2. Bundesliga

Rekdals Tage scheinen gezählt

Kaiserslautern: Tskitishvili kommt nicht

Rekdals Tage scheinen gezählt

Kjetil Rekdal

Muss mehr denn je um seinen Job fürchten: Lauterns Coach Kjetil Rekdal. dpa

"Es muss etwas passieren." Klaus Toppmöller fordert Konsequenzen. Der ehrenamtliche Sportchef saß unmittelbar nach dem Abpfiff mit den Verantwortlichen bis kurz vor 18 Uhr zusammen, beriet über die Zukunft des Trainers. Zunächst aber ohne Ergebnis. Die Ablösung von Kjetil Rekdal noch vor dem Vorrundenfinale in Köln ist dennoch nicht auszuschließen.

"Das war der schwärzeste Tag meiner Trainerkarriere." Rekdal fühlte sich völlig zu Unrecht vom Publikum für die Auswechslung des entkräfteten Reinert ausgepfiffen, von seinen Spielern im Stich gelassen. Allen voran von Mathieu Beda. Die Schlafmützigkeit des Kapitäns beim Missverständnis mit Torwart Tobias Sippel hatte zum Anschluss geführt und Jena zurück ins Spiel gebracht. Und als es wenig später Elfmeter für Lautern gab, kam Rekdal mit seinem Zuruf bei Beda nicht an. "Ich wollte, dass Mathieu schießt. Doch er hörte mich nicht", bedauerte der Norweger.

Rekdal will sich der Verantwortung stellen. "Ich habe Charakter, Ehrgeiz. Doch dieses Spiel muss ich erst verarbeiten", sagte der frustrierte Coach. Sein Nachsatz, "bis zum nächsten Spiel werde ich sicherlich da sein", lässt jedoch vermuten, dass die Tage des Trainers nach den Ereignissen vom Sonntag gezählt sind. Früher oder später.

Sauer und enttäuscht war Toppmöller auch schon vor der Pleite. Weil er Levan Tskitishvili (31) absagen musste. Seine Warnung, der FCK brauche Verstärkungen, wird nicht ernst genommen. Statt einen Vertrag zu unterschreiben, fliegt der georgische Nationalspieler nach Hause. "Vielleicht klappt es im Januar." Toppmöller bedauert, dass die finanziellen Möglichkeiten keine Verstärkung zulassen.

Kein Geld, zu wenig Punkte, ein Abstiegsplatz, Angst vor der Insolvenz: Lautern bietet seinen Mitgliedern reichlich Zündstoff vor der Versammlung am Freitag.