2. Bundesliga 2013/14, 21. Spieltag
18:48 - 19. Spielminute

Tor 0:1
Yabo
Kopfball
Vorbereitung van der Biezen
Karlsruhe

18:53 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Fürstner
Fürth

19:19 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Baba
Fürth

19:23 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Alibaz
Karlsruhe

19:44 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Mast
für Alibaz
Karlsruhe

19:49 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Torres
Karlsruhe

19:57 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Micanski
für Hennings
Karlsruhe

20:04 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Mudrinski
für Sparv
Fürth

20:06 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
G. Krebs
für Torres
Karlsruhe

20:18 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Azemi
für Gießelmann
Fürth

20:17 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Pledl
für Füllkrug
Fürth

20:21 - 82. Spielminute

Tor 1:1
Röcker
Kopfball
Vorbereitung Brosinski
Fürth

FUE

KSC

Kurioser Zwischenfall in der Trolli-Arena

Yabo knipst Fürth aus, Röcker wieder an

Yabo

Brachte den KSC in Front: Mittelfeldmann Yabo. picture alliance

Fürths Trainer Frank Kramer musste im Vergleich zur 1:2-Pleite in Kaiserslautern auf einer Stelle seine Startelf umbauen: Korcsmar fiel verletzt aus, Röcker rückte dafür in die Innenverteidigung. KSC-Trainer Markus Kauczinski tat es seinem Gegenüber gleich und musste nach dem 1:1 gegen Ingolstadt ebenfalls ein Mal Personal ändern: Schwertfeger agierte für den gesperrten Abräumer Peitz (10. Gelbe Karte) im Mittelfeld. Gänzlich fehlte zudem Stürmer Nazarov, der damit die erste seiner drei Partien Rotsperre absaß.

Nicht nur, dass das Spiel in der Trolli-Arena schon ob der Tabellenkonstellation (Fürth Zweiter, Karlsruhe Vierter) für Vorfreude gesorgt hatte, die Teams heizten das Feuer im Vorfeld noch mit den eigenen jüngsten Bilanzen ordentlich an. Die Mittelfranken nämlich gewannen die jüngsten drei Partien zu Hause allesamt gar zu Null (1:0 gegen Aalen, 1:0 gegen Cottbus und 3:0 gegen Paderborn), der KSC sammelte hingegen zuletzt sieben Zähler in der Fremde.

Eine fußballerische Weisheit

Dementsprechend wagten sich beide Mannschaften direkt nach vorne, kreierten erste Torannäherungen. VfB-Leihgabe Röcker köpfte eine gute Ecke von Brosinski drüber (8.), auf Seiten der Badener verzog der agile Torres aus spitzem Winkel - Mavraj ließ sich hier zu leicht abkochen (11.). Fortan erarbeiteten sich die Hausherren dann mehr Feldvorteile, trieben das Leder klug über die Außen, die Mitte und erarbeiteten sich außerdem einige Standards. Was fehlte, war einzig und allein das erlösende Führungstor. Trinks hätte eigentlich dafür sorgen müssen, als er nach einem Linksschuss von Sparv, den Torhüter Orlishausen stark parierte, abstauben durfte. Doch auf der Linie spritzte Klingmann gerade noch rettend dazwischen (16.).

Fanblock in der dunklen Trolli-Arena

Licht aus, eigene Lichter an: Das dachten sich die Fans in der Trolli-Arena. picture alliance

Auf das Folgende passte dann eine alte Fußballweisheit. Denn da Trinks die Fürther Chance nicht nutzte, wusste sie KSC-Akteur Yabo quasi im Gegenzug zu verwerten. Der Mittelfeldmann profitierte hier von einem klugen Kopfball von van der Biezen am langen Pfosten, musste das Rund folglich nur noch über die Linie drücken (19.). Alibaz traf später zudem mit einem Freistoß den Pfosten (35.).

Wo ist der Lichtschalter?

Das Kleeblatt zeigte sich insgesamt jedoch nicht groß geschockt, wollte direkt wieder rankommen - durfte aber nicht. Warum? Weil in der 31. Minute das Licht in der Trolli-Arena ausfiel. Nach knapp 15 Minuten rollte das Spielgerät wieder, wenn auch bis zur Pause keine Großchancen mehr gebart wurden und ein direkter Freistoß von Stieber von der Torlinie gekratzt wurde (40.). Die Mittelfranken jedenfalls waren vor und nach dem Lichtausfall teilweise drückend überlegen, der KSC führte demnach etwas glücklich.

Der 21. Spieltag

Stiebers Pfostenknaller

Anpfiff zur zweiten Halbzeit, und schon marschierte Greuther Fürth wieder mit Volldampf in Richtung des Tores von KSC-Schlussmann Orlishausen. Stieber ballerte einen schönen Querpass von Füllkrug an den rechten Pfosten (46.). Die Gäste konnten darauf nur mit etwas mehr Härte anworten - Torres sah zum Beispiel für ein hartes Einsteigen die Gelbe Karte (50.). Der Gastgeber machte das zuweilen richtig gut. Mal ging es über links und den ackernden Baba, mal durch die Mitte über Trinks - und immer mal wieder wurde der Druck herausgenommen, das Spielgerät sicher über die eigene Viererkette zirkuliert. Für einen kurzen Aufreger sorgte Mavraj, der im eigenen Strafraum wegrutschte, dann aber rechtzeitig klären konnte (64.).

Der kontrollierte Aufbau kostete allerdings Zeit und brachte wenig Chancen ein. Grund: Die Badener igelten sich gewaltig hinten ein, schlossen die Lücken am Strafraum. Einmal brachte das Kleeblatt diese Mauer jedoch noch zum Einsturz: Röcker stieg am kurzen Pfosten nach einer Brosinski-Ecke am höchsten und köpfte den Ball rechts unten ins Tor der Karlsruher. Schlussmann Orlishausen hatte keine Abwehrchance (82.). Mit den letzten Kraftreserven sicherte sich der Sportclub beherzt den einen Punkt - Fürth musste sich vorwerfen lassen, nicht klarer die vielen Gelegenheiten ausgespielt zu haben. Dennoch: Beide Klubs bleiben dick im Rennen um die Aufstiegsränge.

Am nächsten Montag (20.15 Uhr) reist Fürth zum Topspiel nach Köln, der KSC empfängt bereits am Samstag (13 Uhr) den SV Sandhausen.