Bundesliga 2012/13, 32. Spieltag
15:28 - 1. Spielminute

Gelbe Karte
Abraham
Hoffenheim

15:29 - 2. Spielminute

Tor 1:0
Hunt
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Hunt
Bremen

15:52 - 24. Spielminute

Tor 2:0
De Bruyne
Rechtsschuss
Vorbereitung Petersen
Bremen

16:14 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Fritz
Bremen

16:31 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
An. Ludwig
für Johnson
Hoffenheim

16:44 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Kroos
Bremen

16:49 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Bargfrede
Bremen

16:54 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Schipplock
für Rudy
Hoffenheim

17:03 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Gebre Selassie
für Fritz
Bremen

17:03 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Vestergaard
Hoffenheim

17:05 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
de Camargo
für Tobias Weis
Hoffenheim

17:08 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Schipplock
Hoffenheim

17:11 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Schmitz
für Ignjovski
Bremen

17:14 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Lukimya
für Kroos
Bremen

17:15 - 85. Spielminute

Tor 2:1
Schipplock
Rechtsschuss
Vorbereitung Salihovic
Hoffenheim

17:20 - 90. + 1 Spielminute

Tor 2:2
Schipplock
Rechtsschuss
Vorbereitung An. Ludwig
Hoffenheim

BRE

HOF

Bremen elf Spiele ohne Sieg - 5. Gelbe Karte für Vestergaard

Joker Schipplock reißt Bremen aus allen Träumen

De Bruyne und Hunt

Torschützen unter sich: Bremens Kevin de Bruyne und Aaron Hunt. Am Ende reichte ein 2:0-Vorsprung nicht. Getty Images

Bremens Übungsleiter Thomas Schaaf stellte sein Team im Vergleich zum 0:1 in Leverkusen einmal um: De Bruyne kam nach überstandenen Oberschenkelproblemen für Junuzovic (Magen-Darm-Probleme) in die Startelf.

Hoffenheims Trainer Markus Gisdol vertraute exakt auf die Formation, die zuletzt 2:1 gegen Nürnberg gewonnen hatte.

Im ausverkauften Weserstadion erlebten die Fans einen Blitzstart des SVW, der allerdings einen faden Beigeschmack hatte: Bargfrede steckte nach wenigen Sekunden auf Hunt durch, der knapp vor dem Strafraum im Duell mit Abraham zu Fall kam - dennoch Elfer, den Hunt selbst cool verwandelte (2.).

Es entwickelte sich eine Partie mit großer Intensität. 1899 suchte mit wütenden Attacken nach einer schnellen Antwort und drängte das vom eigenen Publikum frenetisch angefeuerte Bremen in die Defensive, ließ es aber an Struktur und vor allem Esprit fehlen. Die Akteure schonten sich in rassigen Zweikämpfen nicht, Einsatz- und Lauffreude waren stetige Begleiter auf beiden Seiten.

Die Kraichgauer rannten an, das weitgehend sicher verteidigende Werder lauerte auf Konter. Chancen blieben bis zur 19. Minute, als Abrahams Kopfball die Oberkante der Latte touchierte, Fehlanzeige.

Eine Einzelleistung Petersens mündete in das 2:0 für effizientere Hanseaten: Die Bayern-Leihgabe wühlte sich mit viel Glück und Geschick am rechten Flügel gegen drei Hoffenheimer durch und strebte der Grundlinie zu. Nach seinem Rückpass jagte de Bruyne das Leder von halbrechts per Schrägschuss aus elf Metern ins lange Eck (24.).

Die Hoffenheimer Offensivbemühungen hielten zunächst unvermindert an, Firmino vergab frei vor Mielitz den Anschlusstreffer (28.), ehe die Schaaf-Elf mit mehr Präsenz im Mittelfeld die Angriffsversuche des Gegners oft frühzeitig ausbremste. Bis auf eine Ausnahme, als Firmino im Strafraum im Duell mit Prödl zu Fall kam, aber vergeblich Elfmeter forderte (35.). Werder hatte sogar die Chance zum dritten Tor, aber de Bruynes unorthodoxer Volleyheber landete nach gewonnenem Zweikampf gegen Casteels aus schwieriger Position nur auf dem Tordach (40.).

Der 32. Spieltag

Mit Ludwig für Johnson startete die Gisdol-Elf in Durchgang zwei. Und attackierte nach Fritz' Kopfballchance nach der ersten Bremer Ecke (48.) noch einmal heftig, drückte die Hausherren tief in die eigene Abwehr. Werder hatte defensiv mächtig zu tun, auch wenn der TSG im letzten Drittel die Präzision abging und echte Chancen so verhindert werden konnten.

Die Grün-Weißen konterten, meist über die Protagonisten de Bruyne und Hunt, verpassten aber aus so manch vielversprechendem Ansatz ebenfalls Kapital zu schlagen. Nach einer guten Stunde folgte endlich ein zielstrebiger Angriff der Kraichgauer, Weis schoss Zentimeter vorbei (61.). Auf der anderen Seite traf de Bruyne nach schnellem Umschalten nur das Außennetz (65.).

Die Partie hatte nach wie vor Feuer und Tempo, die fehlende finale Präzision aber sollte auf beiden Seiten auch in der Folge bis kurz vor Schluss klare Gelegenheiten verhindern. Die letzte Bremer hatte Hunt, als er nach Theskers Fehleinschätzung und Klasse-Ballannahme Zentimeter vorbeischosss (82.).

Die TSG, von Werder klar beherrscht, war im Grunde schon geschlagen. Aber nur eigentlich: Die Schaaf-Elf hatte die Rechnung ohne Joker Schipplock gemacht: Erst erzielte der Stürmer mit dem ersten Torschuss der TSG nach einer halben Stunde nach schöner Körpertäuschung gegen Sokratis den Anschlusstreffer (85.), um in der Nachspielzeit auch noch für den Ausgleich zu sorgen, als er nach Mielitz' Parade gegen Ludwig abstaubte (90.+1).

Spieler des Spiels

Sven Schipplock Sturm

1
Spielnote

Spielerisch nicht hochklassig, aber viel Tempo, Leidenschaft und Dramatik.

3
Tore und Karten

1:0 Hunt (2', Foulelfmeter, Linksschuss, Hunt)

2:0 De Bruyne (24', Rechtsschuss, Petersen)

2:1 Schipplock (85', Rechtsschuss, Salihovic)

2:2 Schipplock (90' +1, Rechtsschuss, An. Ludwig)

Bremen

Mielitz 3 - Fritz 3 , Prödl 3,5, Sokratis 3,5, Ignjovski 4,5 - Kroos 3,5 , Bargfrede 4 , De Bruyne 2,5 , Hunt 2,5 , Öz. Yildirim 3,5 - Petersen 3

Hoffenheim

Casteels 4 - Beck 3, Abraham 5 , Vestergaard 4,5 , Thesker 4,5 - Tobias Weis 3 , Rudy 4 , Volland 3, Salihovic 3, Johnson 5 - Roberto Firmino 3,5

Schiedsrichter-Team

Robert Hartmann Wangen

5
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

41.000 (ausverkauft)

Am vorletzten Spieltag (15.30 Uhr) spielt der SV Werder daheim gegen Eintracht Frankfurt, zeitgleich empfängt Hoffenheim den HSV.