Bundesliga 2011/12, 26. Spieltag
15:34 - 3. Spielminute

Tor 1:0
Rodnei
Kopfball
Vorbereitung Tiffert
K'lautern

16:10 - 39. Spielminute

Tor 1:1
Holtby
Linksschuss
Vorbereitung Huntelaar
Schalke

16:16 - 45. Spielminute

Tor 1:2
Huntelaar
Rechtsschuss
Vorbereitung Fuchs
Schalke

16:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Fortounis
für Sahan
K'lautern

16:40 - 51. Spielminute

Tor 1:3
Raul
Linksschuss
Vorbereitung Draxler
Schalke

16:52 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Wooten
für De Wit
K'lautern

16:52 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Swierczok
für Wagner
K'lautern

17:06 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Moritz
für Raul
Schalke

17:10 - 81. Spielminute

Tor 1:4
Farfan
Linksschuss
Vorbereitung Holtby
Schalke

17:11 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Pukki
für Draxler
Schalke

17:13 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Obasi
für Huntelaar
Schalke

FCK

S04

FCK stellt negativen Vereinsrekord aus der Saison 1967/68 ein

Holtby weiß zu begeistern, Raul aber auch

Rodnei (re.) beendet in der dritten Minute den Torfluch der Pfälzer

Das Warten hat ein Ende: Rodnei (re.) beendet in der dritten Minute den Torfluch der Pfälzer. Getty Images

Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz brachte im Vergleich zum 0:0 in Stuttgart drei Neue: Rodnei, Shechter und Sahan ersetzten die angeschlagenen Simunek, Derstroff und Sukuta-Pasu. Dagegen sah S04-Coach Huub Stevens nach dem 4:1-Triumph gegen Twente Enschede in der Europa League keinen Grund für personelle Änderungen.

Den Pfälzern gelang ein Start nach Maß. In der dritten Minute schlug Tiffert eine Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld ans lange Eck. Huntelaar ließ Rodnei ziehen, der sich bedankte und vom linken Fünfereck gegen die Laufrichtung von Hildebrand in die Maschen köpfte. Der Brasilianer beendete damit die 300-minütige Torflaute der "Roten Teufel". S04 schien noch das Europa-League-Duell vom Donnerstag in den Knochen zu haben. Es fehlte offensichtlich an Spritzigkeit bei den Gästen, die trotzdem allmählich die Kontrolle übernahmen und über Standards durch Jones (8.) und Fuchs (16.) erste Halbchancen kreierten.

Der 26. Spieltag

Auch wenn die ganz klaren Gelegenheiten zunächst absoluten Seltenheitswert hatten, Unterhaltung war dennoch geboten. Dies lag vor allem am großen Engagement beider Mannschaften. Taktisch zogen sich die Pfälzer tief in die eigene Hälfte zurück und vertrauten auf ihre starke Defensive, die bis dahin nur 32 Gegentreffer zugelassen hatte - nur das Spitzentrio aus Dortmund, München und Gladbach hatte zu diesem Zeitpunkt ligaweit weniger Tore kassiert. Der FCK stand gut geordnet, war giftig in den Zweikämpfen und sorgte immer mal wieder über Konter für Entlastung (19., Tiffert).

Dennoch: Schalke wurde besser, erspielte sich deutlich mehr Ballbesitz und näherte sich über Huntelaar (24.) und Jones (26.) dem Ausgleich an. Huntelaar jagte das Leder in der 31. Minute nach wunderbarer Hacken-Vorlage von Raul schließlich in die Maschen. Der Treffer zählte allerdings wegen Abseits zu Recht nicht. Kurz darauf sorgten die Gastgeber mal wieder für Entlastung, Tiffert kam aber nicht mehr entscheidend zum Abschluss (33.). Dann waren allerdings wieder die Königsblauen dran - Holtbys Fernschuss sauste knapp am rechten Pfosten vorbei (35.).

Holtby und Huntelaar drehen den Spieß um - Raul macht alles klar

Holtby (li.) und Huntelaar feiern, Lauterns Sahan muss zusehen

Jubelnde Knappen: Holtby (li.) und Huntelaar feiern, Lauterns Sahan muss zusehen. Getty Images

Etwas später machte er es der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft besser und nagelte den Ball sehenswert aus 20 Metern genau in den linken Winkel zum hochverdienten 1:1 (39.). Damit nicht genug, denn die Gelsenkirchener wollten mehr: Farfan scheiterte noch per Freistoß an Sippel (43.), ehe Huntelaar nach Vorarbeit von Fuchs trocken ins linke Eck vollendete und Schalke die 2:1-Pausenführung bescherte (45.).

Kurz reagierte zum Seitenwechsel und brachte mit Fortounis für Sahan einen frischen Mann für die Außenbahn. Die Maßnahme fruchtete nicht, zu schwer wog wohl Huntelaars Treffer kurz vor der Halbzeit. Lautern fand zu Beginn des zweiten Durchgangs fast gar nicht statt, was Schalke gleich nutzte und über Raul (47.) und Holtby (48.) rasch für Furore sorgte. Kurz darauf schlug es erneut hinter Sippel ein: Draxler wurde zu inkonsequent bei seinem Tempodribbling gestört, der Youngster brachte den Ball zu Farfan, der wiederum für Raul auflegte. Der Spanier nahm genau Maß und jagte das Leder wunderbar aus 20 Metern genau in den rechten Knick (51.).

Nachdem Draxlers Fernschuss bei einer Vier-gegen-drei-Situation über die Latte geflogen war (62.), ging Kurz höheres Risiko und brachte mit Swierczok und Wooten weitere Offensivkräfte. Die nächste Chance hatten aber wieder die Gäste, die jetzt auch in den Zweikämpfen die Oberhand errungen hatten - Holtby zog aus spitzem Winkel gegen Sippel den Kürzeren (63.). Dann endlich ein Hoffnungsschimmer aus Sicht des FCK, Swierczok verzog von der Strafraumgrenze nur knapp (64.).

Kaiserslautern bewies jedoch Moral und versuchte es noch einmal. Die Pfälzer spielten mit Herz, hatten der größeren Klasse der Gäste aber kaum etwas entgegenzusetzen. Schalke setzte immer weiter Akzente nach vorne, leistete sich nun aber wieder einige Unkonzentriertheiten, legte kurz vor Schluss dann doch noch nach: Nach einem Eckball für den FCK läutete Holtby den Konter ein und passte im Strafraum zu Farfan, der aus elf Metern trocken zum 4:1-Endstand vollendete (81.).

Beide Mannschaften haben am kommenden Samstag so genannte "Sechs-Punkte-Spiele" vor der Brust: Kaiserslautern reist zum Abstiegskracher nach Freiburg, Schalke empfängt Bayer Leverkusen, den direkten Konkurrenten um die Champions-League-Qualifikation.