Bundesliga

Angriff auf die 10 - Bruggink kontert

Hannover: Überangebot im Mittelfeld

Angriff auf die 10 - Bruggink kontert

Arnold Bruggink

10er: Arnold Bruggink will dem 96-Spiel seinen Stempel aufdrücken. imago

Mehrere Kandidaten könnten im 4-2-3-1 auf den Flügeln, aber eben auch hinter der Spitze spielen.

Die dynamischen Varianten: Sergio Pinto (26) erklärte das zentrale offensive Mittelfeld unlängst zur Wunschrolle. Mit Positionswechseln und Zug zum Tor beschäftigt er mehrere Gegner. Wie Chavdar Yankov (23). Der Bulgare, beim 3:0 gegen Madrid vor der Abwehr überzeugend, wäre beim "Angriff auf die 10" am Start, wenn es Hannover gelingt, fürs defensive Mittelfeld in den nächsten Tagen Christian Schulz in Bremen loszueisen. Die Zeichen hierfür stehen gut.

Die quirligen Varianten: Szabolcs Huszti (24) und Gaetan Krebs (21), 1,73 bzw. 1,65Meter kleine, zum Verwechseln ähnliche Irrwische, bringen mit ihrem wuseligen, trick- und ideenreichen Spiel jede Abwehr durcheinander. Huszti ist aber auch idealer Flankengeber, nicht nur bei Standards. Aus dem Faible für den Ex-Siegener Krebs macht Hecking derweil keinen Hehl: "Erstaunlich, wie schnell er unser Niveau und Tempo angenommen hat."

Die stürmischen Varianten: Benny Lauth (25) wäre bei weiterer Formsteigerung ein Kandidat als hängende zweite Spitze. "Das Tor gegen Real tat mir gut", so der Ex-HSVer, der aus der zweiten Reihe den Weg nach vorne sucht. Ähnliche Alternativen sind Vahid Hashemian (31), sogar Jiri Stajner (31) sowie Thomas Brdaric (32, arbeitet nach Knieproblemen an seinem Comeback).

Die spielstarken Varianten: Als eine solche gilt für die Zukunft Jan Rosenthal, der antreibt, mutig das Offensivdribbling sucht. Eher klassisch kommt Bruggink als Gestalter daher. "Die Konkurrenz bei uns ist groß, aber ich fühle mich gut", konterte der Holländer nach dem Real-Spiel, in dem auch er selbst glänzte: Verbesserte Athletik - und dann die millimetergenauen Pässe wie zu Husztis 1:0. "Solche Bälle zaubert er hervor wie kein anderer", erklärt Hecking, warum er auf den 30-Jährigen vorerst wohl nicht verzichtet.

Michael Richter