Nürnberg: Israels Colautti im Visier? - Vittek "nicht glücklich"

Auch der Koevermans-Transfer ist geplatzt

Israels Torjäger Colautti (li.)

Steht oft da, wo ein Torjäger stehen muss: Israels Roberto Colautti (li.) erzielte in der EM-Quali bislang sechs Treffer. dpa

Der Grund: Den von Alkmaar umworbenen Roy Makaay zieht es wohl zu Feyenoord, Glen Salmon, südafrikanischer Nationalspieler in Diensten von NAC Breda, kommt ebenfalls nicht. AZ hat also keinen Ersatz für Koevermans gefunden, erteilt diesem folglich keine Freigabe. Die Nürnberger Suche geht also weiter, "wir haben noch Optionen, die wir abarbeiten, wo wir Bereitschaften abklopfen", so Bader. "Ganz zum Schluss kommt noch einer, den ich gar nicht wollte", scherzt derweil Trainer Hans Meyer nach der Aussage Baders, "ob nächste Woche oder in vier, das werden wir sehen".

Neu im Rennen scheint auch der gebürtige Argentinier und jetzige israelische Nationalstürmer Roberto Colautti (25) von Maccabi Haifa, der sich allerdings vor drei Monaten von seinem Berater getrennt hat und bei dem die Lage etwas verworren zu sein scheint. Immerhin bestätigt Colauttis Frau gegenüber dem kicker Interesse eines europäischen Vereins, der Spieler selbst erklärte im israelischen Fernsehen lediglich, "noch keine Gespräche geführt" zu haben.

Gesprächsbedarf besteht anscheinend auch weiterhin bei Robert Vittek. Der slowakische Nationalstürmer, der beim Pokal-endspiel nicht im Kader stand, nachdem er Meyer mitgeteilt hatte, "dass ich nicht für 60 oder 70 Minuten fit bin", danach aber das EM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland über die kompletten 90 Minuten absolvierte, ging davon aus, "wie alle anderen Nationalspieler auch erst am 2. Juli zum Training erscheinen zu müssen". Am Montag schließlich wurde ihm, wie sein Berater bestätigt, in einem Telefonat mitgeteilt, dass er doch bitteschön am 28. Juni einsteigen solle. "Da war ich nicht glücklich", sagt Vittek, der allerdings das vorzeitige Urlaubs-ende "akzeptiert".

Viel Arbeit also für Martin Bader in dieser Woche "nach einer schönen Saison, die wir in die Archive verfrachten müssen - obwohl die Erwartungshaltung nach den Erfolgen sicherlich hoch ist".

Axel Heiber