Bundesliga 2011/12, 32. Spieltag
16:42 - 51. Spielminute

Tor 1:0
Naldo
Linksschuss
Vorbereitung Pizarro
Bremen

16:55 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Ribery
für Olic
Bayern

16:55 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Kroos
für Pranjic
Bayern

16:59 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Arnautovic
für Trinks
Bremen

17:00 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Gomez
für Petersen
Bayern

17:05 - 75. Spielminute

Tor 1:1
Naldo
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung Ribery
Bayern

17:11 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Füllkrug
für Rosenberg
Bremen

17:21 - 90. Spielminute

Tor 1:2
Ribery
Linksschuss
Vorbereitung Kroos
Bayern

BRE

FCB

Werder seit sieben Spielen sieglos - Bayern sichern Platz zwei

Ribery wendet das Blatt endgültig

Bremens Trybull gegen Schweinsteiger und Petersen (re.).

Umringt von Bayern: Bremens Trybull gegen Schweinsteiger und Petersen (re.). Getty Images

Bremens Coach Thomas Schaaf plagten nach dem 1:4 in Stuttgart große Personalsorgen. Neben den Langzeitverletzten Ekici und Bargfrede fehlten Marin (Oberschenkelprobleme), Ignjovski (Sprunggelenkprobleme) sowie die Gelb-gesperrten Sokratis und Fritz. Vier Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen die Schwaben: Trinks, Hunt, Trybull und Startelfdebütant Aleksandar Stevanovic kamen für Sokratis, Ignjovski, Marin und Fritz.

Münchens Trainer Jupp Heynckes indes schonte zahlreiche Stammkräfte vor dem so wichtigen Halbfinal-Rückspiel in der Champions League bei Real Madrid und brachte mit Rafinha, Tymoshchuk, Contento, Pranjic, Usami, Müller, Olic und Petersen gleich acht Neue - nur Neuer, Schweinsteiger und Luiz Gustavo waren auch schon beim 2:1-Hinspielsieg gegen Real Madrid in der Startelf.

Der 32. Spieltag

Personell hatten beide Mannschaften zuvor so noch nie so zusammengespielt, das machte sich dann auch früh durch zahlreiche Missverständnisse und einige Fehlpässe bemerkbar. Die Münchner verfügten jedoch über die größere individuelle Klasse und kamen folglich rasch zu Feldvorteilen und in der zweiten Minute zur ersten dicken Torchance: Über Müller und Usami landete die Kugel in der Mitte bei Petersen, der jedoch aus elf Metern unbedrängt über den Ball schlug. Affolter und Schmitz konnten daraufhin gemeinsam klären.

Ansonsten passierte aber kaum etwas im ausverkauften Weserstadion. Den Zuschauern wurde fußballerische Magerkost geboten, vor allem Werder zeigte viel zu wenig. Wenn etwas ging, dann zeichneten sich die Bayern dafür verantwortlich. So auch in der 19. Minute, als Petersen nach Contento-Flanke per Kopf am stark reagierenden Wiese scheiterte. Kurz darauf folgte die erste gute Gelegenheit für die Hanseaten: Stevanovic flankte präzise in den Fünfer zu Rosenberg, der jedoch aus kurzer Distanz vergab (23.).

Mit zunehmender Spieldauer ließ der FCB die Zügel immer weiter schleifen, Bremen leistete sich allerdings weiterhin eine immens hohe Zahl an Fehlpässen. Folglich blieb es ein wenig ansehnliches Duell, das bis zur Halbzeit kaum noch weitere Höhepunkte zu bieten hatte. Die einzige Ausnahme gab es nach 44 Minuten, als Petersen aus zwölf Metern Pech hatte und den Ball nur ans Gebälk knallte.

Naldo trifft sowohl ins "richtige" als auch ins "falsche" Tor

Bayerns Olic gegen Bremens Affolter (re.).

Hinterher: Bayerns Olic gegen Bremens Affolter (re.). Getty Images

Torlos ging es also in den zweiten Durchgang, in dem die Begegnung endlich Fahrt aufnahm. Zuerst verzog Olic nur knapp (49.), auf der Gegenseite zwang Pizarro Neuer per Kopf zu einer Glanztat (50.). Bei der anschließenden Ecke bewies Naldo den richtigen Riecher und brachte Werder mit einem trockenen Schuss aus kurzer Distanz in Führung (51.). Der Treffer tat dem Spiel sichtlich gut, denn die Bayern waren nun an der Ehre gepackt. Der FCB legte den Schalter wieder um und drängte fortan auf den Ausgleich - Torchancen gab es nun vermehrt zu sehen (54., Junuzovic; 55., Petersen).

Heynckes wollte sich mit der drohenden Niederlage nicht abfinden und brachte mit Ribery, Kroos und etwas später Gomez gleich drei Stammspieler. Und der FCB wollte es noch einmal wissen - Gomez (70.) köpfte drüber, Usami konnte Wiese nicht wirklich fordern (73.). Kurz darauf hätte Rosenberg alles klar machen können, der Schwede zögerte bei einem Konter aber viel zu lange und vergab daher leichtfertig (74.). Die Strafe folgte auf den Fuß: Ribery entwischte auf der linken Seite und flankte flach nach innen. Naldo wollte klären, beförderte den Ball aber zu seinem Pech ins eigene Netz (75.).

Für Werder wurde es jetzt ernst, denn die Hanseaten schienen beeindruckt. Der FCB wollte nun mehr und drängte auf den Sieg - Ribery (79.), Müller (80.) und Kroos (89.) hatten noch kein Abschlussglück. In der Schlussminute schlug dann Ribery doch noch zu: Der Franzose narrte den jungen Stevanovic im Bremer Strafraum und zimmerte das Leder anschließen trocken ins lange Eck zum 2:1-Siegtreffer.

Spieler des Spiels

Franck Ribery Mittelfeld

1
Spielnote

Anfangs lahm, nach der Pause sehenswert, interessant nicht nur durch Riberys Gala.

3,5
Tore und Karten

1:0 Naldo (51', Linksschuss, Pizarro)

1:1 Naldo (75', Eigentor, Rechtsschuss, Ribery)

1:2 Ribery (90', Linksschuss, Kroos)

Bremen

Wiese 3 - A. Stevanovic 4,5, Affolter 4, Naldo 4 , Schmitz 4 - Trybull 3, Junuzovic 4, Hunt 2,5, Trinks 5 - Rosenberg 5 , Pizarro 3,5

Bayern

Neuer 3 - Rafinha 4, Tymoshchuk 3, Luiz Gustavo 4, Contento 4 - Pranjic 4 , Schweinsteiger 4,5, Usami 3, T. Müller 4,5, Olic 4,5 - Petersen 4

Schiedsrichter-Team

Manuel Gräfe Berlin

4,5
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

42.100 (ausverkauft)

Für die Bayern geht es am Mittwoch in der Champions League im Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid um den Einzug ins Endspiel der Königklasse. In der Bundesliga geht es am kommenden Samstag mit dem vorletzten Spieltag weiter: Bremen gastiert in Wolfsburg, die Münchner haben den VfB Stuttgart zum Süd-Schlager zu Gast.