Bundesliga 2011/12, 29. Spieltag
15:32 - 1. Spielminute

Tor 1:0
Gomez
Rechtsschuss
Vorbereitung Ribéry
Bayern

15:55 - 23. Spielminute

Tor 1:1
Koo
Rechtsschuss
Vorbereitung Bellinghausen
Augsburg

16:08 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Badstuber
Bayern

16:40 - 52. Spielminute

Spielerwechsel
Kroos
für Tymoshchuk
Bayern

16:42 - 55. Spielminute

Spielerwechsel
Callsen-Bracker
für Rafael
Augsburg

16:47 - 60. Spielminute

Tor 2:1
Gomez
Rechtsschuss
Vorbereitung Robben
Bayern

17:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Werner
für M. Ndjeng
Augsburg

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Hain
für Hosogai
Augsburg

17:17 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Contento
für Ribéry
Bayern

FCB

FCA

13. Heimdreier der Heynckes-Elf

Auf Gomez ist Verlass

Bayerns Ribery (re.) im Duell mit Ndjeng (Augsburg)

Geburtstagskind Franck Ribery (re.) gegen Augsburgs Marcel Ndjeng. Getty Images

Bayern-Coach Jupp Heynckes stellte seine Startelf nach dem 2:0 gegen Marseille im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League auf drei Positionen um: Für den gelbgesperrten Luiz Gustavo, Kroos (drohende Gelbsperre) und Olic kamen Schweinsteiger, Robben und Gomez zum Zug.

Auf Seiten der Augsburger vertraute Trainer Jos Luhukay exakt auf die Formation, die zuletzt mit 2:1 gegen Köln gewonnen hatte. Auch Baier wurde nach Virusinfektion rechtzeitig fit.

Der FCA hatte sich den Start ins Derby sicherlich anders vorgestellt: Geburtstagskind Ribery (29) war am Flügel weder von Hosogai noch von Verhaegh aufzuhalten und flankte. Gomez kam halblinks zum Schuss, Jentzsch ließ abprallen und der nachsetzende Goalgetter traf aus sechs Metern etwas glücklich - der Ball prallte vom Keeper an die Latte und dann ins Tor - zur Blitzführung nach 24 Sekunden.

Die Luhukay-Elf, ohnehin mit der Marschroute ausgestattet, sich nicht zu verstecken, verkraftete den frühen Rückstand gut und wurde selbst initiativ. Die Heynckes-Elf ruhte sich dagegen auf dem Vorsprung aus, agierte aufreizend lässig, zudem mit mangelhafter Zweikampfführung. Ndjeng verpasste das 1:1, als Boateng gegen seinen Schuss aus neun Metern auf der Linie rettete (15.).

Nach gut 20 Minuten zeigten sich die Münchner mal wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor, Tymoshchuks Direktschuss nach Jentzschs Flugparade sauste Zentimeter am leeren Gehäuse vorbei. Beim Gegenzug aber erhielt der FCB die Quittung für seine pomadige Vorstellung: Boateng schlug am Ball vorbei, Bellinghausen enteilte links und bediente Koo, der mit einem strammen Rechttsschuss Neuer aus 14 Metern tunnelte - 1:1 (23.).

Ribery hätte postwendend fast geantwortet, traf aber per Distanzschuss nur den Pfosten (25.). In der Folge aber tat sich der Rekordmeister schwer, den Faden gegen zweikampfstarke und immer wieder Nadelstiche setzende Fuggerstädter wieder aufzunehmen.

Erst nach über einer halben Stunde verstärkten Lahm & Co. den Druck. Müller (33.), Gomez (36.) und Schweinsteiger (43.) näherten sich dem Tor zwar an, die wirklich zwingende Chance zur erneuten Führung war vor dem Kabinengang aber nicht dabei.

Der 29. Spieltag im Überblick

Mit unverändertem Personal starteten die Kontrahenten in den zweiten Abschnitt. Der FCA staffelte sich nun tief in der eigenen Hälfte, Bayerns Überlegenheit nahm Minute um Minute zu. Alaba (49.) und Müller (52.) hatten ihr Visier falsch eingestellt, nach Riberys Dribbling flog Müller Zentimeter an der Flanke des Franzosen vorbei (56.).

Für die Elf von Luhukay, der mit Callsen-Bracker für Rafael die Defensive verstärkte (55.), blieb Entlastung in dieser Phase ein Fremdwort. Folgerichtig erzielten die Münchner, die ihrerseits mit Kroos für Tymoshchuk frisches Offensivpotenzial gebrachte hatten, das 2:1: Lahm schickte Robben rechts in die Tiefe, in Höhe des Fünfmeterraums passte der Niederländer auf Gomez. Der Goalgetter schob die Kugel aus vier Metern ins linke Eck - Saisontor Nummer 25 (60.)!

Nach dem Zwischenspurt schaltete der Rekordmeister in den Schongang, was Augsburg mehr Ballbesitz verschaffte. Doch anders als im ersten Durchgang stand der FCB in der Defensive nun sicher. Auch fehlte es den Aktionen des Außenseiters nun an Tempo - und vorne eine Anspielstation, da mit Rafael der einzige echte Stürmer ausgewechselt war. Luhukay brachte mit Beginn der Schlussviertelstunde Werner für Ndjeng, wenig später mit Hain für Hosogai wieder eine echte Spitze.

Chancen hatte aber nur noch die Heynckes-Elf: Schweinsteiger nickte Jentzsch in die Arme (79.), Riberys Abschluss war weder Fisch noch Fleisch (82.). Und der Franzose verpasste es, sich an seinem Geburtstag doch noch in die Torschützenliste einzutragen, verzog aus elf Metern mit dem schwächeren linken Fuß (86.). Augsburgs Schlussspurt verpuffte wie einige Standardsituationen, nach zwei Minuten Nachspielzeit war der Arbeitssieg der Bayern in trockenen Tüchern.

Der FC Bayern hat am Mittwoch das Topspiel in Dortmund vor der Brust. Augsburg empfängt am Dienstag den VfB Stuttgart zu einem weiteren Süd-Duell.