2. Bundesliga 2012/13, 7. Spieltag
17:55 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Sukalo
Duisburg

18:43 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Reichel
Braunschweig

18:52 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
D. Vrancic
für R. Korte
Braunschweig

18:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Exslager
für Brosinski
Duisburg

18:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Ademi
für Kumbela
Braunschweig

19:06 - 80. Spielminute

Tor 1:0
Pfitzner
Rechtsschuss
Vorbereitung G. Korte
Braunschweig

19:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
P. Merkel
für Pfitzner
Braunschweig

19:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Jovanovic
für Domovchiyski
Duisburg

19:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Kastrati
für Baljak
Duisburg

19:10 - 83. Spielminute

Tor 2:0
P. Merkel
Rechtsschuss
Vorbereitung Kruppke
Braunschweig

19:13 - 87. Spielminute

Tor 3:0
Kruppke
Linksschuss
Braunschweig

BRA

MSV

Eintracht bleibt ungeschlagen - MSV wartet weiter auf den Dreier

Pfitzner versöhnt die Fans mit den Spielern

Braunschweigs Kumbela

Hoch das Leder: Braunschweigs Kumbela. picture alliance

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht brachte nach dem 1:1 bei 1860 München Raffael und Gianluca Korte sowie Pfitzner anstelle von Boland, Kratz und Ademi. Auf der Gegenseite entschied sich MSV-Coach Kosta Runjaic zu einem Wechsel: Im Vergleich zur Nullnummer gegen Bochum erhielt Brandy den Vorzug vor Exslager.

In den Anfangsminuten begegneten sich beide Mannschaften mit einer gehörigen Portion Respekt. Das hatte zur Folge, dass die Partie eine Weile brauchte, um auf Touren zu kommen. Der MSV agierte dabei einen Tick zielstrebiger und kam so auch zuerst zu nennenswerten Möglichkeiten - Domovchiyski (6.), Sukalo (8.) und Baljak (10.) hatten jedoch kein Abschlussglück. Danach meldeten sich die Löwen jedoch in der Partie an. Die Braunschweiger erhöhten das Tempo und damit den Druck auf die Zebras, die zusehends in die eigene Hälfte gedrückt wurden und gleich mehrfach brenzlige Situationen überstehen mussten. Gianluca Korte (11.), Kumbela (12.) und Reichel (14.) glichen dann auch im Hinblick auf verpasste Torchancen aus.

Der 7. Spieltag

Es war ein zähes Ringen, da die Kontrahenten keinen Zentimeter Rasen verloren gaben und sich intensiv beharkten. Die Zweikampfführung stimmte hüben wie drüben, auch wenn es die Akteure auf dem Feld ab und an mit der Härte ein wenig übertrieben. Schiedsrichter Benjamin Cortus verzichtete dabei auf ein Kartenspiel und schaffte es dennoch, dass die Partie nicht aus den Ufern lief. Die nun ruppigere Gangart führte zu einigen Freistößen, von denen einer fast ins Ziel gegangen wäre: Kruppke schlenzte den Ball aus 20 Metern nur knapp vorbei (29.).

Ansonsten passierte lange Zeit herzlich wenig, zu sehr dominierten die Abwehrreihen das Geschehen auf dem Rasen. Erst in der 41. Minute wurde es wieder so richtig brenzlig: Bicakcic rutschte aus und eröffnete so Baljak die dicke Chance. Der Serbe passte von links zum besser postierten Domovchiyski, der unter Bedrängnis den bereits am Boden liegenden Davari anschoss. Weil auch Brandys Nachschuss vorbeisauste, ging es schließlich torlos zum Pausentee.

Nichts Neues nach der Pause - Furiose Schlussminuten der Eintracht

Braunschweigs Kumbela gegen Kern (li.)

Kampf um den Ball: Braunschweigs Kumbela gegen Kern (li.). picture alliance

Auch im zweiten Durchgang blieb alles beim Alten. Der MSV stand dicht am Mann und nahm der Eintracht damit zahlreiche Anspielstationen, sodass es die Braunschweiger häufiger mit langen Bällen probierten. Mit selbigen hatten Bajic & Co allerdings keine Probleme. Von den Löwen strahlte aufgrund der spielerischen Defizite also wenig Torgefahr aus, auf der Gegenseite machten es die Meidericher aber nicht besser. Bei den Gästen haperte es im Passspiel, sodass die Spitzen weitgehend in der Luft hingen.

Beide Trainer reagierten: Lieberknecht brachte Vrancic und Ademi für Raffael Korte sowie Kumbela, Runjaic setzte auf Exslager und nahm dafür Brosinski aus dem Spiel. Am Geschehen auf dem Platz änderte sich dennoch nichts. Die Partie hatte weiterhin keine Höhepunkte zu bieten. Zu stabil waren die Abwehrreihen, zu ideenlos die Offensivabteilungen. Die 19115 Zuschauer im Stadion wurden unruhig, Pfiffe kamen auf.

Zehn Minuten vor Schluss hatten sich die Fans mit ihrer Eintracht wieder versöhnt, denn die Braunschweiger hatten getroffen: Korte entwischte auf der linken Außenbahn und flankte butterweich an die Fünfergrenze, wo Pfitzner vollkommen frei war und locker die Führung besorgte. Runjaic reagierte und brachte mit Jovanovic und Kastrati gleich zwei frische Angreifer, nur um wenige Sekunden nach dem Doppelwechsel das 0:2 zu sehen. Kruppke setzt sich dynamisch durch und bediente den wenige Minuten zuvor eingewechselten Merkel, der gekonnt einnetzte (83.). Beim MSV brachen nun alle Dämme und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Lachheb leistete sich auch noch einen bösen Schnitzer und legte unfreiwillig für Kruppke auf - 3:0 (87.). Fast hätte auch noch Ademi getroffen, der Schweizer scheiterte in der ersten Minute der Nachspielzeit aber an der Latte - das wäre aber auch zu viel des Guten gewesen.

Am kommenden Sonntag steht für die Braunschweiger Eintracht der schwere Gang auf den Betzenberg an. Ab 13.30 Uhr wird es beim 1. FC Kaiserslautern ernst. Die Duisburger spielen tags darauf gegen die Berliner Hertha.