Bundesliga Analyse

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Thomas Stickroth Mittelfeld

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Wosz (80', Dickhaut)

Bochum

Gospodarek 2 - Waldoch 3,5 , Kracht 2,5 , Reis 3 - Stickroth 2 , Dickhaut 3, Peschel 4, Hofmann 4 , Wosz 3 - Közle 4 , Yuran 3

Bielefeld

Miletic 4,5 - Stratos 2,5, Silooy 3 , G. Schäfer 2 - Meißner 3,5, J. Bode 4, Reeb 3,5, S. Kuntz 3 , Sternkopf 3,5 - Reina 4,5 , Daei 2,5

Schiedsrichter-Team

Bernhard Zerr Ottersweier

2,5
Spielinfo

Stadion

Ruhrstadion

Zuschauer

28.349

Bochums Trainer Klaus Toppmöller konnte mit Ausnahme des verletzten Baluszynski aus dem vollen schöpfen, im Angriff erhielt Közle zunächst den Vorzug vor Donkov. Bielefelds Coach Ernst Middendorp mußte auf die angeschlagenen Maas und Foxe verzichten. Er entschied sich in der Offensive für die beiden Spitzen Reina und Daei, stellte Kuntz in die Reihe dahinter, wo Kuntz mit Sternkopf die Angreifer in der vordersten Linie unterstützen sollte. Und mit den beiden Spitzen der Bielefelder hatten die Bochumer anfangs durchaus ihre Probleme. Vor allem der engagierte Ali Daei hielt die VfL-Deckung mehr als einmal in Atem. Waldoch, der meist gegen Daei stand, hatte vor allem in Kopfballduellen viel Mühe mit dem Iraner, der vor allem bei langen Bällen seine Stärken hatte und Durchsetzungsvermögen im Zweikampf bewies. Reina verschaffte sich durch seine Schnelligkeit ein ums andere Mal Vorteile, spielte aber auch oft zu eigensinnig - ein Grund dafür, daß die Bielefelder nicht zu den ganz zwingenden Torchancen kam. Bei Meißners Versuch in der 29. Minute mußte Wosz allerdings auf der Linie klären. Die Bochumer ihrerseits hatten ebenfalls Probleme, echte Einschußgelegenheiten herauszuspielen. Zu engmaschig war ihr Spiel angelegt, zu selten bezogen sie die Außenpositionen ins Spiel ein. Vor allem auf der linken Seite wurde Hofmann des öfteren übersehen, über rechts konnte sich Peschel nur selten in Szene setzen. Die Versuche durch die Mitte waren meist von Wosz inszeniert, der sich mit großem Laufpensum und großem Aktionsradius der Bewachung von Meißner zu entziehen versuchte. Doch den Bemühungen der Bochumer fehlte es meist an Genauigkeit, der letzte Paß fand oft den Adressaten nicht. Das galt für Wosz, das galt auch für Juran (meist gegen Silooy), der viele Bälle verteidigte und immer anspielbar war. Zudem hatten die Bochumer Mühe, sich auf die funktionierende Abseitsfalle der Arminia einzustellen. Und wenn die Kurzpaßstaffetten mal klappten, dann paßte es im Abschluß nicht. Beide Mannschaften behielten in diesem weitgehend ausgeglichenen Match ihr Konzept auch nach dem Wechsel bei. Bochum vor allem durch Wosz und den unermüdlichen und technisch überzeugenden Stickroth bemüht, das Spiel in den Griff zu bekommen, während die Bielefelder versuchten, mit ihren schnellen Leuten zu kontern. Untypisch insofern das Siegtor der Bochumer, als sie selbst einen Bielefelder Angriff abfingen und zügig den sich bietenden Raum ausnutzten. Allerdings trägt der ansonsten sichere Miletic am einzige Tor große Mitschuld, weil er seinen Kasten viel zu früh verließ.