2. Bundesliga 2013/14, 14. Spieltag
18:50 - 20. Spielminute

Tor 1:0
Caiuby
Rechtsschuss
Vorbereitung Danilo
Ingolstadt

19:39 - 52. Spielminute

Tor 2:0
Eigler
Rechtsschuss
Vorbereitung Danilo
Ingolstadt

19:46 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Pohjanpalo
für Mössmer
Aalen

19:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Buballa
für Klauß
Aalen

20:01 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Engel
für Mo. Hartmann
Ingolstadt

20:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Schäffler
für Eigler
Ingolstadt

20:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Reichwein
für A. Hofmann
Aalen

20:19 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
P. Hofmann
für Caiuby
Ingolstadt

FCI

AAL

Aalen: Die ersten Gegentore nach zuvor drei Spielen ohne

Ohne Angriffsmotor: VfR scheitert an Caiuby und Co.

Caiuby (2. von links)

Wer hat den besten Distanzschuss? An diesem Abend auf jeden Fall Caiuby (2. von links). picture alliance

Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl radierte nach dem 1:1 in Paderborn zwei Namen auf dem Spielberichtsbogen in der Startformation aus: Hajnal und Hofmann machten Platz für Roger und Eigler. Auf Seiten des VfR gab es hinsichtlich des 1:0 gegen Düsseldorf einen Wechsel: Buballa rückte raus, Klauß rein. Stefan Ruthenback, der Coach der Ostalbstädter musste sich im Vorfeld allerdings von der Partie abmelden, da seine Mutter tragischerweise und nach schwerer Krankheit verstorben war. Für ihn leitete Assistenzübungsleiter Michael Schiele die Geschicke von der Seitenlinie aus.

Das Wiedersehen

Für Hasenhüttl war es zudem ein besonderer Tag. Denn bis Ende der vergangenen Saison betreute der Österreicher den Gast aus Aalen, hievte den Klub in die 2. Bundesliga und etablierte diesen dort. Klar, dass an diesem Abend aus seiner Sicht Emotionen mit in der Waagschale lagen: "Dieses Spiel ist schon etwas Besonderes für mich. Ich hatte dort zweieinhalb sehr schöne und erfolgreiche Jahre." Dennoch standen seine Schanzer klar im sportlichen Vordergrund - die Rote Laterne sollte wenigstens vorübergehend abgegeben werden. Sein Rezept: "Kontrollierte Offensive." Ein guter Gedanke, zumal die Schwarz-Weißen aus den letzten drei Partien sieben Zähler ergatterten und dabei nicht einmal ein Gegentor einstecken mussten.

Ein Distanzschuss sitzt

Auf die Abwehr schienen sich die Gäste allerdings mit Anpfiff zu sehr zu verlassen. Was sie nämlich dabei vergaßen, war die eigene Offensive. Kurzum: Der VfR erspielte sich im gesamten ersten Durchgang lediglich zwei Torannäherungen - ein Klauß-Kopfball und ein Leandro-Distanzschuss (27., 43.).

Besser machten es da schon die Gastgeber, auch wenn die ihrerseits kein besonderes Feuerwerk anzündeten. Zugegeben, es war auch schwer, sich Lücken im Aalener Bollwerk zu erarbeiten, die nur auf Konter lauerten. Das probate Mittel: der Schießstand aus der Distanz. Eigler machte den Anfang (18.), ehe Caiuby einen besseren Zielfokus präsentierte und aus knapp 20 Metern das Leder im rechten unteren Eck versenkte (20.). Eine Minute später zielte Hartmann wohl zu genau, nagelte das Spielgerät ans Quergebälk. Umso näher schließlich der Pausentee kam, umso weniger Höhepunkte konnten im Ingolstädter Sportpark bewundert werden - eben bis auf den Leandro-Schuss, den Torwart Özcan per Übergreifen parieren konnte.

Der 14. Spieltag

Neue Halbzeit, altes Spiel

Die zweiten 45 Minuten begannen mit den gleichen Wellenbewegung des ersten: Der VfR postierte sich in der eigenen Hälfte oder knapp über der Mittellinie, der FCI führte den Ball clever in den eigenen Reihen. Wenn der Gast schließlich aufrückte, wurden die Schnittstellen anvisiert und so das Mittelfeld leichter überbrückt. So erspielten sich die Oberbayern auch gleich den ersten Höhepunkt, als da Costa im Strafraum Eigler suchte, der jedoch knapp verpasste (51.). Besser lief es kurz darauf: Der VfR verlor das Rund im eigenen Aufbau, Danilo nahm anschließend Tempo auf und band vor dem Strafraum drei Gegenspieler, die sich nur auf ihn konzentrierten. So konnte der Mittelfeldakteur klug nach links für Eigler ablegen, der prompt abschloss und mit Barth, der unglücklich abfälschte, den Weg ins Tornetz fand (52.).

Stefan Ruthenbeck

Fehlte ob eines Trauerfalls und musste von zu Hause aus die Niederlage erleben: VfR-Coach Stefan Ruthenbeck. picture alliance

Relegationsrang erreicht

Die Donaustädter ließen die Partie schlussendlich auslaufen, machten nicht mehr als wirklich nötig. Für zahlreiche Gelegenheiten reichten dies dennoch: Eigler fand den Pfosten, Caiuby und Hartmann vergeigten eine glänzende Zwei-gegen-Eins-Situation (64. und 66.). Immerhin konnten auch die Schwarz-Weißen eine Torannäherung verbuchen - mit gütiger Mithilfe von Torwart Özcan, der weit vor sein Tor eilte, vom weiten Heber von Klauß jedoch nicht überwunden werden (70.). Caiubys knapper Knaller sprach letztlich aber noch einmal für sich (78.) und für die Hausherren. Der FCI hievt sich mit dem Dreier zumindest vorübergehend auf den Relegationsrang, während der VfR im großen Mittelfeld hängen bleibt.

Für Ingolstadt geht es am Samstag (13 Uhr) nach der Länderspielpause mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln weiter, Aalen empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) den FC St. Pauli.