DFB-Pokal Spielbericht

DFB-Pokal 2012/13, 1. Runde
19:01 - 32. Spielminute

Tor 0:1
R. Koch
Kopfball
Vorbereitung Schuppan
Dresden

19:12 - 42. Spielminute

Tor 0:2
Poté
Rechtsschuss
Vorbereitung Trojan
Dresden

19:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
D. Jansen
für Hörnig
Chemnitz

19:37 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Losilla
Dresden

20:02 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Aydemir
für T. Birk
Chemnitz

20:02 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Förster
für Pfeffer
Chemnitz

20:05 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Trojan
Dresden

20:10 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Fort
für Poté
Dresden

20:11 - 84. Spielminute

Tor 0:3
C. Buchner
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung Ouali
Dresden

20:15 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Solga
für Ouali
Dresden

20:20 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Thoelke
für Trojan
Dresden

CFC

SGD

Spielunterbrechung in Chemnitz - Erster Pflichtspielsieg der SGD

Koch im Glück, Buchner im Pech

Schuppan (vorne) jubelt mit Koch

Komm in meine Arme: Schuppan (vorne) jubelt mit Koch. picture alliance

Chemnitz' Coach Gerd Schädlich vertraute im Sachsen-Derby auf dieselbe Elf wie beim 0:0 bei Hansa Rostock in der 3. Liga. Dresdens Trainer Ralf Loose indes gab im Vergleich zum 2:2 gegen 1860 München Jungwirth den Vorzug vor Papadopoulos.

Nachdem Dynamo Dresden 1996, 1998, 2008 und 2010 im sächsischen Landespokal gegen den Chemnitzer FC stets den Kürzeren gezogen hatte, sollte im ersten Aufeinandertreffen im Rahmen des DFB-Pokals nun die Revanche folgen. Der Zweitligist trat selbstbewusst auf und war direkt um Ballbesitz bemüht. Dynamo kam so auch zu Feldvorteilen, mehr sprang zunächst aber nicht heraus. Den Schwarz-Gelben fehlte es an zündenden Ideen und Spritzigkeit, um die dicht gestaffelten Chemnitzer ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Der CFC igelte sich allerdings keineswegs ausschließlich in der eigenen Hälfte ein, vielmehr setzten die Himmelblauen über schnelle Kombinationen - oft über die linke Seite - immer wieder Nadelstiche. Zu klaren Einschussgelegenheiten kam der Drittligist allerdings auch nicht, sodass die Zuschauer im Stadion an der Gellertstraße ein chancenarmes, dafür aber intensives und spannendes Duell zweier ebenbürtiger Teams geboten bekamen.

DFB-Pokal am Montag

Nach 18 Minuten wurde es erstmals aufregend. Poté vergab innerhalb weniger Sekunden gleich zweimal: Der Franko-Beniner scheiterte zuerst an CFC-Schlussmann Pentke und setzte den Nachschuss aus spitzem Winkel dann rechts vorbei. Danach verlagerte sich das Geschehen zusehends in die Hälfte der Hausherren, die kaum noch für Entlastung sorgen konnten und verstärkt unter Druck gerieten. Pentke rettete noch glänzend gegen Potés Kopfball (25.), war etwas später aber machtlos: Trojans Ecke von links verlängerte Schuppan zu Koch, der aus kurzer Distanz einnickte und Dynamo die mittlerweile verdiente Führung bescherte (32.).

Es war ein Treffer mit Ansage, da Chemnitz mittlerweile nur noch reagierte und dem Treiben der Dresdner phasenweise nur zuschaute. Logisch, dass so weitere Tore folgten: Nach einem bösen Missverständnis zwischen Hörnig und Buchner scheiterten noch Poté und Trojan mit einer Doppelchance an Pentke (38.), doch etwas später durfte der bis dahin so glücklose Poté dann doch noch jubeln: Nach feiner Flanke von Trojan netzte der 27-Jährige technisch anspruchsvoll ein und sicherte den Schwarz-Gelben damit den komfortablen 2:0-Pausenstand (42.).

Regen, Rauch und Rowdies stören Chemnitzer Aufbäumen

Koch (2.v.re.) trifft zum 1:0

Ab in die Maschen: Koch (2.v.re.) trifft zum 1:0. picture alliance

Chemnitz' Trainer Schädlich erhöhte nach dem Seitenwechsel den Einsatz und brachte mit Jansen für Hörnig einen Stürmer für einen Abwehrspieler. Zudem änderten sich die Rahmenbedingungen nun grundlegend, denn ein Sommergewitter war aufgezogen und es regnete in Strömen. Die Chemnitzer fanden sich damit besser zurecht und drängten nun auf den Anschluss - der Ex-Dresdner Kegel hatte ihn dann auch auf dem Fuß bzw. Kopf: Zuerst parierte aber Kirsten (51.), dann köpfte Kegel knapp vorbei (52.).

Zu unrühmlichen Szenen kam es allerdings nach 58 Minuten, als Unverbesserliche auf den Tribünen ein Feuer legten und so die Feuerwehr auf den Plan riefen. Schiedsrichter Markus Schmidt unterbrach die Partie für knappe sechs Minuten. Danach machten die Chemnitzer dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten - mit leidenschaftlichen Angriffen. Kegel vergab die nächste Gelegenheit (67.). Schädlich brachte dann auch noch mit Förster und Aydemir weitere offensive Leute und kündigte damit die Schlussoffensive an.

Dresdens Coach Ralf Loose wurde an der Seitenlinie immer lauter und trieb seine Schützlinge, die inzwischen sehr passiv waren und viel zu tief in der eigenen Hälfte standen, wieder nach vorne. Mit Erfolg: Ouali setzte sich auf der linken Seite durch und flankte dann per Außenrist nach innen, wo Buchner den Ball äußerst unglücklich ins eigene Tor beförderte (84.) - die Entscheidung war damit gefallen und Dresden stand als Sieger fest!

Beide Mannschaften sind ihren jeweiligen Ligen wieder am kommenden Samstag gefordert: Der Chemnitzer FC empfängt den SV Wehen Wiesbaden, Dynamo Dresden gastiert beim MSV Duisburg.