Karlsruhe: Durchbruch nach dem Durchhänger?

Spätstarter Iashvili

Alexander Iashvili

Muss sich erstmals Konkurrenzkampf stellen: Alexander Iashvili hofft auf die Wende. imago

Erst am Ende der Hinrunde strahlt der ablösefreie Neuzugang jenes Selbstbewusstsein aus, das die meisten seiner Kollegen schon seit Saisonbeginn zeigen, die Basis für den Höhenflug des Aufsteigers ins obere Tabellendrittel ist.

Iashvili als Spätstarter. Davon war nicht auszugehen bei der Verpflichtung der Offensivkraft, die mit inzwischen 158 Spielen die mit Abstand größte Bundesligaerfahrung im Kreis der KSC-Profis hat. Der 30-Jährige tut sich nach wie vor schwer bei der Ursachenforschung für seine Anlaufschwierigkeiten: "Ich weiß nicht, warum ich so lange gebraucht habe, um meine Form zu finden." Zumal er nach zehn Jahren in Freiburg die neue Herausforderung mit großem Ehrgeiz in Angriff nahm, 10 Tore und 15 Assists in 32 Zweitligaspielen eigentlich einen reibungslosen Einstieg in der höheren Liga erwarten ließen.

Warum es dennoch anders kam, Iashvili erst einen Durchhänger erlebte, ehe ihm der Durchbruch gelang? Die Erklärung von Trainer Edmund Becker erscheint einleuchtend: "Es war das erste Mal, dass Alexander nicht absolut gesetzt war. Das machte ihm zu schaffen." Konkurrenzkampf? Für Iashvili nahezu ein Fremdwort beim SC Freiburg, für den er in 270 Ligaspielen 54 Tore erzielte. Dass ihm Christian Timm den Platz am Flügel streitig machte, musste die Nummer "20" erst einmal verdauen.

Die Wende kam, als Iashvili die Hinrunde fast schon abgeschrieben hatte. Pfeiffersches Drüsenfieber - der Verdacht bestätigte sich erfreulicherweise nicht. Als Bradley Carnell Adduktorenprobleme zur Pause zwangen, war der Weg frei für das Sorgenkind. Beim elften Einsatz startete er erstmals durch. Jetzt liegt es an ihm zu untermauern, dass Bochum ein Neufang war, er nicht nur ein Mann für Notfälle, sondern für die Stammelf ist.

Uli Gerke