DFB-Pokal Spielbericht

15:05 - 36. Spielminute

Tor 1:0
Hille
Kopfball
Vorbereitung M. Lorenz
Bielefeld

15:34 - 46. Spielminute

Gelbe Karte
Riese
Bielefeld

15:43 - 55. Spielminute

Spielerwechsel
Jackson
für Hochscheidt
Braunschweig

15:50 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Appiah
Bielefeld

15:54 - 66. Spielminute

Tor 1:1
Perthel

Braunschweig

15:59 - 72. Spielminute

Tor 2:1
Jerat
Handelfmeter,
Rechtsschuss
Bielefeld

16:00 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Petersch
für Hille
Bielefeld

16:05 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Ademi
für Oehrl
Braunschweig

16:11 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Sembolo
für Jerat
Bielefeld

16:15 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Kessel
für Caligiuri
Braunschweig

16:20 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Schütz
Bielefeld

16:17 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Sembolo
Bielefeld

16:20 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Burmeister
für Schönfeld
Bielefeld

16:21 - 90. + 4 Spielminute

Rote Karte
D. Dogan
Braunschweig

BIE

BRA

Bielefeld gewinnt erstmals - Dogan sieht Rot

Jerat macht die Überraschung perfekt

Braunschweigs Deniz Dogan im Duell mit Fabian Klos (re.).

Mit Haken und Ösen: Braunschweigs Deniz Dogan im Duell mit Fabian Klos (re.). picture alliance

Arminen-Coach Stefan Krämer vertraute auf dieselbe Elf, die schon beim 1:1 gegen Union Berlin begonnen hatte. Auf der anderen Seite vertraute Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht in seinem ersten Pflichtspiel der Spielzeit 2013/14 auf vier Neuzugänge: Perthel (Duisburg), Oehrl (Augsburg), Hochscheidt (Aue) und Caligiuri (Mainz) durften gleich von Beginn an ran. Überraschenderweise stand Boland überhaupt nicht im Kader.

Auf der Bielefelder Alm zeigte sich, dass Statistiken manchmal irreführend sein können. In der ersten halben Stunde hatte Braunschweig, nahm man die blanken Zahlen als Referenz, klare Vorteile: Der Bundesligist hatte mehr Ballbesitz (63 Prozent), gewann mehr Zweikämpfe (52 Prozent), wurde häufiger gefoult (6:3) und spielte eindeutig mehr Pässe. Die bessere Mannschaft waren die Braunschweiger aber keineswegs, vielmehr liefen sie furios aufspielenden Arminen hinterher.

DFB-Pokal

Die Arminen präsentierten sich vom Anpfiff weg enorm laufstark. Sie verteidigten extrem hoch, störten sehr früh und setzten die Löwen so immer wieder unter Druck. Der Zweitligist sorgte immer wieder über die rechte Seite und dort insbesondere über den agilen Appiah für Wirbel. Braunschweig war indes überhaupt nicht im Spiel und trat mit Ausnahme von einem halbherzigen Hochscheidt-Fernschuss offensiv lange Zeit überhaupt nicht in Erscheinung (23.).

Ganz anders sah die Lage auf der Gegenseite aus. Bielefeld agierte weitaus zielstrebiger, zeigte sich von seiner Schokoladenseite und kam zu zahlreichen guten Chancen. Das Problem war jedoch die Chancenverwertung: Klos (1.), Lorenz per Freistoß (8.), wieder Klos (15.), Appiah (16.), Hornig (22.) und Hille (31.) hatten kein Abschlussglück. In der 36. Minute passierte es dann aber doch: Lorenz zog eine Freistoßflanke von links scharf nach innen, wo sich Hille freilief und aus elf Metern ins lange Eck zur hochverdienten Führung der Gastgeber traf!

Danach zogen sich die Hausherren ein Stück weit zurück und lauerten nun vermehrt auf Konter. Das ermöglichte es den Braunschweigern, für ihren desolaten Auftritt Wiedergutmachung zu leisten. Die Löwen wurden besser und drängten fortan auf den Ausgleich. Mehr als ein direkter Freistoß von Kratz, den Ortega in der 40. Minute stark parierte, sprang für die Eintracht allerdings nicht heraus. Folglich mussten die Braunschweiger mit einem knappen Rückstand den Kabinengang antreten.

Bicakcic als Unglücksrabe - Mit Dogan geht das Temperament durch

Bielefelds Tom Schütz grätscht gegen Torsten Oehrl (re.).

Volle Kraft voraus: Bielefelds Tom Schütz grätscht gegen Torsten Oehrl (re.). picture alliance

In der Halbzeit verzichtete Lieberknecht trotz der schwachen Vorstellung seiner Schützlinge auf personelle Änderungen. Offenbar sollten diejenigen die Suppe auslöffeln, die sie sich auch eingebrockt hatten. Nur funktionierte das nicht! Zwar kam die Eintracht im zweiten Durchgang zu klaren Feldvorteilen, wusste damit gegen die nun tief stehenden Bielefelder aber überhaupt nichts anzustellen. Torchancen der Gäste waren weiterhin nicht geboten. Im zweiten Durchgang war das Tempo insgesamt nicht mehr ganz so hoch. Hinzu kam, dass sich verstärkt Nickeligkeiten einschlichen und es deshalb zunehmend zu Spielunterbrechungen kam. Aus einer solchen resultierte schließlich auch der unverhoffte Ausgleich: Perthel zirkelte einen Freistoß aus etwa 22 Metern halbrechter Position ins linke Eck - es war das Torwarteck (66.).

Der Nackenschlag für die Bielefelder? Keineswegs! Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich dribbelte Schönfeld in den gegnerischen Sechzehner und hatte dort das Glück des Tüchtigen: Bicakcic stoppte den Ball unfreiwillig mit der Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jerat sicher in die Mitte - 2:1 (72.). Die Eintracht musste also wieder einem Rückstand hinterherjagen. Das kostete zweifellos Kraft, vor allem weil die Arminen nicht nachließen. Eine spannende Schlussphase war die logische Konsequenz.

In dieser vergaben Klos (79.) sowie die eingewechselten Sembolo (86.) und Petersch (90.+3) die Vorentscheidung. Letzt Endes musste Krämer damit nicht hadern, denn seine Schützlinge brachten den 2:1-Sieg in Überzahl - Dogan hatte in der Nachspielzeit wegen einer völlig unnötigen Tätlichkeit gegen Schütz Rot gesehen (90.+4) - über die Zeit.

Für die Braunschweiger Eintracht startet das Abenteuer Bundesliga am kommenden Samstag, den 10. August, mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de). Die Auslosung der 2. DFB-Pokal-Runde findet am selben Tag statt und wird vom Bezahlsender Sky übertragen und kann auch LIVE! bei kicker.de verfolgt werden. Tags darauf gastieren die Bielefelder am Millerntor beim FC St. Pauli (13.30 Uhr).

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Favoritensterben en masse