Bundesliga 2011/12, 25. Spieltag
15:49 - 18. Spielminute

Spielerwechsel
Ekici
für Marin
Bremen

16:02 - 31. Spielminute

Tor 1:0
Pizarro
Rechtsschuss
Vorbereitung Ekici
Bremen

16:38 - 49. Spielminute

Tor 2:0
Prödl
Kopfball
Vorbereitung Ekici
Bremen

16:45 - 56. Spielminute

Tor 3:0
Rosenberg
Rechtsschuss
Vorbereitung Pizarro
Bremen

16:49 - 60. Spielminute

Spielerwechsel
Sobiech
für Abdellaoue
Hannover

16:55 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Sobiech
Hannover

16:59 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Royer
für Rausch
Hannover

16:59 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Stindl
Hannover

17:01 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Royer
Hannover

17:05 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Ignjovski
für Trybull
Bremen

17:10 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Lala
für da Silva Pinto
Hannover

17:14 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Schmitz
für Junuzovic
Bremen

17:20 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Lala
Hannover

BRE

H96

Marin verletzt - Hannover bleibt in Bremen sieglos

Pizarro serviert Hannover die Rechnung

Pizarro (re.).

Er nutzte die erste gute Chance der Bremer gleich zur Führung: Pizarro (re.). Getty Images

Bremens Trainer Thomas Schaaf wechselte nach dem 0:1 in Berlin auf zwei Positionen in der Viererkette: Prödl, der unter der Woche nach seiner Gesichtsverletzung ins Training zurückgekehrt war, und der zuletzt Gelb-gesperrte Fritz spielten für Affolter und Ignjovski.

96-Coach Mirko Slomka hatte beim 2:2 in Lüttich in der Europa League auf Schlaudraff (Gelb-Sperre), Abdellaoue (Grippe) und Pogatetz (Kniebeschwerden) verzichten müssen. Der Österreicher und der Norweger waren an der Weser jedoch wieder einsatzbereit und standen ebenso in der Startelf wie Stoppelkamp. Eggimann, Chahed (beide Bank) und Diouf (Teilruptur des vorderen Außenbandes im linken Sprunggelenk) mussten weichen. Ursprünglich war auch ein Einsatz von Schlaudraff geplant, allerdings klagte der 28-Jährige beim Aufwärmen über Rückenprobleme, sodass Ya Konan kurzfristig doch noch in die Anfangsformation berufen wurde.

Der 25. Spieltag

Hannover begann forsch und kaufte den Bremern von Beginn an durch eine exzellente Grundordnung und frühes Pressing den Schneid ab. Es entwickelte sich ein umkämpftes Duell, in dem Werder zwar mehr Spielanteile hatte, die Niedersachsen aber die deutlich besseren Chancen für sich verbuchten. Nach 14 Minuten scheiterte Ya Konan aus drei Metern an Wiese, ehe Sokratis die Situation vor dem lauernden Abdellaoue endgültig bereinigte. Kurz darauf verletzte sich Marin am rechten Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Ekici kam neu in die Partie, in der Hannover zusehends die bessere Mannschaft stellte. Immerhin schafften es die Hanseaten über Rosenberg (19.) und Pizarros Freistoß (22.) zu Halbchancen zu kommen.

Die klareren Gelegenheiten hatten allerdings weiterhin die Niedersachsen, die über schnelle Konter ein ums andere Mal brandgefährlich vor Wiese auftauchten. Mit der Chancenverwertung konnte Slomka jedoch keineswegs zufrieden sein. Rausch (22.), Pinto (26.), wieder Rausch (28.) und Stindl (30.) ließen reihenweise gute Gelegenheiten liegen. Wie man es besser macht, zeigten die Bremer in der 31. Minute: Ekici zog eine Freistoßflanke von rechts in den Gefahrenbereich. Dort verschaffte sich Pizarro etwas Platz und nagelte das Leder aus zentraler Position wuchtig in die Maschen - 1:0.

Pizarro kann von Glück reden - Rosenberg sorgt für die Vorentscheidung

Werders Marin im Duell mit Rausch (re.)

Pechvogel: Werders Marin, hier im Duell mit Rausch (re.), verletzte sich früh. Getty Images

Am Spielverlauf änderte der Treffer nichts, da Hannover auch in der Folge die zielstrebigere Mannschaft stellte und nun um den Ausgleich bemüht war. Dagegen zeigte sich die Werder-Defensive immer mal wieder löchrig, allerdings ließen Pinto (34.) und Cherundolo (42.) weitere Chancen ungenutzt. In der Nachspielzeit zappelte die Kugel nach einem Freistoß erneut im Gäste-Netz: Sokratis legte per Kopf für Rosenberg auf, der das Leder aus fünf Metern in die Maschen jagte. Schiedsrichter Christian Dingert gab den Treffer aber nicht, weil er zuvor auf ein Foul von Pizarro an Haggui entschied (45.+1).

Kurz nach Wiederanpfiff konnte Pizarro von Glück sprechen, als er sich im Vorfeld eines Freistoßes zu einer Ohrfeige gegen Pogatetz hinreißen ließ und ungestraft davon kam. Es kam noch schlimmer für die 96er, denn Ekici schlug im Anschluss den Ball von rechts präzise ins Zentrum zu Prödl, der per Kopf auf 2:0 erhöhte (49.). Etwas später fiel die Vorentscheidung: Pizarro steckte gut durch auf Rosenberg, der nur noch Zieler vor sich hatte und diesem den Ball durch die Hosenträger schob - 3:0 (56.).

Das war der endgültige Nackenschlag für die Niedersachsen, die in der Folge nicht mehr so spritzig waren und sich allmählich mit der drohenden Niederlage abfanden. Werder hatte folglich keine großen Probleme mehr, das Ergebnis zu verwalten. Folglich plätscherte die Begegnung lange Zeit relativ ereignislos vor sich hin. Darüber hinaus schlichen sich zunehmend Nickeligkeiten ein, was zu zahlreichen Fouls und folglich vielen Spielunterbrechungen führte. In der 79. Minute traf Ya Konan nach Vorlage des zuvor eingewechselten Sobiech ins Bremer Tor. Dingert gab den Treffer nicht, weil der im passiven Abseits am Boden liegende Sobiech Wiese nach Meinung des Referees behindert hatte.

Werder Bremen ist wieder am kommenden Samstag bei Borussia Dortmund gefordert. Am Donnerstag zuvor steigt für Hannover das so wichtige Rückspiel in der Europa League gegen Standard Lüttich. In der Bundesliga haben die Niedersachsen am Sonntag, den 18. März, die Kölner zu Gast.