U-21-Europameisterschaft 2013, Finale
18:06 - 6. Spielminute

Tor 0:1
Thiago
Kopfball
Vorbereitung Morata
Spanien

18:10 - 10. Spielminute

Tor 1:1
Immobile
Rechtsschuss
Vorbereitung Bianchetti
Italien

18:13 - 12. Spielminute

Gelbe Karte
Koke
Spanien

18:18 - 18. Spielminute

Gelbe Karte
Verratti
Italien

18:27 - 27. Spielminute

Gelbe Karte
Tello
Spanien

18:31 - 31. Spielminute

Tor 1:2
Thiago
Linksschuss
Vorbereitung Koke
Spanien

18:38 - 38. Spielminute

Tor 1:3
Thiago
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Tello
Spanien

19:05 - 47. Spielminute

Gelbe Karte
Inigo Martinez
Spanien

19:16 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Gabbiadini
für Immobile
Italien

19:16 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Saponara
für Florenzi
Italien

19:23 - 65. Spielminute

Gelbe Karte
Regini
Italien

19:24 - 66. Spielminute

Tor 1:4
Isco
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Montoya
Spanien

19:28 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Muniain
für Tello
Spanien

19:29 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Caldirola
Italien

19:34 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Crimi
für Verratti
Italien

19:36 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Crimi
Italien

19:37 - 80. Spielminute

Tor 2:4
Borini
Rechtsschuss
Vorbereitung L. Insigne
Italien

19:39 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Rodrigo Moreno
für Morata
Spanien

19:44 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Camacho
für Koke
Spanien

ITA

SPA

Spanien zum vierten Mal U-21-Europameister

Spanien ist der neue und alte Europameister

Thiago Alcantara, Morata und Tello (v.li.) beim Jubel

Freude pur: Thiago Alcantara, Morata und Tello (v.li.) beim Jubel. Getty Images

Italiens Nationaltrainer Devis Mangia vertraute auf dieselbe Elf wie beim 1:0-Halbfinalsieg gegen die Niederlande. Auf der anderen Seite tauschte Spaniens Nationalcoach Julen Lopetegui nach dem 3:0 über Norwegen einmal: Morata stürmte anstelle von Rodrigo. Torhüter de Gea feierte seinen 27. Einsatz in der "Rojita" und stellte damit den bisherigen Rekord von Santi Denia ein.

"In der Vergangenheit haben in verschiedenen Wettbewerben schon die schwächer eingeschätzten Teams gewonnen", hatte Mangia seinen Schützlingen vor der Partie Mut gemacht. Zunächst sah es aber so aus, als wäre den Spaniern nicht beizukommen. Die "Rojita" begann mit gewohnt viel Ballbesitz, drückte Italien gleich tief in die eigene Hälfte und lag nach sechs Minuten vorne: Morata narrte gleich drei Gegenspieler und flankte anschließend präzise von der linken Grundlinie nach innen zu Thiago Alcantara, der per Kopf einnetzte - 1:0.

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Die "Azzurrini" schienen heillos überfordert, hatten dann aber das Glück und spanische Unachtsamkeit auf ihrer Seite. Bei einem langen Ball von Bianchetti entwischte Immobile der spanischen Deckung und besorgte dann per Heber den (schmeichelhaften) Ausgleich (10.).

Auch wenn das 1:1 nicht wirklich verdient war, so tat es der Partie gut, denn Italien erkannte, dass es eine Chance hatte. Die Begegnung wurde in der Folge offener, wenngleich der Titelverteidiger weiterhin mehr vom Spiel hatte und sich ein Chancenplus erarbeitete - Morata (15.) und Koke (19.) scheiterten am glänzend aufgelegten Schlussmann Bardi. Dass die Iberer auch über einen exzellenten Schlussmann verfügen, wurde nach 25 Minuten deutlich, als de Gea stark gegen Florenzi parierte.

Thiago Alcantara erzielt seine Treffer Nummer zwei und drei

Donati, Bianchetti und Verratti (v.li.) ratlos

Von einem anderen Stern: Donati, Bianchetti und Verratti (v.li.) ratlos. Getty Images

Es war ein rassiges, unterhaltsames und vor allem temporeiches Spiel - ein Finale, wie man es sich wünschte. Beide Mannschaften wollten, doch Italien war zu limitiert im Spiel nach vorne. Der Rekord-U-21-Europameister strahlte - wenn überhaupt - nur über lange Bälle Gefahr aus. Ganz anders die Spanier, die mit ihrem flinken Passspiel immer wieder in aussichtsreiche Positionen kamen (Morata, 26., 29.).

Kurz darauf war es soweit: Caldirola unterlief eine Koke-Flanke aus dem linken Halbfeld und eröffnete so Thiago Alcantara die große Möglichkeit. Der Kapitän bedankte sich und stellte auf 2:1 (31.). Damit nicht genug, denn etwas später räumte Donati im eigenen Sechzehner Tello unsanft um und verursachte einen Foulelfmeter - Thiago Alcantara übernahm die Verantwortung, jagte das Leder kraftvoll in die Maschen und besorgte mit seinem dritten Treffer den 3:1-Pausenstand (38.).

Isco bricht den italienischen Willen endgültig

Mangia verzichtete auf personelle Änderungen zum Seitenwechsel und baute weiter auf seine Startelf. Und die "Azzurrini" bewiesen Moral und setzten über Insigne (48.) und Florenzi (51.) erste Akzente. Zwingend war das allerdings nicht - zu ballsicher und zu abgeklärt präsentierten sich die Spanier, die das hochklassige Spiel kontrollierten und sich gelegentlich auch vor Bardi blicken ließen (Isco, 54.; Tello, 61.). Etwas später war der italienische Wille endgültig gebrochen: Nach Reginis ungestümen Foul im eigenen Sechzehner an Montoya, zeigte der slowenische Schiedsrichter Matej Jug erneut auf den Punkt - diesmal trat Isco an und verwandelte sicher zum 4:1 (66.).

Gewohntes Bild bei Titelkämpfen: Am Ende feiert Spanien.

Gewohntes Bild bei Titelkämpfen: Am Ende feiert Spanien. Getty Images

Die Italiener ließen danach die Schultern hängen und ergaben sich nun in ihr Schicksal, während die Spanier phasenweise brillierten und über Morata nachlegen hätten können (73.). Im Großen und Ganzen hatte die Begegnung jetzt aber nicht mehr das Niveau aus den ersten 60 Minuten, die Luft war ein wenig raus. Auch die Iberer schalteten einen Gang runter und wurden prompt dafür bestraft: Insigne bediente Borini, der aus 17 Metern abzog. De Gea musste den leicht abgefälschten Schuss passieren lassen (80.). Ein Fünkchen Hoffnung keimte bei den Italienern wieder auf. Und die "Azzurrini" kamen noch einmal, konnte die Spanier schlussendlich aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr bringen.