3. Liga Analyse

3. Liga 2012/13, 23. Spieltag
19:05 - 3. Spielminute

Tor 1:0
Latza
Linksschuss
Vorbereitung U. Hesse
Darmstadt

19:15 - 13. Spielminute

Spielerwechsel
St. Schmidt
für Pentke
Chemnitz

19:37 - 35. Spielminute

Tor 1:1
Förster
Kopfball
Vorbereitung Makarenko
Chemnitz

20:01 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Landeka
für Pfeffer
Chemnitz

20:08 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Förster
Chemnitz

20:23 - 65. Spielminute

Rote Karte
A. Fink
Chemnitz

20:23 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Steegmann
für da Costa
Darmstadt

20:24 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Semmer
für Förster
Chemnitz

20:36 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Landeka
Chemnitz

20:38 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Behrens
für Latza
Darmstadt

20:38 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Zielinsky
für U. Hesse
Darmstadt

20:44 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Zielinsky
Darmstadt

DAR

CFC

Alles drin am Böllenfalltor: Abseitstore, korrekte Treffer und Rot

Doppeltes Abseits für 98: Da Costa und Steegmann im Pech

Darmstadts Trainer Dirk Schuster veränderte seine Startelf im Gegensatz zur 0:1-Niederlage bei der zweiten Garde des BVB auf zwei Positionen. So rückten Hesse und da Costa für Zielinsky und Behrens hinein. Verzichten galt es nur auf Martini, der sich im Aufbautraining befindet. Schusters Gegenüber und CFC-Coach Gerd Schädlich spielte dagegen gezwungenermaßen Baumeister. So veränderte er seine ersten elf Mann im Vergleich zur 0:2-Pleite in Saarbrücken auf sechs Stellen. Für Hazaimeh (Kapselverletzung), Bankert (Gelb-Rot-Sperre), Birk (5. Gelbe), Hörnig, Landeka und Semmer bekamen so le Beau, Wachsmuth, Wilke, Kegel, Makarenko und Förster neue Bewährungschancen.

Was für ein Blitzstart der Hausherren! Nach einer Ecke für den CFC schalteten die 98er schnellstmöglich um und erzielten durch Latza, der von Hesse bedient wurde, eiskalt das 1:0 (3.). Die Himmelblauen waren erst einmal geschockt. Als sie sich davon etwas erholt hatten, erhielten sie prompt die nächste Hiobsbotschaft: Torhüter Pentke musste verletzt den Platz verlassen und wurde von S. Schmidt ersetzt (13.). Doch auch davon erholte sich die Schädlich-Elf und erspielte sich fortan höhere Feldvorteile, ohne dabei aber vorerst gefährlich zu werden. FC-Top-Torjäger Fink setzte mit einem stramm gesetzten und zentralen Schuss ein erstes Warnzeichen (23.). Die Darmstädter lauerten indes auf Konter. Ein solcher endete erst, als der über die linke Seite eilende Zimmerman an dem eingewechselten Ersatztorwart Schmidt scheiterte (29.). Im Gegenzug konnte CFC-Schlussmann Zimmermann einen gutplatzierten Förster-Kopfball entschärfen (30.).

Das gleiche Duell offenbarte kurze Zeit später einen anderen Sieger: Eine Makarenko-Flanke unterlief der Torwart zuerst, ehe Förster unbedrängt zum Ausgleich einnicken konnte (35.). Da Costa hätte fünf Minuten später aber die Führung wieder herstellen können, wenn der Schiedsrichter nicht auf Abseits entschieden hätte (40.). Eine Halbzeit, die reich an Höhepunkten war, endete schließlich mit einem Stegmayer-Schuss über das Gehäuse von Schmidt (45.).

Der 23. Spieltag

Fink lässt sich hinreißen

Den zweiten Durchgang eröffnete da Costa, der ein Zuspiel von Borg abschloss und nur im an diesem Tag gut aufgelegten Ersatztorwart Schmidt seinen Meister fand (49.). Nun erlaubte sich die Partie die ersten Verschnaufpausen, aus denen die Himmelblauen mit mehr Dominanz herauskamen und fortan etwas mehr den vorhandenen Tabellenunterschied aufzeigten. Die Lilien hielten aber mit der von den Anhängern geforderten Härte dagegen und zogen so stets das Publikum auf ihre Seite. Zu wenig Härte anscheinend für FC-Stürmer Fink, der nach einem Tumult von Schiedsrichter Leicher für zu rüdes Einsteigen die Rote Karte gezeigt bekam (65.). Der Top-Torjäger (18 Treffer) wird seinem Team wahrscheinlich für einige Wochen fehlen. Und fortan jagte wieder ein Höhepunkt den nächsten. Nach einer Kombination von Hesse, Stegmayer und Steegmann erzielte Letzterer die erneute Darmstädter Führung, wenn der Assistent nicht schon wieder und zum zweiten Mal auf Abseits entschieden hätte (69.).

So schnell kann es sich drehen: Während die Sachsen eigentlich gut aus der Halbzeit gestartet waren, nahmen die 98er nach dem Platzverweis wieder das Zepter in die Hand und spürten nun, dass hier ein lebenswichtiger Dreier möglich war. Allerdings stellte sich dies als schwieriges Unterfangen heraus, da die tiefstehende "Schädlich-Zehn" jegliche Räume schloss und der Truppe von Dirk Schuster bekanntlich spielerische Ideen fehlen. So sollten Standardsituationen Chancen ermöglichen. Stegmayer brachte eine solche gut in den Strafraum, fand aber keinen passenden Kopf seiner Mitspieler (83.). Die fortan lang geschlagenen Bälle waren im Endeffekt ein zu plumpes Mittel, um den Sachsen noch ernsthaft gefährlich zu werden.

Die 98er bekommen es am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de) mit Saarbrücken zu tun und damit mit einer ähnlichen Truppe wie der der Chemnitzer, die zeitgleich Offenbach empfangen.