Baden-Würrtemberg-Aufsteiger: VfL Kirchheim

Rentschler setzt auf eigene Jugend

2001 aus der Oberliga abgestiegen, 2004 so gut wie insolvent, 2005 per Relegation den Absturz in die Landesliga abgewendet, 2007 wieder in die Oberliga zurückgekehrt: Die jüngste Geschichte des VfL Kirchheim liest sich wie ein kleines Märchen.

Die Kehrtwende vollzog sich im Jahr 2004. Mit dem ehemaligen Regionalligafußballer Michael Rentschler (Wacker Burghausen, TSF Ditzingen) übernahm ein ehrgeiziger, aber noch unerfahrener Coach das Team. Fast ausschließlich mit Talenten aus der Region formierte er ein schlagkräftiges Team.

Weiteres Markenzeichen des Verbandsligameisters: Eine beeindruckende Defensivarbeit (nur 17 Gegentreffer), gepaart mit variablem Angriffsfußball. Teure Neuzugänge wird es nicht geben. Neben André Gonsior, dem Torjäger des Verbandsliga-Absteigers TSV Hildrizhausen, kommen nur einige Talente.

Kirchheim geht mit einem eingespielten Meisterteam und einem Etat von knapp über 200000 Euro in die Saison. Abteilungsleiter Jörg Mosolf setzt Platz 12 bis 15 als Messlatte. "Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben", sagt der 50-jährige Speditionsunternehmer.

Reimund Elbe