DFB-Pokal 2011/12, 2. Runde
20:34 - 4. Spielminute

Tor 1:0
Hemlein
Linksschuss
Vorbereitung Molinaro
Stuttgart

21:07 - 38. Spielminute

Tor 2:0
Cacau
Linksschuss
Vorbereitung Traoré
Stuttgart

21:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Okazaki
für Cacau
Stuttgart

21:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
K. Benyamina
für Teixeira
FSV Frankfurt

21:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Gallego
für Schlicke
FSV Frankfurt

21:54 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Yelen
FSV Frankfurt

21:55 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Gentner
für Hemlein
Stuttgart

22:03 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Kuzmanovic
für Hajnal
Stuttgart

22:04 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Y. Stark
für V. Hleb
FSV Frankfurt

22:07 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Cinaz
FSV Frankfurt

22:17 - 89. Spielminute

Tor 3:0
Traoré
Linksschuss
Vorbereitung Harnik
Stuttgart

VFB

FSV

VfB erreicht souverän das Achtelfinale

Hemleins erstes Mal, Cacau mit Vehemenz

Christoph Hemlein (VfB Stuttgart) jubelt über sein Tor zum 1:0

Den Torhunger im Gesicht: Christoph Hemlein feiert sein erstes Tor im Profi-Bereich. imago

"Wir gehen in die Partie, als ob es ein Endspiel wäre", hatte VfB-Coach Bruno Labbadia versprochen - rotieren ließ er trotzdem: Boka machte wie im zweiten Durchgang beim 2:2 in Nürnberg für Molinaro Platz, Tasci (zudem Knieprobleme), Kuzmanovic und Okazaki erhielten eine Verschnaufpause. Neu dabei: Bauer, der in Runde eins (2:1 bei Wehen Wiesbaden) seinen bis dahin einzigen Einsatz bei den Profis hatte, Sommerneuzugang Traoré und Stürmer Hemlein, der in Nürnberg als Joker sein Erstliga-Debüt feierte und diesmal neben Cacau begann.

Gäste-Trainer Hans-Jürgen Boysen, 1995 beim legendären 15:14-Elfmeterschießen-Sieg in der ersten Pokal-Runde gegen den VfB beim SV Sandhausen auf der Trainerbank, stellte wie angekündigt Langer für Klandt ins Tor und setzte gegenüber dem 1:2 bei St. Pauli Banyamina auf die Bank. Huber erhielt eine Chance, Chrisantus rückte in die Spitze. Für Langer war es ebenso eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wie für Gledson und Hleb.

Hemlein hellwach - Cacau im Nachsetzen

Im ersten Durchgang gab es in der mäßig gefüllten Stuttgarter Arena nur eine Richtung: Der VfB drückte von Beginn an mit viel Tempo und Spielfreude auf Tore, während der FSV meist hinterherlief und den Schwaben jede Menge Räume zur Verfügung stellte. Beim 1:0 (4.) spielte Traoré Molinaro auf der linken Seite frei, Hemlein lenkte dessen Flanke per Drop-Kick aus kurzer Distanz ins Tor - sein erster Treffer im Profi-Bereich.

DFB-Pokal

Es folgten gefährliche Distanzschüsse von Traoré (7.), Harnik (13.) und Hemlein (33.) - und schließlich das 2:0 (38.): Nach Doppelpass mit dem enorm agilen Molinaro scheiterte Traoré noch an Gledsons Beinen, Cacau, zuvor erneut mit einigen unglücklichen Aktionen, staubte im Nachsetzen vehement ab. Von den Frankfurtern kam in den ersten 45 Minuten offensiv nichts von Belang, der 0:2-Pausenstand war schmeichelhaft.

Boysen reagierte auf die verheerenden Defensivlöcher, indem er Teixeira und Schlicke zur Pause auswechselte und mit Gallego und Benyamina sogar personell offensiver wurde. Beim VfB ersetzte Okazaki Cacau und rückte in die Sturmspitze. Das erste Highlight der zweiten Hälfte ereignete sich jedoch auf der anderen Seite: Ulreich rettete bei Chrisantus' abgefälschtem 17-Meter-Schuss mit dem Fuß, Gallego setzte den Nachschuss aus spitzem Winkel an den Pfosten (47.)!

Traoré hat das letzte Wort

Der FSV wirkte nun deutlich geordneter, der Mut wuchs von Minute zu Minute. Ulreich flog bei Yelens 25-Meter-Freistoß (66.) ebenso erfolgreich wie beim Distanzschuss von Joker Stark (78.). Die Hessen kämpften aufopferungsvoll, letztlich sprang aber zu wenig Zwingendes dabei heraus. Der VfB dagegen eiskalt: Die erste nennenswerte Chance in Durchgang zwei war das 3:0 - Traoré schoss Harniks Zuspiel souverän ins kurze Eck und damit sein erstes Tor im VfB-Trikot (89.).

Das Labbadia-Team ist also im Topf, wenn am frühen Sonntagabend das Achtelfinale ausgelost wird. Das wiederum steigt dann kurz vor Weihnachten am 20./21. Dezember. Zunächst aber steht die Bundesliga wieder im Fokus, am Samstag (15.30 Uhr) kommt Meister Dortmund ins "Ländle". Ähnlich hoch ist Frankfurts nächste Hürde in Liga zwei: Tabellenführer Düsseldorf reist am Sonntag (13.30 Uhr) an.