Champions League 2011/12, Viertelfinale
21:08 - 23. Spielminute

Gelbe Karte
Seedorf
Milan

21:54 - 52. Spielminute

Spielerwechsel (Milan)
El Shaarawy
für Robinho
Milan

22:00 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Nesta
Milan

22:03 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Keita
Barcelona

22:07 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Barcelona)
Tello
für Iniesta
Barcelona

22:09 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (Milan)
Emanuelson
für K.-P. Boateng
Milan

22:11 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Ambrosini
Milan

22:17 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Milan)
Mesbah
für Nesta
Milan

22:18 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Barcelona)
Pedro
für A. Sanchez
Barcelona

MIL

BAR

Barca dominant - AC leidenschaftlich in den Zweikämpfen

Milans Abwehrriegel bringt Messi & Co zur Verzweiflung

Lionel Messi & Christian Abbiati

Mund abputzen und weiter geht's: Barcelonas Lionel Messi (li.) brachte den Ball nicht an Milans Torwart Christian Abbiati vorbei. getty images

Mailand-Coach Massimiliano Allegri änderte seine Startelf im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen den AS Rom fünffach: Nesta ersetzte den verletzten Thiago Silva in der Innenverteidigung. Außerdem durften Antonini, Seedorf, Robinho und der wieder genesene Boateng für Mesbah, Muntari, Emanuelson und El Shaarawy beginnen.

Barcelonas Trainer Pep Guardiola änderte seine Mannschaft im Vergleich zum 2:0-Auswärtssieg bei RCD Mallorca auf drei Positionen: Xavi wurde im Ligabetrieb geschont und kehrte in der Champions League für Fabregas zurück. Außerdem erhielten Dani Alves und Keita den Vorzug vor Thiago Alcantara und Pedro, die zunächst auf der Bank platznehmen mussten.

Tempo, Leidenschaft, Großchancen - aber keine Tore

Der AC Mailand hatte sich viel vorgenommen und holte extra die weißen Trikots aus dem Schrank, die nur bei besonderen Anlässen getragen werden. Entsprechend verhielten sich die Italiener auch auf dem Platz: Durch frühes Pressing und aggressive Zweikampfführung nahm Milan den Katalanen schnell die Lust am Fußballspielen und störte das auf Ballbesitz ausgerichtete System der Spanier entscheidend. Daraus resultierten erste Chancen für die Hausherren: Erst scheiterte Boateng aus gefährlicher Position an Busquets' Rücken, daraufhin kam Robinho aus zehn Metern zum Abschluss, verzog aber völlig (3.).

In der Folge änderte der AC sein Defensivverhalten, zog sich zurück und stand nun tief. Zwar machte man die Räume eng, jedoch hatte Barcelona die spielerischen Mittel, um dieses Bollwerk zu knacken: Messi und Dani Alves (beide 9.) kamen aus aussichtsreicher Position zum Schuss, brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Dann rückte Schiedsrichter Jonas Eriksson (Schweden) in den Mittelpunkt: Nach einer Freistoß-Variante tauchte Sanchez frei vor Abbiati auf. Der AC-Torwart berührte den Stürmer, bevor er das Leder unter sich begrub. Barcelona forderte einen Strafstoß, Eriksson erfüllte diesen Wunsch aber nicht (16.). Eine 50-50-Entscheidung.

Fortan nahmen die Katalanen das Heft in die Hand, dominierten das Spiel und erarbeiteten sich viel Ballbesitz. Nach sehenswerten Kombinationen wurde der massierte italienische Defensivverbund gleich mehrfach überwunden. Xavi (26., 32., 43.), Messi (34.) und Iniesta (40.) trafen aber nicht ins Tor. Auf der anderen Seite glänzte Milan mit schnellen Kontern: Ibrahimovic ließ die beste Möglichkeit ungenutzt, als er nach einem Seedorf-Zuckerpass frei vor Valdes auftauchte, jedoch am spanischen Schlussmann scheiterte (20.).

Milans Taktik greift - Einwechslungen bringen neuen Schwung

Das Viertelfinale im Überblick

Auch im zweiten Durchgang trat der FCB dominanter auf und generierte viele Ballkontakte. Zunächst konnten die Katalanen daraus aber keine Möglichkeiten entwickeln, denn Milan hielt mit rassiger Zweikampfführung dagegen. Die Spanier antworteten wütend und teilten nun selber kräftig aus. Das ließ die Partie noch intensiver werden.

Immerhin schafften es die Italiener, den Ball fern des eigenen Tores zu halten und setzten selbst immer wieder Nadelstiche. So neutralisierte sich das optische Übergewicht. Barcelona kam nur nach Einzelaktionen über den pfeilschnellen Messi in Torraumnähe. Hier funkte Milan aber entweder mit einem taktischen Foul dazwischen, oder bewachte den Stürmer doppelt und dreifach.

Das Spiel drohte zu kippen, das erkannte auch Guardiola und brachte mit Tello (65.) und Pedro (76.) zwei frische Angreifer. Das schien zu fruchten und sorgte für neue Impulse in Barcas Offensive: Messis Schuss aus 13 Metern wurde von Ambrosini geblockt (77.), Puyols Kopfball verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter (78.).

In der Schlussphase musste das Mailänder Publikum aber nochmal die Luft anhalten: Messi kam im Strafraum aus halb-rechter Position zum Schuss und zwang Abbiati zu einer Parade. Der Torwart ließ den Ball nach rechts abprallen, wo Tello angerauscht kam und ins leere Tor einschieben wollte. In letzter Sekunde schmiss sich Antonini dazwischen und rettete so das 0:0 (87.).

Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Milan

Abbiati - Bonera , Nesta , Mexes , Antonini - Nocerino , Ambrosini , Seedorf , K.-P. Boateng - Robinho , Ibrahimovic

Barcelona

Victor Valdes - Dani Alves , Piqué , Mascherano , Puyol - Xavi , Busquets , Keita - A. Sanchez , Messi , Iniesta

Schiedsrichter-Team

Jonas Eriksson Schweden

Spielinfo

Stadion

Giuseppe Meazza

Zuschauer

76.169

Für den AC Mailand geht es am Samstag (18 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei Catania Calcio in der Serie A weiter. Barcelona hat am kommenden Wochenende ein Heimspiel und trifft ebenfalls am Samstag (22 Uhr) auf Atletic Bilbao. Das Champions-League-Rückspiel findet am Dienstag, den 03. April (20.45 Uhr) im Camp Nou statt.