Leverkusen: Barbarez vor Duell mit Ex-Klub

"Wir kommen weiter!"

Glaubt an ein Weiterkommen gegen seinen Ex-Klub: Sergej Barbarez (r., mit Rafael van der Vaart).

Glaubt an ein Weiterkommen gegen seinen Ex-Klub: Sergej Barbarez (r., mit Rafael van der Vaart). imago

Der Tscheche, als Spezialist dieser Disziplin ausgemacht, fühlte sich natürlich auf den Schlips getreten. Wofür Völler Verständnis aufbringt. Und betont, es ging ja nicht um Jarolim, deshalb habe er extra gesagt, jeder Klub habe so einen. Bei Bayer sei dies in der vergangenen Saison Stefan Kießling gewesen, mit dem er eindringlich über die Problematik gesprochen habe, heute sei der Blondschopf erfolgreich kuriert.

Die von Jarolim geäußerten Bedenken, der Schiedsrichter könne durch solche Äußerungen beeinflusst werden, schiebt Völler zur Seite: "Der kommt nicht aus Deutschland und verfolgt diese Diskussion sicherlich nicht."

UEFA-Pokal

Bayer gegen den HSV - das bedeutet auch für Sergej Barbarez ein Wiedersehen mit der Vergangenheit: "Wenn mir einer gesagt hätte, dass ich in einer Saison viermal gegen den HSV spiele, den hätte ich für verrückt erklärt", sagt der Bosnier, dessen Herz an Hamburg (wo seine Familie lebt) hängt, der sogar sagt: "Es tut mir Leid für den HSV. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir weiterkommen. Dumm ist es nur, dass nicht zwei deutsche Klubs etwas für die UEFA-Wertung tun können." Barbarez erwartet "Spiele auf hohem Niveau", das eigene Team sieht er nach der ernüchternden Pleite von Bochum durchaus nicht als Außenseiter: "Ein Spiel so zu verlieren kann auch helfen. Weil man nicht rätseln muss, woran es gelegen hat. Wir waren einfach schlecht."

Dies soll sich nicht noch einmal wiederholen. Und dafür sorgen wird wohl die Truppe, die in Bochum zwar "lief und kämpfte, aber nie ins Spiel fand", wie Barbarez analysiert. Eine schöpferische Pause bekommt eventuell der Chilene Arturo Vidal. Der Mittelfeldspieler wirkte zuletzt einige Male unkonzentriert und fahrig, leistete sich ein paar überflüssige Ballverluste. Statt seiner könnte der Schweizer Pirmin Schwegler neben Simon Rolfes auflaufen. Unwahrscheinlich ist ein Einsatz von Carsten Ramelow. Immerhin steht der Blondschopf nach langer Verletzungspause (Knie) wieder im Kader.

Frank Lussem