Duisburg: Nigerias Nationalcoach ist vergrätzt

Vogts lässt Ishiaku schmoren

Manasseh Ishiaku

Akrobatisch, torgefährlich und ohne Einladung: Manasseh Ishiaku hat Nigerias Coach verärgert. imago

Damals fühlte sich der Torjäger "zu müde" und wollte sich "lieber ganz auf den MSV konzentrieren". Nach seiner Gala gegen Bielefeld (kicker-Note 1) hoffte er dagegen auf eine Einladung für das Afrika-Cup-Qualifikationsspiel gegen Lesotho am Samstag. MSV-Boss Walter Hellmich (63) prophezeite gar: "Wenn Vogts nicht ganz blind ist, dann wird er ihn auch heute gesehen haben. Ich denke, da wird wieder eine Anfrage kommen." Nun, der Ex-Bundestrainer hat Ishiakus Leistungen sehr wohl vor Augen - doch jetzt lässt der Fußball-Lehrer den Stürmer schmoren: "Er kann nicht kommen, wann er gerade Lust hat. Auch ein Miro Klose kann nicht Joachim Löw sagen, für Wales bin ich zu müde, hol mich beim nächsten Mal." Vogts knallhart: "Die Berufung war eine Chance für Ishiaku, diese hat er nicht genutzt."

Dass die damalige Einladung, wie von Duisburger Seite kolportiert, überraschend 48 Stunden vor Anpfiff gekommen sei, bestreitet Vogts: "Ishiaku stand offiziell auf Abruf." Allerdings ist die Tür für den Torjäger nicht endgültig zu. Vogts: "Er ist ein sehr guter Spieler, muss jetzt aber warten, bis sich wieder mal eine Chance für ihn bietet - und sich bis dahin weiterhin beweisen." Wer Ishiaku zuletzt beobachtet hat, hegt keine Zweifel, dass ihm dies gelingen wird.

Thiemo Müller