Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 3. Spieltag

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Michél Mazingu-Dinzey Mittelfeld

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 An. Schmidt (31', Rekdal)

2:0 Veit (69', Covic)

2:1 Wynhoff (79', Lupescu)

2:2 Effenberg (90', direkter Freistoß)

Hertha

Fiedler 2,5 - Herzog 2,5 , Karl 3 , Sverrisson 3 - Mazingu-Dinzey 2, An. Schmidt 2,5 , Veit 3 , Mandreko 2, Covic 3 , Rekdal 3 - A. Kruse 3

Gladbach

Kamps 3 - Chiquinho 4 , H. Fournier 4 , Andersson 3,5 , M. Pedersen 4,5 - Lupescu 4, Witeczek 4, Pflipsen 4,5, Effenberg 3,5 - Juskowiak 4,5, Pettersson 4,5

Schiedsrichter-Team

Bernhard Zerr Ottersweier

5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

51.321

Hertha-Trainer mußte sein Team verletzungsbedingt umstellen. Für Roy (Zerrung) brachte Röber jedoch keinen zweiten Stürmer, sondern einen zusätzlichen Akteur für die Defensive: Andreas Schmidt nahm sich Borussen-Regisseur Pflipsen an, Dinzey, der noch in Lautern zusammen mit Veit und Mandreko in einer Dreierkette vor dem Abwehrverband aufgeboten wurde, hatte ebenso eine Sonderaufgabe zu erledigen. Gegenspieler Effenberg als zweiter offensiver Mann hinter den Gladbacher Sitzen wurde in Manndeckung genommen. Auch Gladbachs Trainer Bongartz baute seine Anfangsformation im Vergleich zur Begegnung gegen Bayern München am Mittwoch um. Der Schwede Andersson rückte nach seinem Länderspiel-Einsatz für Schweden gegen Litauen in die Viererkette und übernahm die zentrale Position. Neben Andersson bekamen auch Pedersen (links) und Fournier eine Bewährungschance von Anfang an. Fournier ersetzte den verletzten Klinkert, Pedersen kam für Schneider. Die Anfangsphase wurde geprägt von gegenseitigem Abtasten, ohne allzu große Überraschungsmomente auf beiden Seiten. Lediglich durch Fernschüsse von Hertha-Libero Karl gab es Gefahr. Nach einer Viertelstunde jedoch übernahmen die Berliner mehr und mehr die Initiative. Besonders über die Außenpositionen wurde Druck gemacht, setzten Covic und Mandreko die Akzente. Auffällig das ständige Rochieren von Veit und Mandreko im offensiven Mittelfeld, das die wiederum umformierte Gladbacher Viererkette vor Probleme stellte. Das Spiel der Borussen geriet ins Stocken, da das Umschalten von Abwehr auf Angriff zu schleppend vonstatten ging. Die Sturmspitzen Pettersson und Juskowiak (der Pole hatte die einzige Gladbacher Möglichkeit nach 15 Minuten) hingen in der Luft. Die Führung der Hausherren war so schon fast logische Folge. Nach einem Ballverlust von Effenberg an der Außenlinie war es der verbesserte Rekdal, der Andreas Schmidt mustergültig bediente. Nach der Pause das gleiche Bild. Obwohl sich die Gäste bemühten, kontrollierte Hertha die Partie. Sämtliche Gladbacher Schlüsselspieler wurden neutralisiert. Mit der Einwechslung von Wynhoff für Fournier setzte Bongartz alles auf eine Karte - und wurde mit dem 2:0 von Veit promt bestraft. Nach dem Platzverweis von Herzog kippte die Partie, Gladbach drängte Hertha in die eigene Hälfte und kam zu späten Treffern von Wynhoff und Effenberg und zum 2:2-Ausgleich. Spieler des Spiels: Michael Dinzey