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15. Strade Bianchi: Van der Poel ringt Alaphilippe und Bernal nieder

Deutsche Fahrer abgeschlagen

15. Strade Bianchi: Van der Poel ringt Alaphilippe und Bernal nieder

Machten den Sieg unter sich aus: Egan Bernal, Straßen-Weltmeister Julian Alaphilippe sowie der Cross-Weltmeister und Sieger Mathieu van der Poel (v.l.).

Machten den Sieg unter sich aus: Egan Bernal, Straßen-Weltmeister Julian Alaphilippe sowie der Cross-Weltmeister und Sieger Mathieu van der Poel (v.l.). imago images

Insgesamt standen 184 Kilometer in der Toskana rund um Siena an. 63 Kilometer davon führten über die in der Region bekannten staubigen Schotterpisten - die bei trockenem Wetter dem Rennen den Namen geben: Weiße Straßen.

Und der viermalige Cross-Weltmeister (2015 sowie von 2019 bis 2021) van der Poel warf seine Fähigkeiten auf diesem Terrain in die Waagschale und durfte nach 4:40,29 Stunden auf dem weltberühmten Piazza del Campo in Siena jubeln. Der Alpecin-Fenix-Fahrer holte sich den Sieg vor dem französischen Straßenrad-Weltmeister Julian Alaphilippe und Ex-Tour-de-France-Sieger Egan Bernal (Kolumbien).

Van der Poel kommt die Streckenführung entgegen

"Es ist fantastisch, das Rennen auf diese Weise zu gewinnen. Ich wusste, dass mir die Streckenführung am Ende liegt und ich dort am stärksten bin", sagte van der Poel nach seinem Premierensieg.

Deutsche Fahrer spielten bei der Entscheidung keine Rolle. Der Vorjahresdritte Maximilian Schachmann (Berlin) hat auf einen Start verzichtet und will stattdessen am Sonntag seinen Gesamtsieg von 2020 bei der Traditionsrundfahrt Paris-Nizza erfolgreich verteidigen. Bester deutscher Fahrer wurde Rundfahrt-Spezialist Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe), der mit einem Rückstand von knapp sieben Minuten auf dem 40. Platz ankam.

Bei Sonnenschein und Temperaturen von rund zehn Grad fiel die Entscheidung bei der 15. Auflage des so schweren Rennens am 1,5 Kilometer langen Schlussanstieg. Dort spielte van der Poel rund 500 Meter vor dem Ziel seine Explosivität aus. Alaphilippe und Bernal konnten dem Antritt nicht mehr folgen und erreichten mit einigen Sekunden Rückstand das Ziel in der Altstadt, wo Zuschauer wegen der Corona-Pandemie nicht zugelassen waren. Das Trio hatte sich gut zwölf Kilometer vor dem Ziel aus einer hochkarätig besetzten Gruppe abgesetzt, zu der auch Tour-Champion Tadej Pogacar (Slowenien) und Vorjahressieger Wout van Aert (Belgien) gehörten.

Vorjahressieger van Aert muss bei der letzten Schotter-Passage abreißen lassen

Van Aert, der im Vorjahr das wegen der Pandemie in den August verschobene Rennen bei Temperaturen von fast 40 Grad gewonnen hatte, war dieses Mal chancenlos und wurde Vierter. Bereits 23 Kilometer vor dem Ziel hatte er erstmals den Anschluss verloren, beim letzten von elf Schotter-Sektoren konnte er schließlich nicht mehr auf die Attacken reagieren.

Strade Bianche, (1840 km):

1. Mathieu Van Der Poel (Niederlande) - Alpecin-Fenix 4:40:29 Std.; 2. Julian Alaphilippe (Frankreich) - Deceuninck-Quick-Step + 5 Sek.; 3. Egan Arley Bernal Gomez (Kolumbien) - Ineos Grenadiers + 20; 4. Wout van Aert (Belgien) - Jumbo-Visma + 51; 5. Thomas Pidcock (Großbritannien) - Ineos Grenadiers + 54; 6. Michael Gogl (Österreich) - Team Qhubeka Assos; 7. Tadej Pogacar (Slowenien) - UAE Team Emirates; 8. Simon Clarke (Australien) - Team Qhubeka Assos + 2:25 Min.; 9. Jakob Fuglsang (Dänemark) - Astana-Premier Tech; 10. Pello Bilbao (Spanien) - Bahrain Victorious + 2:39; ... 40. Emanuel Buchmann (Ravensburg) - Bora-hansgrohe + 6:51; 68. Marcus Burghardt (Samerberg) - Bora-hansgrohe + 13:28; 70. Ben Zwiehoff (Essen) - Bora-hansgrohe; 95. Philipp Walsleben (Potsdam) - Alpecin-Fenix + 14:13; Paul Martens (Lanaken/Belgien) - Jumbo-Visma ausgeschieden

dpa/sid/jer