Interview mit Jens Lehmann

Sogar die Zweite Liga ist möglich

Jens Lehmann

Kann sich einen Wechsel im Winter zurück in die Bundesliga vorstellen: Nationalkeeper Jens Lehmann. imago

kicker: Herr Lehmann, gegen Zypern steht Ihr 50. Länderspiel an. Freuen Sie sich auf das Jubiläum?

Jens Lehmann: Eigentlich habe ich nichts davon, das ist wie mit einem Geburtstag - und je älter man wird, desto weniger erfreulich ist es. Allerdings: Als meine Karriere in der Nationalmannschaft begann, war mit dieser Zahl nicht unbedingt zu rechnen. Dafür habe ich es noch ganz gut hinbekommen.

kicker: Gerade beim 0:0 in Dublin war es sehr gut - obwohl Sie in Ihrem Klub FC Arsenal nicht gespielt haben. Sehen Sie allmählich Probleme wegen der weiterhin fehlenden Spielpraxis?

Lehmann: Ich weiß nicht, wie viele Spiele ich mit jetzt 38 Jahren in meinem Leben schon gemacht habe. Wenn ich da einmal vier Wochen nicht spiele, befürchte ich keine Probleme. Wenn mich der Bundestrainer aufstellt, spiele ich gerne.

kicker: Wie geht es für Sie weiter im Verein?

Lehmann: Die Situation ist, wie sie ist. Entscheidend ist ohnehin, wie sie der Trainer einschätzt. Ich nutze die jetzige Phase, trainiere täglich intensiv und erhole mich. Der Manager weiß, dass ich hochmotiviert bin. Ich möchte bald wieder spielen und gehe auch davon aus, dass ich bald wieder spiele. Ich wäre sehr überrascht, wenn es nicht so wäre.

kicker: Bundestrainer Joachim Löw sagt völlig unaufgeregt, im Winter werde über diese Situation, wenn Sie dann noch besteht, gesprochen. Wie stehen Sie dazu?

Lehmann: Entsprechend der Aussage des Bundestrainers muss ich sehen, wie es im Dezember aussieht.

kicker: Können Sie sich einen Wechsel in die Bundesliga zur Winterpause vorstellen?

Lehmann: Die Bundesliga ist immer attraktiv und eine Option; vielleicht auch die Zweite Liga. Ich will in jedem Fall zur EURO, da zu spielen war immer mein Ziel.

Karlheinz Wild