Bundesliga 2012/13, 6. Spieltag
15:49 - 19. Spielminute

Spielerwechsel
Azemi
für Petsos
Fürth

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Sam
für Bellarabi
Leverkusen

16:37 - 50. Spielminute

Tor 1:0
Sam
Linksschuss
Vorbereitung Schürrle
Leverkusen

16:43 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Pekovic
Fürth

16:49 - 62. Spielminute

Tor 2:0
Sam
Linksschuss
Vorbereitung Carvajal
Leverkusen

16:51 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
L. Bender
Leverkusen

17:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Baba
für Pekovic
Fürth

17:07 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Hosogai
für Schürrle
Leverkusen

17:14 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Junior Fernandes
für Kießling
Leverkusen

LEV

FUE

Bayers Formurve zeigt nach oben - Fürth seit vier Spielen sieglos

Sam sticht nach dem Seitenwechsel

Bayers Toprak gegen Edu (re.)

Aus dem Weg: Bayers Toprak gegen Edu (re.). picture alliance

Das Bayer-Trainerteam Sascha Lewandowski/Sami Hyypiä wechselte im Vergleich zum 3:1-Sieg in Augsburg zweimal: Für Reinartz (Leistenprobleme) und Schwaab spielten Bellarabi und Carvajal. Ebenfalls zwei Neue brachte Fürths Coach Mike Büskens nach der 0:2-Niederlage gegen Düsseldorf. Prib und Pekovic verdrängten Pektürk und Azemi auf die Bank. Das hatte auch eine Systemumstellung zur Folge, da die SpVgg im Mittelfeld mit einer Raute agierte und nicht im gewohnten System mit zwei Sechsern und zwei offensiven Außen.

Es war ein verhaltener Beginn in Leverkusen! Fürth, das mit drei Heimpleiten im Gepäck ins Rheinland gereist war, begann die Partie äußerst vorsichtig. Die Franken zogen sich in die eigene Hälfte zurück und störten den Gegner erst ab der Mittellinie. Folglich kam Bayer rasch zu klaren Feldvorteilen, wusste damit zunächst aber nicht viel anzustellen.

Der 6. Spieltag

Bayer fehlte es an Ideen gegen die gut organisierten Franken, die nach vorne jedoch gänzlich harmlos waren und ab der 19. Minute ohne Petsos auskommen mussten. Der Grieche hatte sich am Knie verletzt und musste gegen Azemi ausgewechselt werden. Am Spielverlauf änderte das nichts - die Begegnung war weiter schleppend. Bayer fehlte es an Ideen und Spielwitz, um die gut organisierten Gäste in Gefahr zu bringen. Wenn etwas aus Sicht der Hausherren ging, dann war Castro daran beteiligt. So legte der 25-Jährige mit seinen Ecken sowohl für Kießling (24.) als auch für Rolfes (27.) auf. Beide waren aber ebenso unpräzise wie Castro selbst nach 26 Minuten mit einem Fernschuss.

Die fränkische Mauertaktik schien aufzugehen, Bayer fiel weiterhin nicht viel ein. Bis auf Schürrles zu unplatzierten Fernschuss (36.), brachte die Werkself im ersten Durchgang nichts mehr zustande. Kurz vor dem Pausenpfiff hätten die Franken in Person von Nehrig fast aus dem Nichts zugeschlagen - und das gleich zweimal. Der Rechtsverteidiger scheiterte aber zuerst an Leno (42.) und war etwas später zu ungenau (45.+1), sodass es folglich doch torlos in die Kabinen ging.

Prib verteilt brav Gastgeschenke - Bayer routiniert

Wollscheid gegen Fürths Sararer (re.)

Laufduell: Wollscheid gegen Fürths Sararer (re.). picture alliance

Für Bellarabi war der Arbeitstag mit Ende des ersten Durchgangs beendet, denn fortan durfte sich Sam bewähren. Und der Joker stach direkt: Mavraj grätschte den Ball gegen Kießling ab, allerdings vor die Füße von Schürrle, der das Auge für Sam hatte. Dieser drang in den Sechzehner ein, ließ dort Kleine ins Leere rutschen und vollendete schließlich trocken aus 14 Metern ins rechte Eck zur durchaus verdienten Führung (50.).

Die Partie kippte nun endgültig zugunsten der Werkself, die fortan das Spiel vollends dominierte, den Sack aber nicht zumachte. So vergab der ehemalige Nürnberger Kießling gleich zweimal eher kläglich (53., 58.). Sorgen musste sich Bayer deshalb nicht, denn die SpVgg verteilte auch noch Gastgeschenke: Anstatt den Ball wegzudreschen, wollte Prib als letzer Mann Carvajal blocken und wurde abgekocht. Der Spanier nahm das Leder mit und bediente Sam, der im Sechzehner seinen Doppelpack schnürte (62.).

Das hatte so richtig gesessen, bei den Franken machte sich nun totale Verunsicherung breit. Bei der SpVgg war keine Gegenwehr zu erkennen, sodass Bayer keine Mühe hatte, die Partie abgeklärt über die Zeit zu bringen. Der Sieg hätte auch noch höher ausfallen können, wenn Kießling in der 80. Minute nicht gegen Grün den Kürzeren gezogen hätte.

Nach der englischen Woche ist vor der englischen Woche. Das gilt jedenfalls für Bayer Leverkusen, das am kommenden Donnerstag ab 19 Uhr in der Europa League bei Rosenborg Trondheim wieder gefordert ist. In der Bundesliga geht es für die Werkself am darauffolgenden Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart weiter (17.30 Uhr). Die SpVgg Greuther Fürth indes ist tags zuvor zuhause gegen den Hamburger SV an der Reihe (15.30 Uhr).