Bundesliga

Kreuzer spricht vor

Bielefeld: Torhüter Hain fällt aus

Kreuzer spricht vor

Michael Rummenigge

Begehrt: Ex-Nationalspieler Michael Rummenigge. imago

Hain, dem erst mal zehn Tage Ruhe verordnet wurden, fällt definitiv in Hannover und gegen Bremen aus. Es drohen gar bis zu sechs Wochen Pause!

Vertreten wird ihn Rowen Fernandez (30), dessen Platz auf der Ersatzbank Dirk Heinen (37) einnehmen wird, der sich seit gut zwei Wochen nur noch als Standby-Profi in seiner Wahlheimat Irland fit hält. "Wir werden Dirk auf dem schnellsten Weg zurückholen", so Torwarttrainer Thomas Schlieck. Hains Ausfall ist für den Torhüter doppelt bitter: Überzeugt Fernandez und spielt sich fest, könnten sich Hains Karten in Sachen Vertragsverlängerung verschlechtern.

Schnellstraße statt Kriechspur

Mit wem Hain diese auf der sportlichen Ebene aushandeln würde, ist weiter unklar. Allerdings läuft die Suche nach dem neuen Sportdirektor auf Hochtouren. "Wir sind nicht auf der Kriechspur, sondern auf der Schnellstraße" erklärt Schwick in Anspielung auf den Boulevard. Bis Sonntag soll es zumindest eine Vorentscheidung geben, wer der neue starke Mann wird. "Am Ende der Woche sind wir schlauer", bestätigt Schwick, "ob dann schon eine Entscheidung fällt, ist aber nicht sicher. Es werden mit mehreren Kandidaten parallel Gespräche geführt."

Kontakt mit Kreuzer

Als Oliver Kreuzer (42) am Mittwoch gegenüber dem kicker versicherte, es gebe noch keinen Kontakt zu Arminia Bielefeld, konnte der vorherige Sportdirektor von Red Bull Salzburg nicht wissen, dass seine Aussage 24 Stunden später überholt sein würde. Und dann ging es doch ganz schnell. Kreuzer traf sich am Donnerstag mit der Führung des abstiegsbedrohten Bundesligisten Arminia Bielefeld zu einem Gedankenaustausch über eine mögliche Zusammenarbeit. Die Arminia sucht einen Nachfolger für den kürzlich freigestellten Sportdirektor Reinhard Saftig. Die Unterredung mit Kreuzer dauerte anderthalb Stunden, der vorherigen Sportdirektor von Red Bull Salzburg präsentierte seine Vorstellungen. Als weitere Kandidaten gelten Michael Rummenigge, Uwe Fuchs (Trainer in Lübeck) und Detlev Dammeier, der sechs Jahre für Bielefeld gespielt hat und 2006 seine Karriere beendete.

Rummenigge verweist auf Schwick

Dementiert hatte gestern Michael Rummenigge (44) nicht. Auf die Frage, ob er diese Woche einen Termin mit der Arminia habe, erklärte der ehemalige Nationalspieler: "Dazu kann ich nichts sagen." Und fügte an: "Im Fußball ist alles möglich." Dann verweist er auf Schwick, der Namen aber nicht kommentieren will.

Rummenigge, Betreiber einer Sportmarketing-Agentur und einer Fußballschule, hat allerdings noch eine weitere Option. Der ehemalige Bundesliga-Profi (Bayern München, Dortmund), der 2007 die Fußballlehrer-Lizenz erwarb, könnte Nationaltrainer eines europäischen Landes werden, "das die Perspektive hat, zur WM 2010 zu fahren", so Rummenigge. "Das wäre auch eine Herausforderung", erklärt er - auch!

Stephan von Nocks/Karlheinz Wild