2. Bundesliga 2013/14, 30. Spieltag
20:20 - 5. Spielminute

Tor 1:0
Kempe
Rechtsschuss
Dresden

20:25 - 11. Spielminute

Tor 2:0
Ouali
Rechtsschuss
Vorbereitung Poté
Dresden

20:34 - 20. Spielminute

Tor 3:0
R. Koch
Rechtsschuss
Vorbereitung Poté
Dresden

20:40 - 26. Spielminute

Tor 3:1
Losilla
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Osako
TSV 1860

20:59 - 44. Spielminute

Tor 4:1
R. Koch
Kopfball
Vorbereitung Ouali
Dresden

21:18 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Y. Stark
für D. Stahl
TSV 1860

21:18 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Dresden)
Grifo
für Stefaniak
Dresden

21:29 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Schindler
TSV 1860

21:38 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Wood
für An. Ludwig
TSV 1860

21:40 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Leistner
Dresden

21:47 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Wood
TSV 1860

21:49 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Steinhöfer
TSV 1860

21:52 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Dresden)
Fiel
für Ouali
Dresden

22:01 - 89. Spielminute

Tor 4:2
Adlung
Rechtsschuss
Vorbereitung Vallori
TSV 1860

22:01 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Dresden)
Dedic
für Poté
Dresden

SGD

M60

Dynamo gewinnt im 14. Anlauf - Löwen zahnlos und desolat

Koch & Co. beenden Dresdner Sieglos-Serie

Tobias Kempe, Idir Ouali, Robert Koch & Thorsten Schulz

Drei Dresdner, vier Tore: Tobias Kempe, Idir Ouali und Robert Koch beim Torjubel (v.l.n.r.). imago

Blitzstart der Dynamos

Dresdens Coach Olaf Janßen veränderte seine Startelf nach der Nullnummer in Cottbus personell nur einmal: Poté begann für den erkrankten Menz. Taktisch wurde von einem 4-2-3-1- auf ein 4-1-4-1-System umgestellt. Münchens Interimstrainer Markus von Ahlen veränderte die Löwen, die noch unter Vorgänger Friedhelm Funkel mit 0:3 gegen Karlsruhe untergingen, nur in der Innenverteidigung: Schindler durfte für Schwabl ran.

Eigentlich wollten die Löwen hoch verteidigen und den Gegner mit frühem Pressing stören. Der Matchplan der Gäste aus Oberbayern wurde aber bereits in den ersten elf Minuten pulverisiert: Kempe trat einen 18-Meter-Freistoß aus halblinker Position direkt ins linke Eck (5.). Kurz darauf erzielte Ouali ein Traumtor, als er die Kugel von der Strafraumgrenze in den rechten Winkel zirkelte (11.). Während sich die Hausherren, die von den heimischen Fans lautstark angepeitscht wurden, in einen Rausch spielten, wirkten die Giesinger stark angezählt und wackelten in der Defensive verdächtig. Ouali hatte den dritten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber an einer Parade von Kiraly (14.).

2:0 + dreimal Slapstick = 4:1

Gerade als die Sechziger das Spiel wieder ein wenig in die Hälfte der Hausherren verlagerten und mit Ludwig eine erste Halbchance verzeichneten (17.), schlugen die Dynamos erneut zu: Vallori spielte einen katastrophalen Rückpass auf Kiraly, der sofort aggressiv von Poté angelaufen wurde. Nach einem Pressschlag fiel das Spielgerät vor die Füße von Koch, der zum 3:0 ins leere Tor einschoss (20.). Doch damit noch lange nicht genug Slapstick für einen Abend: Auf der anderen Seite flankte Steinhöfer von links in den Strafraum und fand dort Osako, der SGD-Torwart Kirsten auf den Kopf köpfte. Kurz vor der Torlinie kam die Kugel herunter, wo Losilla schließlich ins eigene Tor köpfte (26.).

