Europa League Spielbericht

Europa League 2012/13, Viertelfinale

Hinspiel: 0:2

Ergebnis nach Hin- und Rückspiel: 1:3

21:36 - 31. Spielminute

Gelbe Karte
Ziegler
Fenerbahce

21:38 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Cristian
Fenerbahce

21:50 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Kozak
Lazio

22:20 - 56. Spielminute

Spielerwechsel (Lazio)
Klose
für Biava
Lazio

22:24 - 60. Spielminute

Tor 1:0
Lulic
Kopfball
Vorbereitung Candreva
Lazio

22:26 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Caner
Fenerbahce

22:27 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Lulic
Lazio

22:36 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Klose
Lazio

22:38 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Lazio)
Floccari
für Ederson
Lazio

22:38 - 73. Spielminute

Tor 1:1
Caner
Linksschuss
Vorbereitung Webo
Fenerbahce

22:38 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Fenerbahce)
Ucan
für Cristian
Fenerbahce

22:40 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Lazio)
Rozzi
für Kozak
Lazio

22:44 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Fenerbahce)
Mehmet Topuz
für Webo
Fenerbahce

22:51 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Fenerbahce)
Krasic
für Caner
Fenerbahce

LAZ

FEN

Lazio Rom muss enormen Aufwand Tribut zollen

Caner Erkin leitet Feners historischen Triumph ein

zios Ederson im Duell mit Gökhan Gönül (re.).

Vollkontakt: Lazios Ederson im Duell mit Gökhan Gönül (re.). picture alliance

Beide Trainer wechselten im Vergleich zum Hinspiel jeweils zweimal: Roms Coach Vladimir Petkovic brachte Biava und Ledesma für Gonzales (Bank) und Onazi (Gelb-Rot-Sperre). Klose hatte beim 1:1 im Stadtderby gegen den AS Rom einen Schlag abbekommen und war deshalb nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, weshalb der deutsche Nationalspieler auch nur auf der Bank Platz nahm.

Istanbuls Übungsleiter Aykut Kocaman vertraute derweil auf Selcuk Sahin und Caner Erkin im Mittelfeld, die für den angeschlagenen Topal (Bank) und für Sow, der verletzungsbedingt die Reise nach Italien erst gar nicht angetreten hatte, in der Startelf aufliefen.

Die Viertelfinal-Rückspiele

"Wir geben uns nicht geschlagen. Ich glaube noch an das Weiterkommen. Fenerbahce ist nicht unbesiegbar", hatte Petkovic im Vorfeld der Partie erklärt und klar gemacht, in welche Richtung das Spiel vor leeren Tribünen - Lazio musste das Spiel wegen einer Strafe der UEFA unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen - gehen sollte. Entsprechend motiviert starteten die Laziali dann auch in die Begegnung. Die Römer zeigten sich aggressiv, gingen lange Wege und marschierten immer wieder rasch nach vorne.

Den Italienern fehlte es gegen defensiv durchaus solide Istanbuler allerdings an Geduld: Lazio schloss oft zu überhastet ab. So waren die Gastgeber lange Zeit, wenn überhaupt, nur durch Fernschüsse gefährlich - Candreva (4.), Ederson (7.) und Hernanes (11., 13., 15.) fehlte es an Genauigkeit. Die Istanbuler fanden derweil offensiv nur bedingt statt, ab und an fuhren sie sporadische Entlastungsangriffe (21., Meireles).

Fenerbahce gerät unter Dauerdruck - Kalte Dusche für Lazio

Istanbuls Gökhan Gönül im Duell mit Radu (vorne)

Aufgepasst: Istanbuls Gökhan Gönül im Duell mit Radu (vorne). picture alliance

Das Hauptaugenmerk hatten die Türken klar auf die Defensive gelegt. Fener stellte die Räume mit zwei dicht gestaffelten Ketten prima zu und bot dem Gegner vor allem in der Nähe des eigenen Sechzehners kaum Lücken. Das sichtlich engagierte Rom hatte zwar deutlich mehr Spielanteile und auch ein Chancenplus, allerdings kamen die Laziali weiterhin ausschließlich aus der Distanz zu nennenswerten Abschlüssen - Candreva verzog zweimal binnen zehn Minuten (27., 37.). Ederson schaffte es kurz vor der Halbzeit dann sogar einmal im Strafraum zum Abschluss zu kommen (41.). Weil aber Demirel auf dem Posten war und den Schrägschuss des Brasilianers parierte, blieb es letztlich beim 0:0-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel drehten die Römer abermals an der Temposchraube und wollten es nun mit aller Macht erzwingen. Fenerbahce geriet fortan unter Dauerdruck und hatte Glück, dass Kozak Demirels Irrflug in der 46. Minute nicht bestrafen konnte. Kurz darauf stand der Tscheche erneut im Rampenlicht, diesmal köpfte er aus kurzer Distanz knapp drüber (48.). Petkovic erhöhte nach 56 Minuten das Risiko, brachte mit Klose für Biava einen Stürmer für einen Verteidiger.

Ein Tor der Laziali war aufgrund des Spielverlaufs und der nun drückenden Überlegenheit längst überfällig - und nach einer Stunde war es soweit! Der auffällige Candreva flankte gefühlvoll von rechts in die Gefahrenzone zu Lulic, der aus sechs Metern wuchtig unter die Latte zum hochverdienten 1:0 köpfte. Eine halbe Stunde hatten die Italiener, um die Verlängerung zu erzwingen. Für beide Teams stand viel auf dem Spiel, das zeigte sich dann auch auf dem Rasen durch immer härter werdende Zweikämpfe. Außerdem drängte sich zunehmend die Frage auf, ob die Kräfte der Gastgeber reichen würden - immerhin hatten sie ein "mörderisches" Tempo vorgelegt.

Anscheinend nicht. Das wurde in der 73. Minute deutlich, als die Römer im eigenen Sechzehner nicht konsequent genug verteidigten und der Ball über Kuijt und Webo bei Caner Erkin landete. Der linke Mittelfeldspieler, der sich zuvor seine dritte Gelbe Karte eingebrockt hatte und im Halbfinalhinspiel fehlen wird, hatte freie Schussbahn und sorgte dann aus zehn Metern für die kalte Dusche - 1:1. Nach dem Ausgleich zeigten sich die Hausherren zwar weiterhin bemüht, spielten fortan aber nicht mehr mit letzter Konsequenz. So blieb Canas Kopfball, den Demirel noch an die Latte lenkte (82.), der einzige echte Aufreger in einer eher ereignisarmen Schlussphase.

Tore und Karten

1:0 Lulic (60', Kopfball, Candreva)

1:1 Caner (73', Linksschuss, Webo)

Lazio

Marchetti - Biava , Ciani , Cana , St. Radu - Ledesma , Lulic , Ederson , Hernanes , Candreva - Kozak

Fenerbahce

Volkan - Gökhan Gönül , Yobo , Egemen Korkmaz , Ziegler - Raul Meireles , Selcuk Sahin , Kuijt , Cristian , Caner - Webo

Schiedsrichter-Team

Pavel Kralovec Tschechien

Spielinfo

Stadion

Olimpico

Zuschauer

Für Lazio geht es in der Serie A am Montag (20.45 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Juventus Turin weiter. Tags zuvor (18 Uhr) empfängt Fenerbahce die Mannschaft von Eskisehirspor. Bereits am Freitag richtet sich der Blick in die Schweiz: Um 12 Uhr werden dann in Nyon die Halbfinalpaarungen der Europa League ausgelost (LIVE! bei kicker.de).