Bundesliga 2012/13, 33. Spieltag
15:35 - 3. Spielminute

Tor 1:0
M. Zimmermann
Kopfball
Vorbereitung Prib
Fürth

16:05 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Caligiuri
Freiburg

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Eggen Hedenstad
für Günter
Freiburg

16:57 - 69. Spielminute

Tor 1:1
Schmid
Rechtsschuss
Vorbereitung Rosenthal
Freiburg

17:02 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Schuster
Freiburg

17:05 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Santini
für Rosenthal
Freiburg

17:07 - 78. Spielminute

Tor 1:2
Kruse
Linksschuss
Freiburg

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Fürth)
Nöthe
für Nehrig
Fürth

17:12 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Fürth)
Park
für Fürstner
Fürth

17:16 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Albutat
für Makiadi
Freiburg

17:19 - 90. + 1 Spielminute

Foulelfmeter
Djurdjic
verschossen
Fürth

FUE

SCF

Fürth schreibt sich ohne Heimsieg in die Rekordbücher

Baumann hält den Traum von Europa fest

Lange Zeit hielt das Bollwerk um Hesl und Sobiech. Am Ende war wieder alles umsonst.

Lange Zeit hielt das Bollwerk um Hesl und Sobiech. Am Ende war wieder alles umsonst. picture-alliance

Fürths Trainer Frank Kramer nahm nach dem 2:0-Auswärtssieg am vergangenen Spieltag in Stuttgart zwei Änderungen an seiner Anfangself vor: Im defensiven Mittelfeld begann Zimmermann für Geis, und auf der linken Seite spielte Petsos für Pledl. Ebenfalls mit zwei Wechseln wartete Freiburgs Coach Christian Streich nach dem 2:0 gegen Augsburg auf: Mujdza und Diagne wurden in der Abwehr durch Günter und Ginter ersetzt.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag des Tabellenletzten. Gegen eine verschlafene Freiburger Abwehr setzte sich Prib auf der linken Seite durch und flankte vor das Tor von Baumann. Dort gewann Zimmermann das Duell gegen Günther und köpfte unhaltbar zum 1:0 ein (3.).

33. Spieltag

Damit hatte der Tabellenletzte den SC Freiburg kalt erwischt. Der Europapokal-Kandidat brauchte erst einmal Zeit, um den Rückstand zu verdauen. Die Aktionen der Gäste waren unpräzise und ideenlos, so dass die Abwehr der Fürther wenig Mühe hatte, den Vorsprung zu halten. Ein eher harmloser Weitschuss von Schuster (12.) und ein Zuspiel von Caligiuri zu Kruse, das dieser aus der Drehung knapp neben das Ziel setzte, blieben die wenigen Möglichkeiten der Gäste (18.).

Nach 20 Minuten erhöhte der SCF aber noch einmal den Druck. Die Fürther kamen minutenlang kaum aus ihrer Hälfte heraus. Einzig mit dem Herausspielen von Torchancen hatten die Breisgauer bei aller Überlegenheit in dieser Phase ihre Probleme. Kaum einmal kam der Ball gefährlich im Strafraum der Kleeblättler an. Erst ein Fehler von Nehrig im Aufbau führte zur ersten dicken Möglichkeit für die Streich-Elf. Makiadi setzte nach der Balleroberung Kruse ein, der aber überhastet abschloss und das Leder weit über Hesls Tor beförderte (36.).

In der Schlussphase des ersten Durchgangs konnten sich die Fürther zwar vom größten Druck des SCF etwas frei machen, Offensivaktionen der Hausherren hatten aber nach wie vor Seltenheitswert. Allerdings waren auch die Gäste nicht in der Lage, Fürths Abwehrbollwerk auszuhebeln, so dass der Absteiger mit einer Führung in die Halbzeit ging.

