Bundesliga 2011/12, 24. Spieltag
16:02 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Raffael
Hertha

16:18 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Affolter
Bremen

16:51 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Lasogga
für Ramos
Hertha

16:53 - 62. Spielminute

Tor 1:0
Rukavytsya
Linksschuss
Vorbereitung Bastians
Hertha

16:54 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Arnautovic
für Rosenberg
Bremen

17:00 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Ekici
für Trybull
Bremen

17:07 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Morales
für Lell
Hertha

17:09 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Füllkrug
für Junuzovic
Bremen

17:12 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Mijatovic
für Raffael
Hertha

17:15 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
Mijatovic
Hertha

BSC

BRE

Hertha beendet Negativserie - Werder ohne Abschlussglück

Erster Sieg für Rehhagel - und das gegen Werder

Berlins Torun gegen Bremens Bargfrede (re.).

Mit Haken und Ösen: Berlins Torun gegen Bremens Bargfrede (re.). Getty Images

Berlins Trainer Otto Rehhagel vertraute nach dem 0:3 in Augsburg auf Lell, Perdedaj, Torun und Rukavytsya anstelle von Mijatovic, Niemeyer (Gelb-Sperre), Lasogga und Ebert, der komplett aus dem Kader gestrichen wurde. Raffael feierte seinen 100. Bundesligaeinsatz - allesamt für die "Alte Dame".

Werder-Coach Thomas Schaaf indes beließ es im Vergleich zum 0:1 gegen Nürnberg bei einem Wechsel: Ignjovski vertrat den Gelb-gesperrten Fritz. Pizarro trug die Kapitänsbinde.

Beide Mannschaften starteten verhalten in die Begegnung. Die Berliner waren um Ballkontrolle bemüht und hatten Feldvorteile, Bremen lauerte auf schnelle Konter. So weit, so gut - hüben wie drüben leisteten sich die Akteure gerade im Passspiel aber zahlreiche Ungenauigkeiten, sodass Torraumszenen zunächst nicht zu sehen waren. Erstmals änderte sich das nach 13 Minuten, als Kobiashvilis Flanke bei Ramos landete und der Kolumbianer aus fünf Metern in die Arme von Wiese köpfte.

Der 24. Spieltag

Die "Alte Dame" machte den besseren Eindruck, vor allem läuferisch und kämpferisch wussten die Berliner zu gefallen. Allerdings kam ihnen dabei auch zu Gute, dass die Hanseaten eher eine ruhige Kugel schoben. Wenn die Bremer das Tempo einmal verschärften, dann wurde es prompt gefährlich - ein Tor fiel aber nicht. Zuerst prallte der Ball unkontrolliert von Pizarro ab und sauste knapp links vorbei (18.), kurz darauf kam der Peruaner zum Abschluss, zielte aber aus spitzem Winkel zu weit nach links (20.).

Werder leistete sich aber auch viel zu viele leichte Ballverluste und konnte folglich auch kaum für Gefahr sorgen. Die aktivere Mannschaft blieb Hertha BSC, allerdings ohne zündende Ideen. Die Partie war zweifellos ein Geduldsspiel. Beide Mannschaften waren primär auf eine stabile Deckung bedacht – Taktikliebhaber kamen voll auf ihre Kosten. Der erste Durchgang blieb bis zum Ende weitgehend ereignislos und hatte nur noch zwei Halbchancen für Marin (42.) und Sokratis (45.) zu bieten.

Werder erhöht die Schlagzahl - Rukavytsya schlägt eiskalt zu

Berlins Ramos (li.) beobachtet Pizarro

Da schau her: Berlins Ramos (li.) beobachtet Pizarro. Getty Images

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Bremer zumindest Ansätze von Offensivfußball und ergriffen allmählich das Kommando. Pizarro (50.) und Marin (51.) gaben erste Warnschüsse ab. Sekunden später sendete Torun, der aus spitzem Winkel knapp links vorbei schoss, ein Lebenszeichen der Gastgeber. Ansonsten spielten jetzt aber fast nur noch die Bremer, die im Abschluss aber unglücklich agierten. So konnte Rosenberg Krafts Patzer nicht nutzen und ließ sich den Ball in letzter Sekunde von Janker abnehmen (57.).

Wie aus dem Nichts schlugen die Berliner jedoch zu. Eine Flanke von links segelte zu Rukavytsya durch, der aus spitzem Winkel den Ball nicht voll traf, dann aber das Glück des Tüchtigen hatte: Das Leder hüpfte über Wiese hinweg und landete im linken Eck - 1:0 (62.). Schaaf reagierte umgehend und brachte Arnautovic für den eher blassen Rosenberg. Der Österreicher führte sich dann auch gleich prima ein und bediente gekonnt Pizarro, der im Eins-gegen-eins an Kraft scheiterte (65.).

Mit Ekici, der für Trybull kam, erhöhte Werder fortan den Druck, agierte dabei aber auf ziemlich planlos. Klare Torchancen gab's für die Hanseaten nicht mehr. Besser machten es da schon die Berliner, die abgeklärt spielten und durch Rukavytsya die Vorentscheidung auf dem Fuß hatten - der Australier hatte aber Pech und scheiterte am linken Außenpfosten (74.). Demnach blieb es bis zum Schluss spannend.

Am Resultat änderte sich allerdings nichts mehr, sodass Otto Rehhagel den ersten Dreier als Trainer von Hertha BSC verbuchte. Am kommenden Samstag soll in Köln dann der nächste Sieg her. Werder Bremen empfängt tags darauf Hannover 96.