Bundesliga 2012/13, 17. Spieltag
15:57 - 26. Spielminute

Tor 0:1
M. Götze
Rechtsschuss
Vorbereitung Leitner
Dortmund

16:05 - 35. Spielminute

Tor 1:1
Schipplock
Rechtsschuss
Vorbereitung Volland
Hoffenheim

16:39 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Tobias Weis
Hoffenheim

16:45 - 58. Spielminute

Tor 1:2
Großkreutz
Rechtsschuss
Vorbereitung Reus
Dortmund

16:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Joselu
für Schipplock
Hoffenheim

16:50 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Ochs
für Volland
Hoffenheim

16:53 - 66. Spielminute

Tor 1:3
Lewandowski
Linksschuss
Vorbereitung Gündogan
Dortmund

16:56 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Roberto Firmino
für Tobias Weis
Hoffenheim

17:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Perisic
für Großkreutz
Dortmund

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Kirch
für Reus
Dortmund

17:15 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Hofmann
für M. Götze
Dortmund

HOF

BVB

Sechste Pleite in Folge für 1899 - BVB überwintert auf Platz drei

Lewandowski besiegelt Hoffenheims Seuchenjahr

Götze, Leitner und Kuba (v.li.) bejubeln die eigene Führung

Freudenlauf: Götze, Leitner und Kuba (v.li.) bejubeln die eigene Führung. picture alliance

Hoffenheims Interimstrainer Frank Kramer stellte seine Startelf nach dem 0:2 in Hamburg auf drei Positionen um: Weis, Schipplock und Schröck verdrängten Williams, Roberto Firmino und Derdiyok.

Auf der anderen Seite drückte BVB-Coach Jürgen Klopp vor allem auf der Linksverteidigerposition der Schuh, da sowohl Schmelzer (Nebenhöhlen) als auch Ersatzmann Löwe (Leisten-OP) nicht einsatzfähig waren. Im Vergleich zur 2:3-Niederlage gegen Wolfsburg gab es zwei Wechsel: Subotic und Großkreutz spielten für Felipe Santana und Schmelzer. Blaszczykowski agierte links hinten. Außerdem gab es eine Systemumstellung, Dortmund lief im 4-3-3 und nicht im gewohnten 4-2-3-1 auf.

Der 17. Spieltag

Beide Mannschaften hatten ihre Hausaufgaben gemacht und präsentierten sich vom Anpfiff weg bestens auf den Gegner eingestellt. Dortmund kam zwar rasch zu mehr Ballbesitz und einem optischen Übergewicht, entwickelte dabei aber kaum Durchschlagskraft. Es dauerte bis zur 13. Minute, ehe Götze für den ersten nennenswerten Abschluss der Partie sorgte. Die Taktik der TSG war offensichtlich. Hinten gut stehen und vorne über Konter oder Standards zum Erfolg kommen. Nach 17 Minuten wäre das Konzept fast aufgegangen, Compper köpfte allerdings nach einer Freistoßflanke aus zentraler Position drüber.

Ansonsten passierte nicht allzu viel. Beiden Teams fehlte es an zündenden Ideen. Hinzu kam, dass die Akteure auf dem Feld die Zweikämpfe nicht scheuten und sich daher weitgehend neutralisierten. Aus dem Nichts gingen die Schwarz-Gelben doch in Führung: Leitner bediente Götze, der sich den Ball am linken Strafraueck zurechtlegte und durch die Beine von Beck ins kurze Eck vollendete (26.).

Schipplock macht es Götze nach und trifft ebenfalls aus dem Nichts

Schipplock nach den 1:1-Ausgleich

Fingerzeig: Schipplock nach den 1:1-Ausgleich. picture alliance / Getty Images

Ähnlich überraschend fiel dann auch der Ausgleichstreffer, der jedoch ebenso sehenswert war. Nach Johnsons prima Zuspiel legte Volland gekonnt quer in die Mitte zu Schipplock - 1:1 (35.). Das war dann auch schon alles, was der mäßige erste Durchgang zu bieten hatte, sodass es folglich mit dem leistungsgerechten Remis in die Kabinen ging.

Nach Wiederanpfiff zeigte sich das gleiche Bild: Dortmund war besser, aber nicht zwingend. Hoffenheim verteidigte geschickt und konnte sich darüber hinaus auf Casteels verlassen, der sowohl gegen Reus (53.) als auch gegen Hummels (54.) auf seinem Posten war. Vier Minuten später war der Belgier allerdings machtlos, als Götze Rudy narrte und Reus bediente, der mit Übersicht Großkreutz in Szene setzte - 2:1.

Kramer versuchte danach alles, brachte mit Joselu und Ochs frische Kräfte. Es half aber nichts, denn der BVB machte nun ernst und den Sack zu: Lewandowski setzte sich dynamisch im Sechzehner gegen Delpierre durch und überwand im Anschluss Casteels mit einem feinen Lupfer ins lange Eck (66.). Damit waren die Würfel früh gefallen. 1899 bewies zwar im weiteren Verlauf Moral und probierte es weiter, konnte den routinierten Meister schlussendlich aber nicht mehr ernsthaft fordern. Dortmund, bei dem der 20-jährige Hofmann in der vorletzten Minute noch zu seinem Bundesligadebüt kam, tat nicht mehr als nötig und brachte den Dreier clever über die Zeit.

Spieler des Spiels

Mario Götze Sturm

2
Spielnote

Eine für die Zuschauer sehr zähe erste Halbzeit, 20 Minuten Vollgas genügten Dortmund, um das Spiel zu entscheiden.

4
Tore und Karten

0:1 M. Götze (26', Rechtsschuss, Leitner)

1:1 Schipplock (35', Rechtsschuss, Volland)

1:2 Großkreutz (58', Rechtsschuss, Reus)

1:3 Lewandowski (66', Linksschuss, Gündogan)

Hoffenheim

Casteels 3 - Beck 4, Delpierre 4, Compper 3,5, Johnson 4 - Tobias Weis 3,5 , Rudy 4, Schröck 4,5, Salihovic 4, Volland 3,5 - Schipplock 3

Dortmund

Weidenfeller 4 - Piszczek 4, Subotic 4, Hummels 3,5, Blaszczykowski 4 - Gündogan 3, Leitner 3,5, Großkreutz 3 , Reus 4 , M. Götze 2 - Lewandowski 3

Schiedsrichter-Team

Florian Meyer Burgdorf

2
Spielinfo

Stadion

Wirsol Rhein-Neckar-Arena

Zuschauer

30.150 (ausverkauft)

Für die Hoffenheimer ist das Jahr 2012 damit gelaufen. 1899 verabschiedet sich in die Winterpause und greift erst wieder zum Rückrundenauftakt am Samstag, den 19. Januar 2013 (15.30 Uhr), zuhause gegen Borussia Mönchengladbach ins Geschehen ein. Der BVB ist am selben Tag im Spätspiel beim SV Werder Bremen gefordert. Die Gedanken der Westfalen werden aber noch nicht um dieses Spiel kreisen, da noch das DFB-Pokal-Achtelfinale ansteht. Am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr) kommt Hannover zu Besuch.