Bundesliga 2012/13, 30. Spieltag
15:57 - 27. Spielminute

Gelbe Karte
Schuster
Freiburg

16:03 - 33. Spielminute

Tor 1:0
Gentner
Kopfball
Vorbereitung Harnik
Stuttgart

16:13 - 42. Spielminute

Tor 2:0
Ibisevic
Rechtsschuss
Vorbereitung Harnik
Stuttgart

16:36 - 48. Spielminute

Spielerwechsel
Höhn
für Krmas
Freiburg

16:45 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Flum
für Schuster
Freiburg

16:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Santini
für Guedé
Freiburg

16:55 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Ginter
Freiburg

16:57 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Höhn
Freiburg

17:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Macheda
für Ibisevic
Stuttgart

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Hajnal
für Maxim
Stuttgart

17:17 - 88. Spielminute

Tor 2:1
Santini
Rechtsschuss
Vorbereitung Diagne
Freiburg

17:15 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Okazaki
für Traoré
Stuttgart

VFB

SCF

Stuttgart feiert dritten Sieg in Folge - Krmas verletzt

Gentner und Ibisevic sichern den Derby-Sieg

Stuttgarts Niedermeier bedrängt Guedé, Maxim (re.) schaut interessiert zu

Fest im Griff: Stuttgarts Niedermeier bedrängt Guedé, Maxim (re.) schaut interessiert zu. Getty Images

VfB-Coach Bruno Labbadia vertraute auf dieselbe Elf wie beim 2:1-Erfolg im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Freiburg. Auf der anderen Seite war SC-Trainer Christian Streich nicht entgangen, dass es "beim ein oder anderen" im Pokal "nicht so gut lief". Der Übungsleiter hatte deshalb Änderungen nicht ausgeschlossen. So kam es dann auch: Mit Günter, Makiadi und Guedé fanden sich drei neue Gesichter in der Startelf der Breisgauer wieder. Sorg (Bank) sowie die beiden angeschlagenen Caligiuri und Rosenthal mussten weichen.

Wer gedacht hatte, die Stuttgarter hätten mit der Bundesliga bereits abgeschlossen und würden keine echte Gegenwehr leisten, der wurde von Beginn an eines Besseren belehrt. Vom Anpfiff weg legten beide Mannschaften ein hohes Tempo vor und zeigten sich darüber hinaus sehr präsent in den Zweikämpfen. Daraus resultierte ein rassiges Derby, das zu unterhalten wusste, dem es allerdings zunächst an klaren Torchancen mangelte.

Der 30. Spieltag

Das lag einerseits an den aufmerksamen Abwehrreihen, andererseits aber auch zahlreichen Ungenauigkeiten im Spielaufbau auf beiden Seiten, was nicht zuletzt dem hohen Tempo geschuldet war. Nach einer Viertelstunde war es aber soweit: Maxim drang bis zur linken Grundlinie durch und legte mit Übersicht zurück auf Gentner, der jedoch aus zehn Metern zu hoch ansetzte. Auf der Gegenseite tauchte Kruse in bester Schussposition vor Ulreich auf, fand im VfB-Schlussmann aber seinen Meister (17.). Drei Minuten danach traf Makiadi im Anschluss an eine Ecke per Kopf aus wenigen Zentimetern, stand zuvor allerdings klar im Abseits.

Es war ein 0:0 der besseren Art. Sowohl die Freiburger als auch die Schwaben waren um Offensivakzente bemüht, nur fehlte es eben hüben wie drüben am letzten Quäntchen Präzision. Immer wieder kam der finale Pass nicht an, sodass Torraumszenen rar blieben. Das änderte sich nach einer guten halben Stunde: Harnik wurde nicht entscheidend gestört und löffelte das Leder daraufhin gefühlvoll in den Sechzehner zu Gentner, der freistehend aus zentraler Position in die Maschen einköpfte - 1:0 (33.).

Ibisevic bestraft Schusters Lapsus - Krmas muss runter

Freiburgs Makiadi gegen Boka (re.)

Kampf um den Ball: Freiburgs Makiadi gegen Boka (re.). Getty Images

Der Sportclub reagierte auf den Rückstand mit wütenden Angriffen, biss sich aber an der gut verschiebenden und durchaus giftigen VfB-Defensive die Zähne aus. Hinten erwiesen sich die Schwaben als unüberwindbar, doch auch vorne zeigten die Hausherren eine ungewohnte Kaltschnäuzigkeit: Schuster verlor den Ball leichtfertig an Harnik, der direkt zu Ibisevic durchsteckte. Der Bosnier hatte freie Bahn, drang in den Strafraum ein und ließ dort Baumann keine Chance - 2:0-Pausenstand (42.).

Die Breisgauer standen sehr früh wieder auf dem Platz und hatten sich offenbar für den zweiten Durchgang etwas vorgenommen. Allerdings begann dieser gleich wieder mit einem schlampigen Pass. Der SC hatte es ausschließlich Baumann zu verdanken, dass es nicht erneut einschlug. Der Schlussmann parierte stark im Eins-gegen-Eins gegen Harnik (46.). Kurz darauf signalisierte Krmas, dass er nicht weiter machen kann - Höhn ersetzte den Tschechen in der Innenverteidigung (48.).

Im Vergleich zu den ersten 45 Minuten änderte sich ansonsten nicht viel. Das Tempo blieb recht hoch. Freiburg rackerte sich ab, entwickelte dabei aber keine Durchschlagskraft. Dagegen präsentierte sich Stuttgart zweikampfstark und setzte immer wieder Nadelstiche (Maxim, 55.). Streich reagierte und brachte mit Flum (für Schuster, 57.) und Santini (für Guedé, 63.) frische Leute. Es half nichts, die Partie verflachte zudem zusehends. Das lag auch am VfB, der immer wieder das Tempo rausnahm und damit den Gästen den Wind aus den Segeln nahm. Je weiter die Partie voranschritt, desto mehr beschränkte sich der VfB darauf, das Ergebnis zu halten.

Die Partie plätscherte demnach weitgehend ereignislos ihrem Ende entgegen, auch weil der SC keine Kraftreserven mehr mobilisieren konnte. Nachdem Traoré den Pfosten getroffen hatte (85.), begann beim VfB dann aber doch noch das große Zittern: Santini tankte sich gegen Sakai durch und verkürzte nochmal (88.). Nun wollten es die Gäste wissen und starteten die Aufholjagd. Weil aber Ulreich Flums sattes Pfund aus der zweiten Reihe parierte (90.), blieb es letztlich beim am Ende verdienten Erfolg der Stuttgarter.

Beide Mannschaften sind am kommenden Samstag in Bayern gefordert (15.30 Uhr): Stuttgart muss beim FC Augsburg antreten, die Freiburger zeitgleich beim designierten Meister FC Bayern München.