Bochum: Erster Schritt für Auer - Schröder und Pfertzel auf dem Sprung

Koller sucht nach mehr Frische

Bochums Marc Pfertzel (re.) gegen Leverkusens Vidal

Vor der Rückkehr in die Startelf: Bochums Marc Pfertzel (re.), hier gegen Leverkusens Vidal. dpa

Bedarf besteht, auch wenn Koller das 0:0 gegen Frankfurt zu Recht als "ordentliches Spiel" der Seinen einordnet, mit einer "sehr gut gestaffelten Defensive".

Um aber seine Abteilung Attacke wieder auf Touren zu bringen nach 180 Bundesligaminuten ohne Torerfolg, wird der Bochumer Trainer in den vorderen Reihen wohl wieder umbauen. Die Möglichkeit dazu hat er, "anders als in der vorigen Saison, als sich die Mannschaft quasi von selbst aufgestellt hat", wie Koller sich erinnert. "Mehr Frische" will er seinem Team zuführen, und damit dürfte klar sein, dass Änderungen auf den Außenbahnen geplant sind. Namentlich Stanislav Sestak (24), der sich bereits als großer Gewinn erwies mit zwei Treffern und zu Saisonbeginn für viel Schwung auf der rechten Seite sorgte, hängt momentan etwas durch. "Er hat großen Aufwand betrieben und ist momentan nicht voll auf der Höhe", räumt Koller ein, der zwei Varianten prüft: Marc Pfertzel (26), gegen Frankfurt gesperrt, könnte nach Einsätzen rechts und links in der Viererkette nun auf seiner Idealposition im rechten Mittelfeld zum Zuge kommen. Und auch Oliver Schröder (27), der nach Knie-Operation und Grippe-Auszeit gegen die Eintracht sein spätes Saisondebüt feierte, drängt zurück ins Team: "Das Knie wird noch ein bisschen dick, aber das haben wir im Griff. Ich bin bereit."

Mehr Druck über die Flügel könnte auch der erneute Tausch zwischen Danny Fuchs (31) und Dennis Grote (21) bringen, doch zuallererst will Koller das Bewusstsein seiner "Außendienstler" schärfen. "Wir haben 43 Flanken geschlagen, die meisten aber aus dem Halbfeld. Wir müssen in den Rücken des Gegners kommen, um gefährlicher zu werden." Von dieser Vorarbeit könnte demnächst auch mal wieder Benny Auer (26) profitieren. Der Stürmer schien schon abgeschrieben, erst recht, als Koller jüngst dessen Trainingseinsatz kritisierte. Gegen Frankfurt gehörte der in der Rückrunde nach Kaiserslautern ausgeliehene Auer erstmals in dieser Saison zum Kader. Ein erster Schritt zurück - nicht mehr, aber auch nicht weniger.