Nach diesem Offensivfeuerwerk, das zugegebenermaßen nicht aus von spielerischer Qualität sondern vielmehr aus vielen Fehlern resultierte, gönnte sich die kurzweilige Partie eine Leerlaufphase mit reihenweise Ballverlusten auf beiden Seiten. Kurz vor der Halbzeitpause schlug Dresden dann noch einmal zu - erneut begünstigt durch ein katastrophales Abwehrverhalten der Münchner: Ouali spazierte von Steinhöfer unbedrängt über den linken Flügel und flankte nach innen. Fünf Meter vor dem Tor war Koch (1,82 Meter groß) vor Schindler (1,88 Meter) am Ball und köpfte zum 4:1 ein (44.).

Dresden bleibt emsig und gierig

Der 30. Spieltag

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachten beide Trainer frisches Personal: Janßen schickte Grifo, von Ahlen Stark aufs Feld. Vor allem der Münchner sorgte durch eine kompromisslose Zweikampfführung für ein wenig mehr Zugriff im Mittelfeld. Die beste Chance der Löwen verzeichnete Ludwig, der eine flache Hereingabe im Zentrum nur knapp am linken Pfosten vorbeilenkte (53.). Ansonsten blieben aber vor allem die Sachsen gierig, spulten sehr viele Kilometer ab und spielten sogar auf den fünften Treffer. Hochkarätige Chancen sprangen dabei aber zunächst nicht mehr heraus.

Mit fortschreitender Spieldauer ging das Tempo immer mehr verloren und es erinnerte nur noch wenig an das rasante Match aus der ersten Halbzeit. Hin und wieder sprang dann aber doch noch eine Halbchance heraus: Ouali (64., 77.) und Schulz (79.) schraubten die Torschussstatistik für die Hausherren nach oben, für die Gäste sorgte der mittlerweile eingewechselte Wood für ein wenig frischen Wind (71.).

Adlung betreibt Ergebniskosmetik

In der Schlussphase verwaltete Dynamo das Spiel und genoss die gute Stimmung im mit 27.344 Zuschauern besetzten Glücksgas-Stadion. Kurz vor dem Schlusspfiff betrieben die Sechziger noch ein wenig Ergebniskosmetik: Nach einer Ecke war Adlung mit der Hacke zur Stelle und besorgte den 2:4-Endstand (89.). Ein Treffer, der eigentlich nicht hätte zählen dürfen: Zum einen stoppte Vallori den Ball wohl auch mit dem Arm für Adlung runter, zum anderen stand der Mittelfeldmann im Abseits.

Spieler des Spiels

Robert Koch Mittelfeld

1
Tore und Karten

1:0 Kempe (5', direkter Freistoß, Rechtsschuss)

2:0 Ouali (11', Rechtsschuss, Poté)

3:0 R. Koch (20', Rechtsschuss, Poté)

3:1 Losilla (26', Eigentor, Kopfball, Osako)

4:1 R. Koch (44', Kopfball, Ouali)

4:2 Adlung (89', Rechtsschuss, Vallori)

Dresden

Kirsten 4 - Gueye 3,5, Leistner 3,5 , Bregerie 2,5, T. Schulz 3,5 - Losilla 3 , Kempe 2 , Stefaniak 4,5 , Ouali 1,5 , R. Koch 1 - Poté 2

TSV 1860

Kiraly 5 - Steinhöfer 5 , Vallori 5, Schindler 5 , Volz 3,5 - Weigl 4, D. Stahl 5 , An. Ludwig 4,5 , Adlung 3 , Stoppelkamp 4 - Osako 4

Schiedsrichter-Team

Daniel Siebert Berlin

4,5
Spielinfo

Stadion

Glücksgas-Stadion

Zuschauer

27.344

Schon an diesem Donnerstag (18.30 Uhr) ist Dresden im Sachsen-Derby in Aue gefordert. 1860 München empfängt am Samstag (13 Uhr) Bielefeld.