Bundesliga 2011/12, 30. Spieltag
21:20 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Schweinsteiger
für T. Müller
Bayern

21:34 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Perisic
für Gündogan
Dortmund

21:33 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Leitner
für Kagawa
Dortmund

21:34 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Olic
für Gomez
Bayern

21:37 - 77. Spielminute

Tor 1:0
Lewandowski
Linksschuss
Vorbereitung Großkreutz
Dortmund

21:45 - 86. Spielminute

Foulelfmeter
Robben
verschossen
Bayern

21:48 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Owomoyela
für Blaszczykowski
Dortmund

BVB

FCB

BVB gewinnt zum vierten Mal in Serie gegen FCB

Lewandowski trifft, Weidenfeller pariert, Robben verzieht - ist das das Meisterstück?

Kagawa gegen Ribery (li.) und Badstuber

Zwei gegen einen: Shinji Kagawa nimmt es auch mit Franck Ribery (li.) und Holger Badstuber gleichzeitig auf. Getty Images

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp brachte im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Wolfsburg Großkreutz für Perisic.

Bayern-Coach Jupp Heynckes stellte seine Startelf nach dem 2:1-Sieg gegen Augsburg auf zwei Positionen um: Für Tymoshchuk und Schweinsteiger rückten Kroos und Luiz Gustavo ins Team und auf die Doppel-Sechs.

Prächtige Stimmung auf den ausverkauften Rängen, frühlingshafte Temperaturen und ein Rasen in Top-Zustand lieferten beste Voraussetzungen für das angekündigte Fußballfest. Die Borussia schaltete sofort den Vorwärtsgang ein, Blaszczykowski stand schon nach zwei Minuten halblinks frei vor Neuer, verzog aber.

Die Münchner starteten sehr vorsichtig, versuchten das Tempo zu drosseln. Dortmund machte aber nicht mit und stand ganz dicht vor dem 1:0: Gündogan spielte rechts in den Strafraum zu Kagawa, der querlegte auf Großkreutz. Frei vor Neuer scheiterte der Flügelstürmer aus neun Metern an der Klasse-Fußabwehr des Keepers. Und Lewandowski zog im Nachsetzen aus der Drehung ebenfalls den Kürzeren gegen die Nummer eins des FCB (6.).

Nach gut zehn Minuten ebbte die erste Angriffswelle der Schwarz-Gelben ab. Bayern hatte nun mehr Ballbesitz, agierte aber ohne Tempo und rückte nicht richtig nach. Der Respekt vor den Hausherren und deren Umschaltspiel war spürbar. Immerhin aber gelang es der Heynckes-Elf, in der eigenen Hälfte die Räume gut zu verdichten.

Gegen im Angriff hilflose, defensiv aber stabilere Münchner kam die stets um eine Offensivaktion bemühte Klopp-Elf längere Zeit nicht mehr in den gegnerischen Strafraum. Dies gelang erst Kagawa, der nach Sololauf im letzten Moment abgeblockt wurde (25.).

Der FCB verharrte wie das Kaninchen vor der Schlange, es war zu wenig, was der Rekordmeister anbot. Erst ein Gündogan-Fehlpass offerierte Kroos den ersten Torschuss, der allerdings aus 22 Metern nur Zentimeter rechts vorbeirauschte (30.).

Es blieb der einzige nennenswerte Offensivakzent der Münchner. Es fehlten Tempo, Aggressivität und Leidenschaft, Eigenschaften, die die Borussia, die bis zur Pause weiter drückte, vorlebte. Neuer parierte Blaszczykowskis Flachschuss (33.), hatte dann aber Glück, dass Lewandowskis Kopfball nach Piszczeks Flanke vom Pfosten zurückprallte (37.)

Der 30. Spieltag

Beide Teams kamen personell unverändert aus der Kabine. Die Münchner brachten nun mehr Aggressivität und Zweikampfstärke ein, verschoben sich weiter nach vorne und bewegten sich auf Augenhöhe. Zwar prüften die Hausherren in der Anfangsphase Neuer durch Piszczek (49.) und Kagawa (51.), hatten damit aber zunächst ihr Pulver verschossen.

Der Rekordmeister übernahm immer mehr die Kontrolle, ließ Ball und einen nun passiven Gegner laufen. Eine echte Torchance gab es aber vorerst nur durch Ribery, der nach gelungenem Dribbling an Piszczek vorbei von halblinks verzog (60.).

Der FCB, nun mit Schweinsteiger für Müller, bewegte sich viel mehr und vor allem besser, bei der Borussia war im Vorwärtsgang der Tank leer. Auch in der Rückwärtsbewegung klappte längst nicht mehr alles. Den ballführenden Spieler zu doppeln zum Beispiel, was den Münchner Freiräume verschaffte. Piszczek musste alles aufbieten, um Ribery am Fünfer auszubremsen (64.), danach misslang den überlegenen Gästen gegen wackelnde Klopp-Schützlinge mehrmals der finale Pass.

Die Schwarz-Gelben wechselten: Perisic und Leitner kamen für Gündogan und Kagawa (74.), der kurz zuvor noch einmal am Tor vorbeifeuerte - und die Heimelf kroch aus dem Tief. Perisic machte links Dampf, holte eine Ecke heraus. Mit Folgen: Leitner führte schnell aus, Bayern wehrte die Kugel in die Mitte ab. Großkreutz schoss aus 16 Metern, Lewandowski fälschte geschickt ab, und der Ball landete unhaltbar für Neuer im linken Eck - 1:0 (77.)!

Klar, dass der FCB nun alles nach vorne warf. Und der Rekordmeister stand vor dem Ausgleich, als Weidenfeller Robben von den Beinen holte - Elfmeter! Der Niederländer trat selbst an, scheiterte aber mit zu schwacher Ausführung am BVB-Keeper (86.)!

Es wurde noch dramatischer und turbulent: Subotic köpfte beim Rettungsversuch an die eigene Latte, Robben jagte den Abpraller aus vier Metern über den Balken (90.+1). Und im Gegenzug konnte Lewandowski alles klar machen, traf aber ebenfalls nur die Querstange (90.+2) - egal, Sekunden später war Schluss!

Mit einem Sechs-Punkte Polster auf die Bayern tritt der BVB am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim FC Schalke 04 an, Bayern empfängt ebenfalls am Samstag (18.30 Uhr) den FSV Mainz 05.

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Lewandowski lässt BVB jubeln, Robben trauert