Bochum: Personelle und taktische Umstellungen des Trainers greifen

Koller: Mit Feinarbeit zum Erfolg

Bochums Coach Marcel Koller

Beifall für sein Team: Bochums Coach Marcel Koller. dpa

"15 Punkte, das ist eine gute Basis", urteilt Abwehrchef Marcel Maltritz. "Schade, dass jetzt Pause ist. Wir sind gerade richtig in Fahrt."

Dazu hat Koller mit seiner Feinarbeit ein großes Stück beigetragen. Er stellte seine Mannschaft auf ein flexibles 4-1-3-2-System um, beorderte den fleißigen, aber meist erfolglos ackernden Joel Epalle aus dem Zentrum auf die rechte Seite und schickte den agilen Stanislav Sestak in die Mitte, wo der Slowake aufblüht und in Duisburg beide Treffer vorbereitete. Der Einbau des alten Weggefährten Daniel Imhof, der unter Koller schon in Wil und St.Gallen spielte, war zwar naheliegend, aber nicht minder von Erfolg gekrönt. Der Defensivmann verrichtet seine Arbeit unspektakulär, kommt dank guter Laufarbeit mit wenigen Fouls aus und erzielt überdies entscheidende Tore: Das vorentscheidende 2:0 gegen den HSV, nun die wichtige Führung. Ist Kapitän Thomas Zdebel wieder fit, dürfte es Koller schwer fallen, Imhof aus der Startelf zu streichen.

Entspannte Tage also für Koller, der seine Spieler mit einem freien Wochenende belohnte. Und demnächst steht offenbar die Verlängerung seines auslaufenden Vertrages an. Auch während der Phase von acht sieglosen Spielen hatte Vereins-Boss Werner Altegoer die grundsätzliche Zufriedenheit mit der Arbeit des Schweizers betont. Zwar gibt es noch keinen Gesprächstermin, aber die gemeinsame Absicht ist bekannt. Auch wenn Koller vorher konkret klären will, wie es im Klub weitergeht, ob etwa, wie im Sommer 2007, ein personeller Aderlass droht. Bisher wurde mit Koller, seit 1.Juli 2005 beim VfL, jeweils um ein Jahr verlängert; nun geht es wohl um eine Ausdehnung bis 2010.