Bundesliga Analyse

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jürgen Kohler Abwehr

2
Spielnote

2
Tore und Karten

1:0 Kohler (8', Heinrich)

2:0 Herrlich (38', Ricken)

3:0 Heinrich (77', S. Reuter)

Dortmund

Klos 2,5 - Kohler 2 , Feiersinger 3, Julio Cesar 3 - Paulo Sousa 2 , P. Lambert 3, S. Reuter 3, Heinrich 2,5 , Ricken 2, Möller 3 - Herrlich 2

Köln

Menger 2,5 - Hauptmann 5, Bo. Schmidt 5 - K. Baumann 3, D. Schuster 3,5, Thiam 5 , Tretschok 4, Rychkov 3,5, Munteanu 3 - Gaißmayer 4,5 , Polster 3

Schiedsrichter-Team

Dr. Franz-Xaver Wack Biberbach

2,5
Spielinfo

Stadion

Westfalenstadion

Zuschauer

55.000 (ausverkauft)

Beide Trainer bauten zwei neue Spieler in ihre Mannschaft ein. Nevio Scala konnte erstmals auf Cesar und Sousa zurückgreifen; Chapuisat (Länderspiel) und Sammer (Meniskus-Operation) fehlten auf Dortmunder Seite. Peter Neururer schickte Hauptmann und Ryschkow für Kostner und Scherr aufs Feld. Auch taktisch änderte der Kölner seine Formation im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Duisburg. Hauptmann spielte als Libero klar hinter der Abwehr. Der Rest der Mannschaft war ebenso äußerst defensiv orientiert und kümmerte sich zumeist in akribischer Einzelarbeit um den jeweiligen persönlichen Gegner. Diese starre Zuordnung begann im Abwehrbereich mit den drei festen Pärchen Schmidt/Herrlich, Baumann/Möller sowie Schuster/Ricken und setzte sich im Mittelfeld fort, wo selbst ein Munteanu sich permanent an die Hacken von Sousa heftete. Die Frage, ob die Dortmunder mit diesen direkten Zuordnung Probleme bekommen würden, war bereits nach acht Minuten mit einem klaren Nein beantwortet. Bei einer weiten Flanke Heinrichs paßte Tretschok am zweiten Pfosten nicht auf, Kohler erzielte die ebenso frühe wie richtungsweisende Führung. Danach zeigte die Borussia eine hohe Ball-Zirkulation, kombinierte gefällig und über viele Stationen. Die Hereinnahme Sousa bewirkte ein höheres Potential in den Punkten Ideen, Spielwitz, Kreativität. Auch Ricken beeindruckte durch ein großes Pensum, begleitet von einer ganz geringen Fehlerquote. Allerdings fehlte insgesamt der letzte, entscheidende Paß, der einen Spieler in eine günstige Schußposition gebracht hätte. Lediglich Herrlich setzte sich mehrfach gegen Schmidt in Szene, und in seinem vierten Versuch war der Stürmer dann auch erfolgreich. Zu diesem Zeitpunkt hatte Neururer schon umgestellt. Schuster und Tretschok tauschten nach einer halben Stunde die Positionen, doch eine Belebung der bescheidenen Angriffsbemühungen stellte sich dadurch auch noch nicht ein. Dies änderte sich erst durch die Hereinnahme Röseles und einen Pfostenschuß Polsters unmittelbar nach dem Wiederauftakt. Die Kölner präsentierten sich nun wie verwandelt, wesentlich aggressiver und lauffreudiger. Als dann auch der BVB nach einer Viertelstunde seine Überraschung abgestreift hatte, erlebten die Zuschauer ein begeisterndes Fußballspiel mit hohem Tempo, flotten Kombinationen, packenden Zweikämpfen und vielen Torchancen. In diesem Punkt zeichnete sich besonders Herrlich aus. Mit dem 3:0, dem dritten Kopfballtreffer, demonstrierte Dortmund seine Cleverneß und wurde für dieses Tor endgültig mit der ersten Saisonsieg belohnt. Spieler des Spiels: Jürgen Kohler