Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Roy Präger Sturm

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Präger (33', Ratke)

1:1 Spörl (45', direkter Freistoß)

Wolfsburg

U. Zimmermann 3 - M. Heidenreich 4 , Tomcic 4, M. Kovacevic 3 - Kapetanovic 3, Ballwanz 3 , J. Keller 3, Novotný 4 , Reyna 2,5 - Präger 2 , Ratke 3,5

HSV

Butt 2,5 - A. Fischer 4, T. Vogel 3 , Böger 3 - Schopp 4,5 , Kmetsch 3 , Salihamidzic 4, Spörl 2,5 , Cardoso 3 - Uysal 4,5 , Weetendorf 4

Schiedsrichter-Team

Herbert Fandel Kyllburg

2,5
Spielinfo

Stadion

VfL-Stadion

Zuschauer

15.300 (ausverkauft)

Willi Reimann hatte seine Lehren aus seiner Beobachtungsreise zum Hamburger Unentschieden gegen Gladbach (2:2) gezogen. Gleich zwei Umstellungen nahm der Wolfsburger Trainer vor: Mit Tomcic brachte er einen weiteren Abwehrspieler, dafür rückte Keller ins defensive Mittelfeld, Spies mußte auf die Ersatzbank. Zudem wechselte Reimann auch noch einen seiner Stürmer aus: Der konterstarke Ratke kam für den Strafraumspieler Meissner. Reimanns Umstellungen hatten folgenden Hintergrund: Für die Bewachung der beiden zentralen Offensivkräfte im HSV-Mittelfeld wurde eine zusätzliche Sicherung eingebaut. Somit kam es zu den beiden entscheidenden Duellen Keller gegen Spörl und Ballwanz gegen Cardoso. Außerdem ragte der Zweikampf Kmetsch gegen VfL-Spielmacher Reyna heraus. Im Gegensatz zu Reimann änderte Frank Pagelsdorf seine Mannschaft nicht. Der HSV-Coach vertraute ganz auf die Formation des Gladbach-Spiels, obwohl er in der Dreierkette - speziell bei Böger - einige Schwächen entdeckt hatte. Der HSV hatte zunächst den besseren Start und war spie- lerisch dominant. Mit zunehmender Spieldauer legten die Wolfsburger ihre Anfangsnervosität allerdings ab. Spielmacher Reyna bekam die Parte mehr und mehr in den Griff, bis schließlich den Gastgebern die Führung glückte: Eine Unsicherheit in der manchmal recht löchrigen HSV-Dreierkette ermöglichte Präger sein zweites Saisontor im zweiten Spiel. Hamburg, durch einen schönen Freistoßtreffer von Spörl zum Ausgleich gekommen, nahm das Heft nach dem Wechsel wieder fest in die Hand. Mit Zafirov brachte Pagelsdorf einen zusätzlichen Angriffsspieler, der für mehr Druck sorgen sollte. Die Wolfsburger hielten sich an die aus Zweitligazeiten bekannte Taktik: kompakte Abwehrarbeit, kontrollierte Offensive und Konterfußball auch im eigenen Stadion. Für diesen sorgten vor allem der quirlige Präger sowie der umsichtige Reyna. Ansonsten kam wenig Druck aus dem Mittelfeld, da Kapetanovic und Novotny auf den Außenbahnen wenig Impulse geben konnten und Ballwanz und Keller hauptsächlich Defensivaufgaben verrichten mußten. Sturm und Drang der Hausherren erst in der spektakulären Schlußphase, als sich die kräftemäßig abbauenden Hamburger - besonders Cardoso fiel ab - einem wahren Powerplay des VfL gegenübersahen. Dreimal mußte Butt gegen Kapetanovic retten. Einmal hatte der HSV Glück, als die VfL-Fans - zu Unrecht - Elfmeter (angeschossenes Handspiel bei Vogel) forderten. Am Ende ein glücklicher Punktgewinn für die Gäste. Spieler des Spiels: Roy Präger