Karlsruhe: Kapllani verlängert vorzeitig

Miller: Weiterbildung mit Gyrotonic und Karate

KSC-Keeper Markus Miller

Gibt weiter die Kommandos: KSC-Keeper Markus Miller. dpa

"Die neue Saison wird ganz besonders. Jedes Spiel in der Bundesliga ist ein Highlight. Man steht ständig im Fokus und muss sich Woche für Woche beweisen." Genau das, was Miller sucht. "Der Aufstieg mit dem KSC kam genau zum richtigen Zeitpunkt in meiner Karriere. Dieser Schritt musste jetzt einfach kommen. Ich wollte unbedingt in die Bundesliga", unterstreicht Miller.

Der Torwart will zeigen, dass er das Zeug zum etablierten Bundesligakeeper hat. Und dafür tut er einiges. Auf dem Platz und außerhalb. Mit Torwarttrainer Peter Gadinger trainiert er täglich in den verschiedensten Formen und Varianten. Doch damit nicht genug. Einmal pro Woche fährt Miller nach Stuttgart, absolviert dort Gyrotonic-Einheiten. Ein Training, das ursprünglich aus der Ballett- und Tanzszene kommt und wo Beweglichkeit, Kraft und Koordination im Vordergrund stehen. Eine Trainings- form, die auch der Ex-Stuttgarter Timo Hildebrand jahrelang nutzte, um agiler und schneller zu werden. Und ganz außergewöhnlich: Auch mit einem Karate- und Boxtrainer trifft sich Miller einmal wöchentlich, geht mit ihm spezielle Übungen für die Beinarbeit durch. "Markus ist unheimlich ehrgeizig und überlegt sich ständig, wie er sich weiterentwickeln kann. Das ist als Ergänzung zum normalen Training auch sehr gut so", so Trainer Ede Becker.

Für den Chefcoach ist klar: Auch in der neuen Saison ist Miller die Nummer eins und Jean-Francois Kornetzky sein Stellvertreter. "Markus wird seinen Weg gehen. Er ist noch relativ jung, und wird seine Leistungen steigern können", prophezeit Becker. Bis 2009 läuft der Vertrag beim KSC. Millers Ziel? "Mit Karlsruhe die nächsten zwei Jahre erstklassig bleiben." Und langfristig? "Natürlich ist das oberste Ziel eines jeden Fußballers die Nationalmannschaft. Doch bevor man ernsthaft davon träumen kann, muss man erst mal viele andere Etappen durchgestanden haben", so Miller, der am Mittwoch mit dem Team ins siebentägige Trainingslager nach Baiersbronn/Schwarzwald startete. Auch mit dabei: Massimilian Porcello, der sich am Sonntag im Test in Schöllbronn (9:0) eine Wadenverletzung zuzog. Er wird aber nur Lauftraining absolvieren können und erst in einer Woche wieder auf den Platz zurückkehren.

Kapllani bleibt bis 2010

Eine erfreuliche Entwicklung nahmen die Vertragsverhandlungen mit Stürmer Edmond Kapllani. Der Albanier verlängerte seinen bis 2008 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2010. In der vergangenen Saison war der Angreifer mit 17 Treffern zweiterfolgreichster Torschütze der Liga hinter dem ehemaligen Vereinskollegen und Neu-Dortmunder Giovanni Federico (19).

Mounir Zitouni