Champions League 2012/13, Finale in London
21:14 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Dante
Bayern

22:01 - 60. Spielminute

Tor 0:1
Mandzukic
Linksschuss
Vorbereitung Robben
Bayern

22:09 - 68. Spielminute

Tor 1:1
Gündogan
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Reus
Dortmund

22:15 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Ribery
Bayern

22:15 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Großkreutz
Dortmund

22:31 - 89. Spielminute

Tor 1:2
Robben
Linksschuss
Vorbereitung Ribery
Bayern

22:33 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Luiz Gustavo
für Ribery
Bayern

22:35 - 90. + 4 Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Gomez
für Mandzukic
Bayern

22:32 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Sahin
für S. Bender
Dortmund

22:33 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Schieber
für Blaszczykowski
Dortmund

BVB

FCB

Heynckes triumphiert auch mit dem FCB

Robben setzt Bayern Europas Krone auf

Bayern-Jubel mit dem Pott

Bayern-Kapitän Philipp Lahm reckt den Henkel-Pott in die Höhe - die Münchner feiern ihren fünften Triumph im Landesmeister-Wettbewerb. Getty Images

BVB-Coach Jürgen Klopp vertraute auf dieselbe Anfangsformation, die beim Saisonabschluss in der Liga eine 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim kassiert hatte. Die Hoffnung auf einen Einsatz vor Götze (Muskelfaserriss) erfüllte sich nicht, der zukünftige Münchner wurde nicht rechtzeitig fit.

Auch auf Seiten der Bayern setzte Trainer Jupp Heynckes exakt auf die Elf, die beim 4:3 in Gladbach eine gelungene Generalprobe gefeiert hatte. Boateng erhielt also in der Innenverteidigung den Vorzug vor van Buyten.

Unter der Leitung des italienischen Referees Nicola Rizzoli startete die Partie bei besten äußeren Bedingungen mit früh attackierenden Dortmundern, die den Spielaufbau zunächst sehr bedächtiger Bayern empfindlich zu stören verstanden.

Die Borussen schafften mit hoher Laufintensität Überzahl in Ballnähe. Aus etlichen frühen Balleroberungen resultierten gegen die oft unsortierte Deckung des deutschen Rekordmeisters einige mehr oder weniger gute Möglichkeiten: Blaszczykowski schoss daneben (10.), gegen Lewandowski (13.) und vor allem wieder Blaszczykowski (15.) sowie Reus (19.) und Bender (22.) musste Neuer jeweils sein Können zeigen.

Was war mit den Bayern? Wenig Bewegung, keine Kombinationen, keine Initiative, Schweinsteiger konnte das Zepter nicht an sich reißen. Die Heynckes-Elf reagierte nur auf einen äußerst bissigen und zweikampfstarken BVB und hatte Glück, dass Ribery nach Mittelfeld-Duell mit Lewandowski nicht einmal Gelb sah, als er den Arm ausfuhr (26.). Diese unschöne Szene war seltsamerweise die Initialzündung für den bis dato ohne Tempo agierenden FCB.

Die Münchner wachten nun auf, jetzt rückte Weidenfeller in den Blickpunkt. Der Keeper lenkte Mandzukics Kopfball an die Latte (27.), Martinez nickte knapp drüber, ehe wieder Weidenfeller im Eins-gegen-eins gegen Robben Sieger blieb (30.).

Auf der Gegenseite antwortete die Borussia auf beginnende Ballkontrolle des Kontrahenten mit der nächsten Großchance durch Lewandowski, der Boateng stehenließ, aber wieder an Neuer scheiterte (35.). Das Spiel war nun offen, Lahm & Co. profitierten vom einen oder anderen Dortmunder Fehler, aber der umtriebige, aber vor dem Tor zu unentschlossene Robben konnte Unsicherheiten in der Deckung der Westfalen nicht nutzen (37., 43.), ehe es in die Pause ging.

