Mainz: Heidel muss Klopp Perspektiven zeigen

Boakye und Kennedy im Gespräch

Isaac Boakye und Nikolce Noveski

Könnten bald im gleichen Trikot auflaufen: Wolfsburgs Boakye und der Mainzer Noveski. imago

Der Bundesliga-Absteiger, der auf einem Aufstiegsplatz überwintert, verlor nicht nur erstmals nach acht Ligaauftritten ohne Niederlage ein Spiel, sondern auch noch Verteidiger Tim Hoogland wegen eines Anrisses des Außenbandes im rechten Knie. Zudem musste Abwehrchef Nikolce Noveski nach einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen Florian Bruns kurz vor Schluss vom Feld. "Ich habe mich selbst schützen wollen, ihn vielleicht berührt", wies Noveski eine absichtliche Handlung von sich.

Trotz der großen Enttäuschung über den kurioserweise wie in fast jedem seiner sieben äußerst erfolgreichen Dienstjahre misslungenen Jahresabschluss (lediglich ein Sieg im Vorweihnachtsspiel) zog Trainer Jürgen Klopp ein positives Fazit der ersten Halbserie nach dem Bundesligaabstieg: "Wir haben eine richtig gute Hinrunde gespielt." In der Winterpause steht für die Verantwortlichen nun wegweisende Arbeit an. Die Suche nach einem weiteren Stürmer, bei der unter anderem Namen wie Isaac Boakye (Wolfsburg) oder Joshua Kennedy (Nürnberg) im Gespräch sind, dürfte für die finanziell solide aufgestellten Mainzer noch die leichteste Aufgabe sein.

Manager Christian Heidel muss Klopp aber auch Perspektiven aufzeigen, die ihn zu einer Verlängerung des Vertrags über den 30. Juni hinaus bewegen könnten. Die anhaltenden Probleme bei den Planungen eines herbeigesehnten neuen Stadions erschweren Heidel die Argumentation.