Bundesliga 2011/12, 32. Spieltag
18:56 - 23. Spielminute

Tor 1:0
Perisic
Kopfball
Vorbereitung Schmelzer
Dortmund

19:47 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Kagawa
Dortmund

19:48 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Stranzl
Gladbach

19:48 - 59. Spielminute

Tor 2:0
Kagawa
Linksschuss
Vorbereitung Lewandowski
Dortmund

19:53 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Ring
für Herrmann
Gladbach

19:58 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Wendt
für Arango
Gladbach

20:01 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
M. Götze
für Kagawa
Dortmund

20:02 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Leitner
für Gündogan
Dortmund

20:17 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
S. Bender
für Blaszczykowski
Dortmund

BVB

BMG

Borussia Dortmund ist zum achten Mal deutscher Meister

Perisic läutet die Meister-Party ein

Dortmunds Perisic (2.v.li.) köpft zum 1:0 ein

Und rein damit: Dortmunds Perisic (2.v.li.) köpft zum 1:0 ein. Getty Images

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp konnte im Vergleich zum 2:1-Derbysieg auf Schalke wieder mit Subotic rechnen. Der Serbe kehrte dann auch gleich in die Innenverteidigung neben Hummels zurück und verdrängte Felipe Santana auf die Bank. Ferner erhielten Perisic und Kehl den Vorzug vor Bender und dem verletzten Großkreutz.

Mönchengladbachs Coach Lucien Favre indes musste auf Neustädter verzichten. Der 24-Jährige hatte sich beim 3:0 gegen Köln einen Kapsel- und Außenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen und wurde durch Jantschke vertreten.

Im restlos ausverkauften Signal-Iduna-Park trafen die zweit- und drittbeste Abwehrreihe der Bundesliga direkt aufeinander. Logisch, dass sich kein Offensivspektakel entwickelte, dafür präsentierten sowohl der BVB als auch Gladbach viel zu stabil in der Deckung.

Der 32. Spieltag

Die Schwarz-Gelben ergriffen dennoch die Initiative, während die Fohlenelf eher abwartend agierte und auf Konter lauerte. Allerdings erspielten sich fast nur die Dortmunder Torchancen, die jedoch nicht wirklich hochklassig waren (10., Lewandowski; 14., Kagawa). In der 20. Minute wurde es erstmals so richtig turbulent, als Kagawa am linken Pfosten scheiterte und Lewandowski beim Nachschuss geblockt wurde. Drei Minuten später klingelte es dann aber doch im Gladbacher Kasten: Schmelzer zog eine Freistoßflanke von rechts zu Perisic, der aus fünf Metern in die Maschen köpfte (23.).

Keine Frage, die Führung war aufgrund der klaren Feldvorteile und der Mehrzahl an Chancen verdient, allerdings vergaß es der BVB, konsequent nachzusetzen und damit die Vorentscheidung zu erzwingen. Wie gefährlich das war, zeigte sich nach 34 Minuten, als ein Treffer von Hanke nicht anerkannt wurde, weil Daems nach Ansicht der Unparteiischen zuvor hauchdünn im Abseits gestanden hatte. Drei Minuten danach hätte Hummels die ohnehin schon euphorische Stimmung bei den eigenen Fans noch weiter elektrisieren können - nach einer Ecke zog der Innenverteidiger aber im Eins-gegen-eins gegen ter Stegen den Kürzeren und verpasste es daher, eine noch höhere Pausenführung zu erzielen.

Reus sorgt für den Weckruf - Kagawa für klare Verhältnisse

BVB-Fans

Der 12. Mann: Auch gegen Gladbach wusste der BVB abertausende von Fans hinter sich. Getty Images

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich auf dem Rasen zunächst das gleiche Bild. Gladbach wirkte ideenlos, ja gar hilflos. Dortmund hatte deutlich mehr Ballbesitz, spielte aber meistens nur um den gegnerischen Sechzehner herum und kam folglich kaum zu nennenswerten Abschlüssen. Die Partie drohte ein wenig einzuschlafen, doch dann sorgte Reus für den Weckruf: Der zukünftige Dortmunder entwischte bei einem langen Ball, nahm daraufhin Weidenfeller gekonnt mit einem Heber aus dem Spiel, scheiterte aber schlussendlich aus spitzem Winkel am auf der Linie stehenden Schmelzer (54.).

Etwas später war der Linksverteidiger auch noch der Ausgangspunkt für die Vorentscheidung. Mit einem feinen Pass leitete Schmelzer den Konter über Lewandowski ein. Der Pole bediente letztlich Kagawa, der im Sechzehner ter Stegen umkurvte und locker zum 2:0 einschob (59.). Kurz darauf hätte Lewandowski endgültig alles klar machen können, der Pole scheiterte nach einem Freistoß per Kopf aber am stark reagierenden ter Stegen (62.).

Wenn es nach den Dortmunder Fans gegangen wäre, hätte die Meisterparty längst beginnen können - allerdings war noch eine knappe halbe Stunde zu gehen. Und die Gladbacher wurden jetzt mutiger, Schmelzer stoppte Reus bei einem Konter in letzter Sekunde (67.), ehe Stranzls Kopfball nach Ecke knapp drüber sauste (69.). Mehr als ein Strohfeuer war es allerdings nicht, denn die Gladbacher machten in der Folge nicht mehr den Anschein, als würde sie den BVB noch wirklich fordern können. Das Schaulaufen begann also. Klopp brachte noch Leitner und Götze, der nach seiner Verletzung somit sein Comeback feierte, um nach Abpfiff gleich den achten Meistertitel der Dortmunder Klubgeschichte zu feiern.

Spieler des Spiels

Marcel Schmelzer Abwehr

1,5
Spielnote

Eine temporeiche, teilweise mitreißende Begegnung, in der der BVB die spielerischen Höhepunkte setzte.

2
Tore und Karten

1:0 Perisic (23', Kopfball, Schmelzer)

2:0 Kagawa (59', Linksschuss, Lewandowski)

Dortmund

Weidenfeller 3 - Piszczek 3, Subotic 2, Hummels 1,5, Schmelzer 1,5 - Gündogan 3 , Kehl 3, Blaszczykowski 2,5 , Kagawa 2,5 , Perisic 2 - Lewandowski 3

Gladbach

ter Stegen 1,5 - Stranzl 4,5 , Brouwers 3, Dante 4, Daems 2 - Nordtveit 4,5, Jantschke 3,5, Herrmann 5 , Arango 4,5 - Reus 4, M. Hanke 4

Schiedsrichter-Team

Florian Meyer Burgdorf

3
Spielinfo

Stadion

Signal-Iduna-Park

Zuschauer

80.720 (ausverkauft)

Borussia Dortmund wird am vorletzten Bundesliga-Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern vorstellig, Mönchengladbach empfängt zeitgleich den FC Augsburg.