Champions League 2011/12, Achtelfinale
22:04 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Abraham
Basel

22:07 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Stocker
für F. Frei
Basel

22:12 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
T. Müller
für Ribéry
Bayern

22:13 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
T. Müller
Bayern

22:23 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Rafinha
Bayern

22:24 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Zoua
für Shaqiri
Basel

22:27 - 86. Spielminute

Tor 1:0
Stocker
Linksschuss
Vorbereitung Zoua
Basel

22:29 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Olic
für Kroos
Bayern

22:30 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Cabral
für A. Frei
Basel

BAS

FCB

Wilde Anfangsphase - Vogels Joker stechen

Stockers später Treffer schockt den FC Bayern

Rafinha, Xherdan Shaqiri (re.)

Laufduell: Rafinha (li.) gegen Xherdan Shaqiri. Getty Images

Basels deutscher Coach Heiko Vogel - einst Jugendtrainer bei den Bayern -, der sich in der Champions-League-Generalprobe bei den Young Boys Bern mit einem 2:2 begnügen musste, stellte seine Anfangsformation im Vergleich zum 2:1-Sensationserfolg am 6. Spieltag der Gruppenphase am 7. Dezember gegen Manchester United auf einer Position um: Huggel begann für Cabral.

Beim FC Bayern wechselte Jupp Heynckes im Vergleich zum 0:0 gegen Freiburg in der Bundesliga dagegen zweimal. Für Müller durfte Robben von Anfang an beginnen. Zudem ersetzte Tymoshchuk Luiz Gustavo im defensiven Mittelfeld neben Alaba.

Die Bayern begann schwungvoll und präsentierten sich in den Zweikämpfen und im Spiel nach vorne äußerst präsent. In der 2. Minute wurde Gomez von Ribery steil geschickt, beim Abschluss links im Strafraum aber noch entscheidend abgedrängt. Wenig später tauchte Ribery nach Robbens Zuspiel völlig frei am Fünfmeterraum auf, doch Keeper Sommer rettete mit einem Reflex stark (3.).

Die Achtelfinal-Hinspiele

Nach und nach wagte sich auch Basel nach vorne. Shaqiri versprang der Ball im Sechzehner aber nach gelungener Vorarbeit von Steinhöfer über rechts (8.). Dann rückte wieder Sommer in den Blickpunkt: Lahm und Ribery eroberten erst gemeinsam vor dem Strafraum der Schweizer den Ball, dann hatte der Franzose völlig frei aus halblinker Position das 1:0 auf dem Fuß, doch Sommer lenkte den Ball in letzter Sekunde noch mit der Hand aus der kurzen Ecke (12.).

Die nächsten Minuten gehörten dann plötzlich ganz den Baslern. Erst zwang Streller Neuer nach einer noch von Lahm abgefälschten Flanke zu einer Glanzparade (16.). Nach dem anschließenden Eckball kam Dragovic frei in der Strafraummitte zum Kopfball, Neuer lenkte das Spielgerät reflexartig noch an den linken Innenpfosten, ehe Badstuber den Ball aus der Gefahrenzone drosch (17.). Damit noch nicht genug: Wenig später war es Alexander Frei, der mit einem Direktschuss nur die Querlatte traf (20.)!

Nach der turbulenten Auftaktphase beruhigte sich die Begegnung. Der Rekordmeister kontrollierte nun das Spielgeschehen zwar wieder, kam aber nicht mehr zu so guten Gelegenheiten wie zu Beginn. Alaba (29.) und Ribery (36.) zwangen Sommer aus der Distanz zum Eingreifen. Von den tief stehenden Schweizern kam bis zum pünktlichen Pausenpfiff von Referee Nicola Rizzoli keine weitere nennenswerte Torszene mehr.

Vogels "Joker" stechen

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte präsentierte sich die Partie offen. Streller bekam bei einem gewonnenen Kopfballduell gegen Lahm am Fünfmeterraum aber nicht mehr genug Druck hinter den Ball (49.). Dann rettete Badstuber halblinks im Strafraum gerade noch vor Fabian Frei (51.). Insgesamt hatte aber der FC Bayern mehr vom Spiel, auch wenn sich der deutsche Rekordmeister gegen die engagiert verteidigenden Basler schwer taten.

Meist mussten Distanzschüsse als Münchner Mittel herhalten, um für Gefahr zu sorgen. So zielten Kroos (57.) und Alaba (62.) mit ihren Versuchen knapp vorbei. Dann scheiterte Robben mit einem Freistoß aus etwa 17 Metern an der Mauer (65.), Lahms Distanzschuss war Beute von Keeper Sommer (68.). Insgesamt schaffte es die Heynckes-Elf, bei der für die Schlussphase Müller für Ribery kam, aber nicht, sich im Strafraum entscheidend Platz zu erschaffen. Zudem blieb Basel bei seinen gelegentlichen Kontern gefährlich.

Basel jubelt

Der FC Basel jubelt nach Valentin Stockers spätem 1:0.

So auch in der 86. Minute, als eine Co-Produktion der von Heiko Vogel eingewechselten "Joker" für den FC Basel kurz vor Schluss den Sieg einleitete: Zoua - erst drei Minuten zuvor für den zukünftigen Bayern-Profi Shaqiri gekommen - passte am Strafraumrand nach links in den Sechzehner zu Stocker, der noch ein paar Schritte lief und mit links durch die Beine von Neuer flach ins Tor einschoss. Glück hatten die Eidgenossen in der Nachspielzeit, als Zoua Olic im Strafraum bei einem Klärungsversuch mit dem Knie im Gesicht traf, das Spiel aber weiterlief (90.+1).

Für den FC Basel steht als nächstes am Samstag (25. Februar) das Heimspiel gegen den FC Zürich an. Die Bayern müssen am Sonntag (15.30 Uhr) ihren dritten Tabellenplatz zu Hause gegen Schalke verteidigen. Das Rückspiel findet am Dienstag, den 13. März (20.45 Uhr), in München statt.

23

Bayern kalt erwischt, Marseille schlägt Inter