Mit einer umstrittenen Szene begannen die zweiten 45 Minuten. Ginter erwischte eine Ecke von Schmid und köpfte den Ball Richtung lange Ecke. Das Leder sprang Richtung Tormitte ab, wo es schließlich Hesl aus der Gefahrenzone schaufelte. Schwer zu klären, ob der Ball die Torlinie überschritten hatte (49.). Schiedsrichter Daniel Siebert zögerte keine Sekunde und ließ weiterspielen.

Freiburg protestierte wenig, sondern setzte sofort nach. Allerdings verfielen die Gäste erneut in den Trott des ersten Durchgangs. Ihre erdrückende Überlegenheit konnte der SCF nicht in Torchancen umsetzen. Im Gegenteil: bis auf wenige harmlose Weitschüsse hatten die Gäste wenig zu bieten.

Dies sollte sich erst in der 69. Minute ändern. Rosenthal drang mit dem Ball am Fuß in den Fürther Strafraum ein und nahm es gleich mit drei Verteidigern auf. Er rannte sich zwar fest, legte im letzten Moment aber noch quer zu Schmid. Dieser stand völlig frei und drückte den Ball sicher zum Ausgleich über die Linie.

Die Fürther versuchten sich in der Folgezeit noch einmal aufzubäumen, doch zu mehr als einen Freistoß von Prib, der zu einiger Verwirrung im SCF-Strafraum führte, reichte es für die Hausherren nicht (75.).

Auf der Gegenseite zeitigte Freiburgs Taktik der Weitschüsse in der 78. Minute endlich Erfolg. Kruse hatte viel Platz und Zeit und legte sich gute 20 Meter vor dem Tor von Hesl den Ball zu Recht. Mit seinem Flachschuss ließ er dem Fürther Keeper keine Chance.

Danach stellte Frank Kramer auf totale Offensive um und wurde um ein Haar noch belohnt. Zunächst scheiterte Prib von der Strafraumgrenze an Baumann. Zu allem Überfluss behinderten sich Nöthe und Djurdjic auch noch beim Abpraller, so dass der Torwart klären konnte.

Die noch bessere Möglichkeit sollten die Fürther aber in der Schlussminute haben. Schmid holte Klaus im Strafraum nach einer Flanke von Prib mit einer überflüssigen Aktion von den Beinen. Schiedsrichter Siebert entschied völlig zu Recht auf Strafstoß für Fürth. Spiegelbildlich für die ganze Saison scheiterte Djurdjic an Keeper Baumann, der das Leder aus der rechten unteren Ecke fischte. Damit stellte der Torwart den umjubelten Sieg für die Breisgauer sicher (90.+1.).

Spieler des Spiels

Oliver Baumann Tor

2
Spielnote

Wenige zwingende Strafraumszenen, aber spannend bis zum Schluss.

3,5
Tore und Karten

1:0 M. Zimmermann (3', Kopfball, Prib)

1:1 Schmid (69', Rechtsschuss, Rosenthal)

1:2 Kruse (78', Linksschuss)

Fürth

Hesl 3 - Nehrig 4,5 , Sobiech 4, Mavraj 3, A. Baba 4 - Petsos 4, Fürstner 4 , M. Zimmermann 3,5 , Prib 3,5 - Klaus 4,5, Djurdjic 5

Freiburg

Baumann 2 - Sorg 3,5, Höhn 3, Ginter 3, Günter 5 - Makiadi 4 , Schuster 3,5 , Schmid 3 , Caligiuri 4 - Rosenthal 5 , Kruse 3

Schiedsrichter-Team

Daniel Siebert Berlin

3
Spielinfo

Stadion

Trolli-Arena

Zuschauer

16.735

Nächsten Samstag muss Fürth am letzten Spieltag nach Augsburg und kann den bayerischen Konkurrenten mit in die zweite Liga reißen. Freiburg empfängt Schalke 04 zum "Endspiel" um den vierten Platz und damit die Champions League Qualifikation. Beide Spiele finden, wie üblich am letzten Spieltag, zeitgleich um 15.30 Uhr statt.