Mit unverändertem Personal startete Durchgang zwei, auch der am Oberschenkel angeschlagene Boateng kehrte zurück. Würden die Bayern nun zu ihrer in dieser Spielzeit gewohnten Dominanz finden? Zunächst passierte wenig in der Anfangsphase nach Wiederanpfiff. Dem BVB fehlte die Struktur, Bayern die Sicherheit. Hauptsächlich im Mittelfeld spielte sich das Geschehen ab, Strafraumszenen hatten Seltenheitswert.

Riberys Geistesblitz leitet die Führung ein

Wie aus dem Nichts lag der deutsche Rekordmeister dann aber nach genau einer Stunde vorn: Ribery zog am linken Strafraumeck drei Mann auf sich und steckte zu Robben durch. Der Niederländer brachte den Ball an der Grundlinie an Weidenfeller vorbei, und in die Mitte stand Mandzukic richtig und drückte die Kugel über die Linie - 1:0!

Nun hatte der FCB Oberwasser, Mandzukic die nächste Gelegenheit (62.). Aber ein stümperhaftes Foul von Dante an Reus brachte den angeknockten BVB wieder zurück: Der Brasilianer foulte den Blondschopf im Strafraum, Gündogan verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum Ausgleich (68.).

Gündogan verwandelt den Elfmeter zum 1:1

Hoffnung für die Borussia: Ilkay Gündogan verwandelt den Elfmeter zum 1:1-Ausgleich. Getty Images

Hummels knallte drüber (70.), aber die Münchner steckten den Ausgleich gut weg und standen gegen kräftemäßig nachlassende Borussen mehrmals dicht vor dem 2:1: Subotic vereitelte dies nach Müllers Solo mit letztem Einsatz knapp vor der Linie vor Robben (72.), Weidenfeller parierte glänzend gegen Alabas 20-Meter-Hammer (76.), der Pass des durchgebrochenen Müller zu Mandzukic war zu unpräzise (77.).

Der Klopp-Elf ging das Benzin aus, Weidenfeller bewahrte seine Elf gegen Schweinsteigers verdeckten Schuss von der Strafraumgrenze vor dem zweiten Gegentor (87.), war dann aber doch machtlos: Robben dribbelte sich im Zentrum nach Riberys Hackenvorlage elegant an Hummels vorbei und gab frei vor dem Tor diesmal BVB-Keeper überlegt das Nachsehen (89.). Der Knockout für die Dortmunder!

Spieler des Spiels

Arjen Robben Mittelfeld

1
Spielnote

Ein hochklassiges Spiel ab der 1. Minute, taktisch sehr anspruchsvoll. Eine Partie mit vielen Torchancen und einer außergewöhnlichen Spannung bis zum Schluss.

1
Tore und Karten

0:1 Mandzukic (60', Linksschuss, Robben)

1:1 Gündogan (68', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Reus)

1:2 Robben (89', Linksschuss, Ribery)

Dortmund

Weidenfeller 1 - Piszczek 3,5, Subotic 2, Hummels 3, Schmelzer 4,5 - S. Bender 2 , Gündogan 2 , Blaszczykowski 3 , Reus 2, Großkreutz 2,5 - Lewandowski 4

Bayern

Neuer 1 - Lahm 2, J. Boateng 2,5, Dante 3,5 , Alaba 2,5 - Javi Martinez 2, Schweinsteiger 3, Robben 1 , T. Müller 2, Ribery 2,5 - Mandzukic 2

Schiedsrichter-Team

Nicola Rizzoli Italien

4,5
Spielinfo

Stadion

Wembley

Zuschauer

86.298 (ausverkauft)

Jupp Heynckes ist somit bei seinem internationalen Abschiedsspiel der dritte Trainer, der mit zwei unterschiedlichen Vereinen die Champions League gewann - 1998 siegte er mit Real Madrid im Finale gegen Juventus Turin (1:0) - und nun triumphierte er mit den Bayern.

Europas Beste! Der Triumph der Bayern