DFB-Pokal Spielbericht

DFB-Pokal 2013/14, 1. Runde
20:48 - 19. Spielminute

Gelbe Karte
Kulovits
Sandhausen

20:57 - 27. Spielminute

Tor 0:1
Ginczek
Rechtsschuss
Vorbereitung Mak
Nürnberg

21:12 - 43. Spielminute

Gelbe Karte
Gebhart
Nürnberg

21:44 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Chandler
Nürnberg

21:43 - 57. Spielminute

Spielerwechsel (Sandhausen)
Linsmayer
für Kulovits
Sandhausen

21:44 - 58. Spielminute

Tor 1:1
Schauerte
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Schauerte
Sandhausen

21:46 - 60. Spielminute

Gelbe Karte
Ginczek
Nürnberg

21:48 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Schauerte
Sandhausen

21:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Frantz
für Gebhart
Nürnberg

21:55 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Kiyotake
Nürnberg

21:56 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Sandhausen)
Löning
für Knoll
Sandhausen

22:01 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
D. Schulz
Sandhausen

22:05 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Sandhausen)
D. Blum
für Jovanovic
Sandhausen

22:14 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Drmic
für Mak
Nürnberg

22:31 - 98. Spielminute

Gelbe Karte
M. Zimmermann
Sandhausen

22:31 - 99. Spielminute

Gelbe Karte
Pogatetz
Nürnberg

22:49 - 113. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Plattenhardt
für Pinola
Nürnberg

SAN

FCN

Nürnberg scheidet erneut in der 1. Runde aus

Riemann avanciert zum Pokalhelden

Beinschuss: FCN-Angreifer Daniel Ginczek tunnelt Sandhausens Keeper Manuel Riemann.

Beinschuss: FCN-Angreifer Daniel Ginczek tunnelt Sandhausens Keeper Manuel Riemann. picture alliance

SVS-Coach Alois Schwartz entschied sich im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Aue zu drei Veränderungen. Riemann hütete für Knaller das Tor, Thiede und Jovanovic ersetzten den Ex-Nürnberger Adler und Kapitän Löning. Die Binde trug Kulovits. Beim FCN ließ Trainer Michael Wiesinger zwei Neuzugänge von Beginn an ran. Pogatetz spielte neben Nilsson in der Innenverteidigung, Ginczek agierte als Sturmspitze. Gar nicht erst im Kader befand sich Esswein.

Der in der Liga noch ohne eigenen Treffer ausgestattete Zweitligist aus Sandhausen wollte seine Pflichtspiel-Torlosigkeit offenbar schnell ablegen und spielte in der Anfangsphase munter nach vorne. Jedoch rutschte erst Jovanovic der Ball über den Scheitel (3.), ehe Thiede aus der Drehung verzog (6.). Dann übernahm Nürnberg so langsam die Kontrolle über das Spiel, in dem es sehr kampfbetont zur Sache ging. Die Franken hatten mehr Ballbesitz, nur beim letzten Pass und auch beim Abschluss passte es noch nicht so ganz.

DFB-Pokal

Dies änderte sich in der 27. Minute, als Mak einen Geistesblitz hatte und den Ball durch die Schnittstelle in den Lauf von Ginczek spitzelte. Dieser blieb im Duell mit SVS-Keeper Riemann cool und schob den Ball durch dessen Beine ins Tor - 1:0 für den Favoriten.

Die Schwartz-Elf hatte mit dem Rückstand einige Minuten zu kämpfen und haderte mit sich. Die Partie entwickelte sich unterdessen zu einer zähen Angelegenheit und plätscherte vor sich hin. Erst in der Schlussphase fand der SVS wieder zu seinem Rhythmus und spielte wieder mutiger nach vorne. Einer erfolglosen Serie von drei Eckstößen folgte noch ein gefährlicher Achenbach-Freistoß, bei dem FCN-Schlussmann Schäfer Kopf und Kragen riskieren musste, den Ball aber über den Querbalken lenken konnte (44.).

Ausgleich: Schauerte überwindet Schäfer.

Ausgleich: Schauerte überwindet Schäfer. picture alliance

Ohne personelle Veränderungen begannen beide Mannschaften in die zweite Hälfte, in der erneut der SVS den besseren Start hinlegte. Thiede (51.) und Jovanovic (52.) hatten erste Möglichkeiten. Auf der Gegenseite kam Feulner zum Abschluss (56.). Dann kochte die Stimmung am Hardtwald plötzlich hoch. Bei einem Sandhäuser Freistoß zeigte Schiedsrichter Norbert Grudzinski auf den Elfmeterpunkt. Chandler hatte Schauerte umklammert und damit zu Fall gebracht. Der Gefoulte ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht nehmen und beendete zeitgleich den Torfluch der Sandhäuser (58.).

Die Partie war nun ein offener Schlagabtausch, dem kein Klassenunterschied anzumerken war. Im Gegenteil: Sandhausen war dem FCN absolut ebenbürtig und hatte nach wie vor seine Chancen. Die beste Möglichkeit hatte Klotz, der aus dem von der Nürnberger Defensive gewährten Platz aber zu wenig machte und einen unnötigen Fehlpass spielte (70.). Generell wirkte der Außenseiter nun gieriger auf die Pokal-Überraschung und schwärmte immer wieder in Richtung Schäfers Tor aus, ohne dieses nochmal ernsthaft zu gefährden. Auf der Gegenseite musste Riemann auch nicht mehr eingreifen, ehe der Referee die reguläre Spielzeit beendete – Verlängerung!

In dieser hatte zunächst der Bundesligist wieder Oberwasser und zugleich die Riesenchance durch den eingewechselten Drmic, der Riemann umkurven wollte, mit diesem Plan aber scheiterte (92.). Auch Frantz konnte wenig später das Spielgerät nicht im Tor unterbringen (100.) und so ging es nach dem letzten Seitenwechsel in die Schlussviertelstunde. Jetzt wirkten plötzlich die Gastgeber wieder tonangebend und hatten diverse gute Kontergelegenheiten. Dennoch: Die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen. Dort hatte Nürnberg den Vorteil, vorlegen zu können. Doch schon in der zweiten Runde war dieser Vorteil dahin: Balitsch scheiterte an Riemann. Nachdem Schauerte, Löning, Achenbach und Blum ihre Elfmeter verwandelt hatten, musste Plattenhardt schon treffen, um den Club im Spiel zu halten. Riemann entschied sich aber erneut für die richtige Ecke und besiegelte das Aus für den Bundesligisten.

Tore und Karten

0:1 Ginczek (27', Rechtsschuss, Mak)

1:1 Schauerte (58', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Schauerte)

Sandhausen

Riemann - Schauerte , Kister , D. Schulz , Achenbach - M. Zimmermann , Kulovits , Klotz , Thiede , Knoll - Jovanovic

Nürnberg

R. Schäfer - Chandler , Nilsson , Pogatetz , Pinola - Balitsch , Kiyotake , Feulner , Gebhart , Mak - Ginczek

Schiedsrichter-Team

Norbert Grudzinski Hamburg

Spielinfo

Stadion

Hardtwaldstadion

Zuschauer

7.300

In der 2. Liga geht's für den SVS am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr gegen Energie Cottbus weiter. Einen Tag früher muss der Club zum Bundesligaauftakt um 15.30 Uhr bei der TSG Hoffenheim ran. Am selben Abend (21 Uhr) findet zudem die Auslosung der zweiten Runde statt.

Favoritensterben en masse