Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Horst Steffen Abwehr

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 H. Steffen (54', Salou)

Duisburg

Gill 3 - Hajto 3, Emmerling 4 , Wohlert 2,5 - Hirsch 2 , Wolters 3,5 , Neun 4 , H. Steffen 2 , M. Zeyer 3 - Salou 2, Osthoff 2,5

Schalke

Lehmann 2 - Thon 3,5 , de Kock 5, Linke 4 - Látal 4, Büskens 4, van Hoogdalem 3,5, Nemec 4,5, Wilmots 5 - Goossens 5 , Eijkelkamp 4,5

Schiedsrichter-Team

Torsten Koop Lüttenmark

3,5
Spielinfo

Stadion

Wedaustadion

Zuschauer

23.500

Duisburgs Trainer Funkel brachte mit Neun einen Mittelfeldspieler für Stürmer Spies, stellte dafür Osthoff neben Salou in die Spitze. Zeyer sollte die Offensive diesmal nicht von zentraler, sondern von der linken Halbposition ankurbeln. Zentral spielte Hirsch, der als reiner Manndecker für Schalkes offensivsten Mittelfeldmann Wilmots abgestellt wurde. Ergebnis: Zeyer entfaltete zwar nicht immer die gewohnte Wirkung, wichtiger aber war, daß Wilmots überhaupt nicht ins Spiel kam, von Hirsch über 90 Minuten klar und deutlich beherrscht wurde. Schalkes Coach Stevens vertraute der Elf, die Leverkusen zum Auftakt 2:1 besiegt hatte, mußte aber mit ansehen, daß Kampf, Leidenschaft und Aggressivität auf der Strecke geblieben waren. Die Gäste begannen zwar sehr souverän, kontrollierten 20 Minuten lang abgeklärt und ballsicher das Geschehen, blieben danach aber beinahe alles schuldig. Zweikämpfe wurden zu 80 Prozent eine Beute der Duisburger, das Schalker Mittelfeld ließ Abstimmung und letzten Einsatz vermissen, in der Spitze fehlten die Anspielstationen (Eijkelkamp baute nach einer halben Stunde stark ab, Goossens war ein Totalausfall), und die Abwehr (Ausnahme Torhüter Lehmann) wirkte unsicher, ließ sich von den trickreichen Salou und Osthoff vor allem nach der Pause etliche Male ausmanövrieren. Zudem fehlte die ordnende Hand Thons, der sich nach Zusammenprall mit Salou (25. Minute) mit Rippen- und Armprellung zurückhalten mußte, später ausgewechselt wurde. Da bestimmten längst die Duisburger den Rhythmus dieser Partie. Läuferisch, kämpferisch und vor allem spielerisch waren sie den Gelsenkirchenern deutlich überlegen, hätten früh das zweite Tor nachlegen müssen und damit die Zitterphase der letzten acht Minuten vermeiden können. Den MSV-Taktstock schwang dabei vor allem in der zweiten Hälfte Steffen, der nicht nur Tschechiens Nationalspieler Nemec kontrollierte und darüber hinaus immer wieder Vorstöße zur Unterstützung der Spitzen Salou und Osthoff startete, sondern auch für das entscheidende Tor verantwortlich zeichnete, als zunächst Salou Kopfballsieger gegen Linke blieb, Steffen danach von Wilmots nicht energisch genug verfolgt wurde. Fazit: Duisburg hatte nur das Manko der mangelhaften Chancenauswertung, weil sowohl Salou als auch Osthoff im Abschluß zu zappelig waren. Schalke dagegen hatte nur ein Plus, die Standardsituationen, und mit Büskens nur einen halbwegs torgefährlichen Spieler - ein bißchen wenig für einen UEFA-Cup-Aspiranten. Spieler des Spiels: Horst Steffen