo kam zunächst in zentraler Position zur Volleyabnahme der Ecke seines Landsmanns und traf - nach Hildebrands Abwehr auf der Linie - schließlich im Nachschuss (67.).

In der Schlussphase gab S04 zwar nicht auf, blieb in Tornähe jedoch harmlos. Anders dagegen die Wolfsburger, die den Vorsprung noch hätten erhöhen können. Doch Perisic wurde im letzten Moment ebenso beim Abschluss gestört, wie kurz darauf Olic von Felipe Santana (je 79.). Einige Minuten zuvor war Luiz Gustavo, der in seinem ersten Spiel für Wolfsburg eine sagenhafte Passquote von 98-Prozent (nur ein Fehlpass) aufwies, unter stehenden Ovationen ausgewechselt worden (76.).

Kurz vor Schluss war der agile Vieirinha gegen die nun desolate Gelsenkirchener Abwehr dem vierten Treffer ganz nahe, scheiterte aber am Innenpfosten (89.). Doch eine Koproduktion der spät eingewechselten Schäfer und Kutschke, der durch die Beine von Hildebrand traf, sorgte doch für einen 4:0-Endstand (90.+1). Es war der erste Treffer im ersten Bundesligaspiel für Kutschke.

Die Wölfe reisen am kommenden Samstag (15.30 Uhr) zu Mainz 05, die "Königsblauen" gastieren dann zeitgleich bei Hannover 96. Zuvor erwarten die Schalker allerdings am Mittwoch (20.45 Uhr) PAOK Saloniki und Ex-Coach Huub Stevens im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation.

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Gustavo spielt und siegt, FCB spartanisch, BVB mit langem Atem