Bundesliga 2011/12, 29. Spieltag
18:51 - 20. Spielminute

Spielerwechsel
de Camargo
für Reus
Gladbach

20:04 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Ring
für Herrmann
Gladbach

20:16 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Ben-Hatira
Hertha

20:17 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Lasogga
für Raffael
Hertha

BMG

BSC

Gladbach seit vier Spielen sieglos - Hertha ergattert einen Punkt

Punkt gewonnen? Reus verloren!

Berlins Hubnik blockt de Camargo (re.), Kraft schnappt sich den Ball

Nimm ihn: Berlins Hubnik blockt de Camargo (re.), Kraft schnappt sich den Ball. Getty Images

Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre brachte nach dem 1:2 in Hannover Hanke anstelle von de Camargo.

Auf der Gegenseite musste Hertha-Coach Otto Rehhagel im Vergleich zum 1:4 gegen Wolfsburg auf den angeschlagenen Innenverteidiger Janker verzichten. Ottl fand sich dafür in der Startelf wieder und nahm den Posten als zweiter "Sechser" neben Niemeyer ein. Bastians rutschte dafür ins Zentrum der Viererkette, Kapitän Kobiashvili nach links.

Dass es bei beiden Mannschaften zuletzt nicht rund lief, wurde in den ersten Minuten rasch klar. Die Gladbacher waren zwar um Ballbesitz und Spielkontrolle bemüht, konnten sich aber gegen die vorsichtig agierenden und gut organisierten Berliner kaum einmal durchsetzen. Die Hertha suchte ihr Heil in einer stabilen Deckung und schnellen Kontern, kam aber ebenso wenig zu klaren Abschlüssen.

Der 29. Spieltag im Überblick

Folglich entwickelte sich ein Duell auf überschaubarem Niveau, das von intensiven und teils hart geführten Zweikämpfen geprägt war. Reus war das erste Opfer dieser ruppigen Gangart. Der 22-Jährige war früh von Lell gefoult worden, versuchte es dann zwar noch einmal, musste aber nach 20 Minuten aufgrund eines Pferdekusses sowie einer Prellung im Oberschenkel aufgeben - de Camargo kam rein.

Ansonsten passierte nicht viel im Borussia-Park. Sowohl die Gladbacher als auch die Berliner schenkten sich rein gar nichts und kämpften um jeden Zentimeter Rasen. Auch deshalb fand das Geschehen weitgehend im Mittelfeld statt. Es dauerte bis zur 37. Minute, ehe Torgefahr aufkam. Verantwortlich dafür waren die aktiveren Borussen - de Camargos Drehschuss raste ganz knapp links vorbei. Das war dann aber auch schon der einzige Aufreger in einem schwachen ersten Durchgang.

Nichts Neues nach dem Seitenwechsel - Hertha wagt zu wenig

Gladbachs Neustädter im Duell mit Raffael (2.v.re.).

Auf den Fersen: Gladbachs Neustädter im Duell mit Raffael (2.v.re.). Getty Images

Ohne personelle Änderungen ging es in den zweiten Durchgang, der zunächst keine echte Steigerung zu bieten hatte. Die Favre-Elf ging zwar jetzt etwas zielstrebiger vor und setzte über Neustädter (47.) und Arango (50.) erste Duftmarken, konnte Kraft im Berliner Kasten aber nicht wirklich prüfen. Kurz darauf hätten die Gäste fast eiskalt zugeschlagen: Nach Raffaels blitzgescheitem Pass tauchte Lell in bester Position auf und überwand den herausstürzenden ter Stegen, Stranzl rettete aber noch rechtzeitig (54.).

Einige Zeit später sorgte der Österreicher dann auch im Angriff für Impulse, als er nach Arangos Freistoßflanke in die Arme von Kraft köpfte (67.). Hertha schien mit dem Punkt beim Tabellenvierten durchaus zufrieden, agierte sehr kontrolliert und war stets auf Fehlervermeidung bedacht. Auf der anderen Seite fehlte es den "Fohlen" an der zündenden Idee - vor allem der finale Pass kam weiterhin nicht an.

Für die Berliner wäre an diesem Abend deutlich mehr drin gewesen, allerdings traute sich die Hertha zu wenig zu und gab sich stattdessen mit dem Remis zufrieden. Weil auch den Gladbachern bis zum Schluss nichts mehr gelang, blieb es dann auch bei der müden Nullnummer.

Beide Mannschaften sind wieder am kommenden Dienstag gefordert: Mönchengladbach in Bremen, Berlin zuhause im Abstiegskracher gegen den SC Freiburg.